Autor Archiv:KBurger

TS07/17: Bürgerferne und Demokratie-Anämie am Bodensee: Forum-Langenargen.de

Auch wenn SatireSenf.de es gelegentlich und aus guten satirischen Gründen so darstellt: Die hier umfassend behandelte Gemeinde Ostrach im Landkreis Sigmaringen hat kein Monopol auf Bürgerferne, Intransparenz und Demokratie-Anämie! Zuverlässiger Chronist der genannten und genuin verfassungsfeindlichen Performance der Verwaltung der berüchtigten Massentierhaltungsgemeinde ist nach wie vor Franz Schreijäg mit seinem Blog SOFA – Schönes Ostrach für alle.

Inzwischen erreicht mich die frohe Kunde eines weiteren Falls, in dem sich Bürger selbstherrlichen Bürgermeistern und deren wassertragenden Gemeinderäten öffentlichkeitswirksam widersetzen. Es geht um die (zugegeben sehr kleine) Gemeinde Langenargen, Bodenseekreis,  und deren Bürgermeister Armin Krafft (CDU!!!). Trotz des verheißungsvollen Namens schafft der kommunale Oberindianer dort es dokumentiert nicht, seine überschaubaren 7.778 Einwohner von seinen verwaltungstechnischen Kompetenzen zu überzeugen. Weiterlesen

HInfo22: Ohne-Hashtag-Aufstehen: Das Tuttlinger Potenzial ist kraftvoll ungerichtet

Das erste Treffen der von Sahra Wagenknecht initiierten Bewegung AUFSTEHEN im Landkreis Tuttlingen am 5. Oktober 2018 begann mit einem puscheligen Luxusproblem: Mit diesem Andrang hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Aber anders als bezahlbarer Wohnraum in der Republik waren bemannbare Tische im Tuttlinger „Rittergarten“ ausreichend verfügbar. Eine „Befraubarkeit“ stand von der geringen Frauenquote der rund zwei Dutzend Versammelten ohnehin nicht zur Disposition: fünf, hälftig bekennend begattet.

Geladen zu der als regionale Versammlung konzipierten Veranstaltung hatte die Gruppierung AUFSTEHEN Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das erklärt auch, warum die Teilnehmer aus einem Radius von rund hundert Kilometern angereist waren. Weiterlesen

TS06/18: VORBEHALTLOS: Öffentliche Prostitution in Ostrach

Nachdem die transparenzallergischen Machthaber der Gemeinde Ostrach die vergangenen Monate damit verbracht haben, unter Verwendung von Steuergeldern (REMO-Projekt) einen Kleinkriminellen zu verherrlichen  (die Lokalpresse jubilierte), hat der moralische Niedergang in DER Massentierhaltungsgemeinde im Landkreis Sigmaringen im September 2018 einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Gemeinde Ostrach prostituiert sich ab sofort VORBEHALTLOS. Näheres – gar köstlich pointiert – lesen Sie bitte hier.

Mit durch andere Dekadenzszenarien allüberall in der Republik geschmälerter Spannung ist abzuwarten, ob eine derart schamlose Akquise dieser besonders fanatischen Glaubenskrieger einer Welt verzehrenden Wachstumsideologie das addressierte Klientel überzeugen kann. Werden Rheinmetall und/oder Heckler-Koch, die steuervermeidenden und tarifflüchtigen amerikanischen Großkonzerne, Umweltverschmutzer, atomare Wiederaufbereiter oder wenigstens die Pornoindustrie diesem Angebot widerstehen können?
Zuverlässig, kritisch und unterhaltsam erfahren Sie das mit Sicherheit auf dem SOFA!

SatBur15: Geflüchteten-Gehelfere (2): Operation Zucker

+++ Fortsetzung von: SatBur14 Geflüchteten-Gehelfere (1): Syrische Waffenfreunde weisen ein +++

Erneut der Hinweis: Die beschriebenen Abläufe sind real so in einer Flüchtlingshilfeorganisation in Deutschland 2015/2016 geschehen. Lediglich die Darstellung ist satirisch. KEINE Satire sind die durch Kursivdruck, Grünfärbung und #Raute-Klammerung# kenntlich gemachten AUTHENTISCHEN Äußerungen Verantwortlicher. Deren Äußerungen haben die vorliegende Satire erst induziert.


Sozialpädagogisch vorgelesen
Im Moment geht es echt Schlag auf Schlacht in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe in Witzwinkel. Per Post auf Papier mit Briefmarke erreicht mich das Einladungsschreiben der Carikonie zum ersten Treffen des Organisationsteams. Obwohl alle Teilnehmer ihre E-Mail-Adresse hinterlegt hatten. Wie gnadenlos die Organisatoren hier bereit sind, moderne Kommunikationsinfrastruktur zeit- und kostensparend mit ökologischem Bewusstsein für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe einzusetzen, erkennt der Bedenkenträger unschwer daran, dass auf die Entsendung eines berittenen Boten zur Verteilung dieser Einladungen verzichtet wurde. Immerhin wird mir auf diesem Wege klar, wie diese als gemeinnützig anerkannten Wohltäter in Vereinsform zu 1,2 Millionen Portokosten (bundesweit für 2014) kommen.

Veranstaltungsort ist das Witzwinkler Rathaus. Insbesondere den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die eigenartigerweise oder auch nicht zum Organisationsteam der ehrenamtlichen (!) Flüchtlingshilfe gehören,  schien dieser Veranstaltungsort enorm wichtig zu sein. Nur zufällig kann ich am ersten Abend einen möglichen Grund für diese insistierte Ortswahl beobachten: Diejenigen aus dem Helferkreis, welche bei der Stadt arbeiten, betätigen zuvor die Stechuhr. Weiterlesen

SatBur14: Geflüchteten-Gehelfere (1): Syrische Waffenfreunde weisen ein

SATIRE
KEINE Satire sind die durch Kursivdruck, Grünfärbung und #Raute-Klammerung# kenntlich gemachten AUTHENTISCHEN Äußerungen Verantwortlicher. Sie haben die vorliegende Satire erst induziert.

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Mein Land braucht mich jetzt!
Diesen Bedarf  – vermutlich der Dringlichkeitsstufe „Fisch braucht Fahrrad“ – leite ich aus Angela Merkels „Wir schaffen das!“ ab. Nicht dass ich einen Vertrag mit oder gar Sympathien für unsere Bundeskanzlerin hätte. Aber das „wir“ im Schaffen (wo sonst in Zeiten des Neoliberalismus?) gaukelt mir eine Gemeinschaft vor, die es natürlich gar nicht gibt. Lasst uns gemeinsam die Praxis mit der Ideologie würgen! Es wird auch Zeit, denn allmählich verliere ich im Herbst 2015 meine politische Identität. Sicher ist: Ich war (fast) immer links. Jetzt droht der Praxistest.

Vielleicht finde ich mit dem still zu denkenden „Mein Land braucht mich jetzt!“  wieder Anschluss an die linksnationale Mainstream-Identität. Dort ist es in geschriebener und gesprochener Unwahrheit auch nicht mein Land, das mich braucht. Es sind die Geflüchteten. Die Geflüchteten – sofern sie sich in diesem meinem Land befinden. Wenn es anders wäre, hätte man ja schon früher etwas „schaffen“ können. Zum Beispiel Fluchtursachen fort. Schlimmer noch: Ohne die Aufenthaltsbestimmung „mein Land“ gäbe es die Geflüchteten eventuell oder zumindest in diesen Zahlen nicht.

Besser ich halte mich vage. Weiterlesen

TS05/18: Ausländer rein – in die Bundeswehr?

Die Redaktion von SaSe, also ich, leidet (dem langjährigen Leserkreis bekannt) an einer posttraumatischen Belachungsstörung, die mir der bekannte Publizist Albrecht Müller von den NachDenkSeiten 2015 zugefügt hatte. Im Rahmen meiner journalistischen Arbeit hatte ich zuvor eine Presseanfrage an dem durch seine Medienkritik bekannten Professor Dr. Mausfeld gestellt und war dafür an den Pranger gestellt worden. Der Vorgang fand in diesem Offenen Brief seine satirische Befreiung.
Bis heute übrigens erhalte ich immer mal wieder Leseranfragen, ob Professor Dr. Mausfeld jemals und wenn ja in welcher Form auf den Offenen Brief reagiert habe. Hat er nicht.

Dennoch muss ich heute auf einen Beitrag der NachDenkSeiten verlinken, weil der mir hilft, ein aktuelles Thema von neuer Seite zu betrachten: Ausländer als Soldaten der Bundeswehr. Es handelt sich um den Kommentar von Ingar Solty, Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit dem Titel: „Ausländer rein! Das Bundesverteidigungsministerium will die Bundeswehr für Ausländer öffnen, weil ihr die Rekruten ausgehen“.

 

TS04/18: Energiepark Hahnennest sei ein Saatguthersteller

Unter der Überschrift „Start der Aussaat für die Durchwachsene Silphie“ flutet eine Pressemitteilung der Fachverbands Biogas e. V. seit dem 19. April 2018 die agrarwirtschaftliche Fachpresse. Teilweise liegt die dazugehörige Veröffentlichung hinter einer Bezahlschranke (z. B. bei agrarzeitung online). Bei top agrar ist sie zugänglich. Ohnehin steht der für diesen TagesSenf auslösende Passus ganz am Anfangder Meldung:

Auf 1.100 Hektar in ganz Deutschland säen Landwirte in den kommenden Wochen die Durchwachsene Silphie, meldet der Fachverband Biogas. Die Energiepflanze vereine viele positive Eigenschaften für Biogas, Bienen und Bevölkerung. Der Anbau auf Ökologischen Vorrangflächen seit diesem Jahr möglich.
Mit einer speziellen Sämaschine ist der baden-württembergische Saatguthersteller Energiepark Hahnennest gestern ins oberbayerische Markt Indersdorf gekommen, um auf den Ackerflächen des Landwirtes und Biogasanlagen-Betreibers Josef Götz auf sieben Hektar die Energiepflanze Durchwachsene Silphie auszusäen.
(top agrar 25.04.2018: „Silphie: Aussaat-Tour durch Deutschland startet in Oberbayern“; Hervorhebg. SaSe)

Im weiteren Artikelverlauf erfährt der Leser, dass deutschlandweit inzwischen schon 3.000 Hektar mit dem mehrjährigen und ursprünglich aus Nordamerika stammenden Korbblütler bepflanzt seien.

Senf: Diese Bezeichnung ist neu: Der Energiepark Hahnennest (EPH) wird in der Pressemeldung des Fachverbandes Biogas e. V. als „Saatguthersteller“ benannt. Das wirft Fragen auf: Wo liegen die Produktionsstätten dieses „Saatgutherstellers“? Welche der zahlreichen Firmen und Unternehmen rund um den EPH genau produziert das Saatgut? Welche anderen Saaten als die Silphie werden hergestellt? Weiterlesen

TS03/18: Breaking News: Dissens im Ostracher Gemeinderat

Da staunen wir (zwei vermeinsamten) kommentierende Beobachter der Ostracher Gemeindepolitik: Dissens im Gemeinderat! Seit wann gibt es denn so etwas in dieser Harmoniegemeinde, in der die überwiegende Mehrheit der von mir zur Kenntnis genommenen Anträge einstimmig oder höchstens mit einer Gegenstimme abgesegnet wird. Der SPD-Gemeinderat Jörg Schmitt wird sich doch nicht womöglich mit dem nitratbelasteten Ostracher Trinkwasser kontaminiert haben?

Denn er war es, der in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag einen nahezu ungeheuerlichen Antrag stellte: Druckausübung! Und zwar auf das Unternehmen Boxtango, das mit seinen Bauplänen eines Container-Terminals auf dem Gelände des früheren Holzhofes der Gemeinde am Fabrikweg nicht in die Puschen kommt. Der Gemeinderat war von diesem unbekannten Phänomen nicht kuschelkursigen Vorgehens gegen ein Unternehmen derart überfordert, dass es zu einem sensationellen Abstimmungsergebnis kam, will man der Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung glauben. Das nicht zu tun gibt es keinen Anlass. Denn dieses Ergebnis lautet:

Von den 18 stimmberechtigten Anwesenden war jeweils die Hälfte dafür beziehungsweise dagegen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
(Schwäbische Zeitung 18.04.2018: „Beim Thema Boxtango schwindet die Geduld“)

Das ist ja nachgerade ein Demokratie-Ausbruch! Weiterlesen

TS02/18: Vom Energiepark Hahnennest zum Verein Regionale Entwicklung Mittleres Oberschwaben e. V.

„Verwaltung ist mit Elektroautos unterwegs“ titelt die Meldung in der Schwäbischen  Zeitung vom 5. April 2018. Es ist die Verwaltung der Gemeinde Hoßkirch (Landkreis Ravensburg), welche diese Variante der für die Zukunft so gewünschten Mobilität exerziert beziehungsweise, wie der Artikel es bezeichnet, „testet“. Zumindest für zwei Wochen. Denn es handelt sich um eine Marketingaktion, im Rahmen derer ein  mächtiger Energie-Konzern vier pfiffige Landwirte „jeder Gemeinde des Vereins Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben“ für jeweils 14 Tage die erwähnten Elektroautos, zwei an der Zahl, kostenlos – i. e. Sponsoring der Fahrzeugmiete – zur Verfügung stellen.

Senf: Diese vier tapferen Bäuerlein sind auch bekannt unter der Überschrift Energiepark Hahnennest (EPH), unter der ein zwischen kaum noch durchschaubares Gestrüpp von Unternehmen mit finanziellen und operativen Verbindungen zum EnBW-Tochterkonzern Erdgas Südwest wuchert. Weiterlesen

HInfo21: 1.000-Kühe-Stall Energiepark Hahnennest: Petitionsausschuss vor Ort

Linksammlung – Ergänzungen – Senf – Polemik

Große Protestplakate vor der Riedhalle in Burgweiler, Ortsteil der Gemeinde Ostrach (Landkreis Sigmaringen). Am Vormittag des 27. März 2018 sind dort schon eine Viertelstunde vor Veranstaltungsbeginn alle Parkplätze belegt. In der von einer noch anämischen Frühlingssonne durchfluteten Halle suchen gut 150 Zuhörer, fünf Landtagsabgeordnete, jede Menge Vertreter der am Verfahren beteiligten Behörden (Landratsamt Sigmaringen, Regierungspräsidium) sowie diverser Ministerien, die Petenten und die Energiepark-Hahnennest-Betreiber ihre Plätze. Ein wichtiger Termin: der Vor-Ort-Besuch von Reinhold Pix (GRÜNE) und Friedrich Bullinger (FDP) in ihrer Eigenschaft als Vertreter (wahlweise auch als „Sprecher“ und „Berichterstatter bezeichnet) des Petitionsausschusses im Landtag Baden-Württemberg.  Es geht um den 1.000-Kühe-Stall im Ortsteil Hahnennest; genauer um eine von dem „Aktionsbündnis gegen den 1.000-Kühe-Stall“ eingebrachte Petition.

Große Protestplakate der Mitglieder des Arbeitskreis bäuerliche Landwirtschaft begrüßten die Teilnahmer an der Veranstaltung in der Riedhalle in Burgweiler. Obiges Plakat stellt die Kernfrage, die, wie viele andere auch, bei dem zweiteiligen Termin nicht beantwortet wurde. Foto: Sabine Massler

Große Protestplakate der Mitglieder des Arbeitskreis bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßten die Teilnehmer an der Veranstaltung in der Riedhalle in Burgweiler. Obiges Plakat stellt die Kernfrage, die, wie viele andere auch, bei dem zweiteiligen Termin nicht beantwortet wurde.
Foto: Sabine Massler

Reisekostenabrechnungsberechtigt für diese Veranstaltung könnten sein:

Reinhold Pix (GRÜNE), Mitglied des Landtags (MdL), Mitglied des Petitionsausschusses im Landtag Baden-Württemberg
+  MdL Friedrich Bullinger (FDP), dito Mitglied des Petitionsausschusses; Co-Moderator
+  MdL Andrea Bogner-Unden (GRÜNE)
+  MdL Klaus Burger (CDU)
+  MdL Hans Peter Stauch (AfD)

+ Bernhard Obert, Landratsamt Sigmaringen, Fachbereiche Baurecht, Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Veranstaltung unter der Federführung des Petitionsausschusses war schlecht organisiert. Am langschenkligen Tisch-U saßen gut 20 oder mehr Vertreter der verschiedenen Ministerien, Behörden und Institutionen, die zwar mündlich im Schnelldurchlauf vorgestellt wurden, aber nicht durch Namensschilder wiedererkennbar gewesen wären. Für eine vollständige Teilnehmerliste wenden sich Interessierte an das Büro des Petitionsausschusses. Weiterlesen

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