Autor Archiv:KBurger

HInfo26: Uhldingen-Mühlhofen: SPD-Gemeinderat Dr. Wolfram Klaar schreibt einem Bürger

Vorab-Informationen zur Einordnung nachstehenden Briefes:
Die Spannungen und Auseinandersetzungen  in der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen zwischen einzelnen Bürger und Bürgergruppierungen (z. B. der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e. V. GUM) auf der einen, Bürgermeister Edgar Lamm und Gemeinderat auf der anderen Seite, ziehen sich nun schon seit mehreren Jahren hin. SaSe hatte darüber verschiedentlich berichtet: hier, hier, hier und hier.

Aktuell geht der Streit insbesondere um das Objekt „Alte Schule“ in Unteruhldingen. Die im Besitz der Gemeinde befindliche Immobilie sollte gemäß eines Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 2018 verkauft werden. Dagegen regte sich massiver Unmut bei den Bürgern, der seinen Höhe- und mannigfaltigen Artikulationspunkt am 3. Dezember 2018 auf einer „Informationsveranstaltung“ im „Welterbesaal“ fand (SaSe-Bericht dazu).

Im Internet findet die Auseinandersetzung zwischen kritischen Bürgern und Gemeinde (i. e. Bürgermeister und Gemeinderat) auf drei strikt voneinander getrennten Plattformen statt: Da sind zum einen die – häufig als unkritisch kritisierte – Berichterstattung des Südkuriers sowie die Verlautbarungen im Amtsblatt. Auf der Kritikerseite werden regelmäßig Artikel und Statements sowohl auf der Webseite des GUM wie auch im Forum Langenargen (Achtung: diverse Rubriken dort wie hier, hier und hier; die Beiträge dort sind leider nicht einzeln verlinkbar!) veröffentlicht.
(Zur Erklärung dieser Solidarität: In Langenargen läuft eine vergleichbare Auseinandersetzung zwischen kritischen Bürgern und BüM/Gemeinderat. )

Seit Herbst 2018 wird das Gesamtkunstwerk des bisher wenig konstruktiven Streits überdies noch von mir besenft. Weiterlesen

TS05/19: Schön, dass ich helfen konnte: Korrektes Impressum beim Partner der Gemeinde Langenargen

Meine mehrtägige Feldstudie „Publizieren im Internet ohne Zugang zum Internet“ ist abgeschlossen. Es geht tatsächlich nicht! Studiert habe ich dabei vor allem das Feld auf meinem Schreibtisch, wo sonst der PC steht.

Zurück im WWW erwartet mich: Freude! In wenigen Monaten zum zweiten Male darf SaSe die Früchte meiner Arbeit genießen. Ja, doch, es ist auch Stolz dabei! Erst konnte ich durch diesen TagesSenf erreichen, dass erkrankte Bürger in Langenargen im dortigen Amtsblatt Montfort-Bote künftig die korrekte Notfallnummer finden, so sie denn ärztlichen Beistands bedürfen. Ein Novum in Langenargen – trotz oder wegen der Tatsache, dass die Redaktion für das Langenargener Amtsblatt in den Händen von Redakteuren der Schwäbischen Zeitung liegt?

Um das Maß meiner Lorbeerkränze vollzumachen, verfügt die Internetpräsenz des „Freien“ Mitarbeiters der Schwäbischen Zeitung Andy Heinrich NACH diesem TagesSenf auf einmal über ein korrektes Impressum: Weiterlesen

TS04/19: Ein paar kluge Gedanken zum Datenklau-Hype mit regionaler Relevanz

… von Peter Groß auf Forum Langenargen (Rubrik „Tourismus„; Beitrag vom 08.01.2019), der die notwendige Einordnung der beunruhigenden Sensibilitätsunterschiede von Politikern zum Thema Datensicherheit aufzeigt – mit besonderem Bezug zur Tourismus-Region Bodensee und der oberheiklen Datensicherheitsfrage im Umfeld der Echt-Bodensee-Card.

 

 

TS03/19: Deutsche Bodensee Tourismus GmbH: Frau und Herr Stegmann sind weder verwandt noch verschwägert

Welch hoffnungsvolles Zeichen für das neue Jahr und das nächste Agenda-Thema für diesen Blog: Auf eine kurze Presseanfrage per E-Mail vom 23. Dezember 2018, also ein Tag vor Weihnachten, antwortet die angefragte neue Geschäftsführerin der Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) Ute Stegmann am 3. Januar 2019 telefonisch und vorbehaltlos freundlich die gestellte Frage.
Wow. Und das, obwohl sie offiziell erst am 7. Januar 2019 ihre Arbeit wieder aufnimmt.

Anlass für meine Presseanfrage war – wieder einmal – die defizitäre Berichterstattung von Südkurier und Schwäbische Zeitung. Beide hatten schon im Oktober 2018 über den Personalwechsel an der Spitze der hoch umstrittenen DBT berichtet. Die Schwäbische Zeitung am 16.12.2018 mit: „Ute Stegmann wird neue DBT-Geschäftsführerin“ und der Südkurier, es schreibt die von SaSe so sehr geschätzte freie Mitarbeiterin Katy Cuko,  am 17. Oktober 2018 mit „Echt-Bodensee-Card und viel Bewegung hinter den Kulissen: DBT-Geschäftsführer Enrico Heß geht“.

Cuko fasst in ihrem Artikel sehr übersichtlich die vielen Probleme der DBT sowie die breite Kritik an dieser Gesellschaft zusammen: ein 2017 erwirtschaftetes Defizit in Höhe von fast 500.000 Euro, die mangelnde Begeisterung vieler Gastgeber am See für die Echt-Bodensee-Card (EBC), die ausstehende politische Einigung zwischen Bodenseekreis und Landkreis Konstanz zur Einführung einer überregionalen Gästekarte ab 2020 für das deutsche Bodenseeufer etc. Weiterlesen

TS02/19: Ostrach: Die traumatische Kindheit des Christoph Schulz

Die herbeigelogene Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit führt gelegentlich zu Selbstentblößungen, die der Menschheit auch besser erspart geblieben wären. Die schlimme Kunde von einem besonders erschütternden Fall übermittelt Politikinteressierten außerhalb der Reichweite der beiden regionalen Käseblätter Südkurier und Schwäbische Zeitung mein geschätzter Blog-Kollege Franz Schreijäg in seinem Beitrag „Ostrach. Ein Wintermärchen“.

Auf dem Obduktionstisch seiner filigranen Ironie und tiefgründigen Sprachanalyse liegt dieses Mal ein „Interview“ in der Zeitschrift des Verbands der Verwaltungsbeamten in Baden-Württemberg e. V. mit dem Ostracher Bürgermeister Christoph Schulz.
(Hintergrundinfo: Wie solche angeblichen „Interviews“ mit Bürgermeister tatsächlich ablaufen, belegt dieses irreguläre Beispiel, das auch immer noch der Kuratierung durch SaSe harrt.) Weiterlesen

TS01/19: Langenargen: Einordnungshilfen zu einem Jubelbericht über Integration

Das neue Jahr hat begonnen, aber das alte pocht mit bisher (von SaSe) noch nicht kuratierten Meldungen auf seine Langzeitwirkung. Zum Beispiel ein – auch ohne satirischen Impetus –nur als Jubelbericht zu bezeichnender Artikel in der Schwäbischen Zeitung über die Qualität der Integrationsarbeit in den Seegemeinden i. e. Eriskirch, Kressbronn und Langenargen.  In der vornehmen Pflicht der Kuratorin reiche ich den SaSe– und SZ-Leser/innen noch folgende wichtige Informationen zu, die sie für eine sachgerechte Einordnung des bezeichneten Berichts benötigen:

Erstens: Fast möchte man dem Langenargener Bürgermeister Achim Krafft zu seiner vorausschauenden Öffentlichkeitsarbeit gratulieren. Der Jubelbeitrag „In den Seegemeinden funktioniert die Integrationsarbeit gut“ erschien am 17. Dezember 2018. Wenige Tage zuvor muss bei der Gemeinde Langenargen ein drei Seiten umfassendes Widerspruchsschreiben eingegangen sein, das ziemlich exakt und unter Verweis auf konkrete Daten und Fakten den Eindruck zu erwecken in der Lage sein könnte, dass es mit der Integrationsarbeit im Einzelfall dann doch nicht ganz so gut klappert. Dieses Schreiben eines ehrenamtlichen Flüchtlingshelfers, das schwere Vorwürfe gegen Gemeinde, Landratsamt sowie einen der im SZ-Artikel bejubelten Mitarbeiter des „Integrationsteams“  erhebt, liegt dieser Redaktion vor. Weiterlesen

TS19/18: Uhldingen-Mühlhofen: Gemeinderat straft kritischen Bürger ab

In dem sehr nachdenklichen und bedachten Artikel „Alte Schule: Da sind wir dann aufgestanden und gegangen“ berichtet der Journalist Peter Groß einen Vorfall, der mich wieder einmal an den Rand meines Fassungsvermögens bringt:

Vom Gemeinderat W. versuchte ich seit Wochen einen Gesprächstermin zu bekommen. Am 12.12. hat er mich wissen lassen, dass daraus nichts wird, weil ich mich in der Gemeinderatssitzung respektlos und kindisch verhalten hätte gegenüber dem amtierenden Gemeinderat und Bürgermeister. Die Machtdemonstration durch das Aufstehen und gehen bei der Danksagung des Gemeinderats an Bürgermeister Lamm, angeführt durch mich, hätte ihn schwer enttäuscht, so sagte es mir ein Einwohner.
(Peter Groß am 17.12.2018 auf GUM e. V.: „Alte Schule: Da sind wir dann aufgestanden und gegangen“; Hervorhebg. K. B.)

Ein Gemeinderat verweigert einem kritischen Bürger das Gespräch mit dem Hinweis, er habe sich respektlos und kindisch verhalten? Welches Menschenbild beherrscht solche Bürgervertreter, wenn sie glauben, die Wähler für unbotmäßiges Verhalten abstrafen zu dürfen? Und war nicht das Phänomen Gesprächsverweigerung von jeher ein Merkmal von Autokraten? Weiterlesen

TS18/18: Uhldingen-Mühlhofen: Erwachte Räte und eine schwachsinnsnahe Beschlussvorlage

Man muss die Kollegin Caty Kuko beim Südkurier dafür bewundern, wie sachlich und spaßfrei sie hier von der außerordentlichen Gemeinderatssitzung Uhldingen-Mühlhofen am 19. Dezember 2018 mit dem exklusiven Thema Alte Schule berichtet.

Nach der bemerkenswerten Bürgerversammlung am 3. Dezember 2018 in der luxuriösen, aber kaum genutzten Edgar-Lamm-Gedächtnishalle, bekannt auch unter dem bescheidenen Namen Welterbesaal, war der genannte Bürgermeister wohl zu der Erkenntnis gelangt, dass sich die bisherigen Pläne zur Immobilie Alte Schule sowie ein schon gefasster Gemeinderatsbeschluss zum Verkauf derselben bei den Bürgern nicht durchsetzen lassen. Im 180-Grad-Dreh zu seinen Verlautbarungen bei der besagten Veranstaltung war urplötzlich dann von der außerordentlichen Gemeinderatssitzung und sogar einem Bürgerentscheid die Rede.

Erfreulicherweise sind inzwischen auch einige Gemeinderäte aus dem Koma erwacht. Dass es vorrangig Frauen im UM-Gemeinderat waren, die in besagter Sitzung dem gesunden Menschenverstand ein Stimmrecht verschafft haben sollen, wie ich dem Südkurier und Augenzeugenberichten entnehme, gereicht meiner Zunft wieder zur besonderen Zierde. (Übrigens hat der Gemeinderat Uhldingen-Mühlhofen eine ungewöhnlich hohe Frauenquote.) Weiterlesen

TS17/18: Botschaft des Bundesgerichtshofs für Langenargen & Co.?

Zur Erinnerung: Das Amtsblatt Montfort-Bote der Gemeinde Langenargen wird redaktionell von der Schwäbischen Zeitung (SZ) erledigt. Wie Bürger der besonders betrachtenswerten Seegemeinde berichten, wurden zumindest in der Vergangenheit dort auch SZ-Artikel 1:1 übernommen.

Nun gibt es aktuell ein Urteil des Bundesgerichtshofes (Az. I ZR 112/17), dass Amtsblätter den Zeitungen keine Konkurrenz machen dürfen. Im vorliegenden Fall geklagt hatte die Südwest Presse gegen das Stadtblatt in Crailsheim, Kreis Schwäbisch Hall, geklagt, wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet.

In Langenargen und anderen Gemeinden der Region liegt der Fall allerdings anders, denn hier tritt die SZ als Geschäftspartner der Kommunen auf und erledigt in deren Auftrag die Redaktion für den nicht-amtlichen Teil des Amtsblattes. Gelegenheitlich mehr schlecht als recht. Bei der prekären Verquickung zwischen freier Presse und Staat bleibt es aber trotzdem. Die Frage ist, wie die Gerichte zum umgekehrten Fall urteilen würden.

Allerdings: kein Kläger in Sicht?

TS16/18: „Die Anstalt“: Eine ganze Sendung zur fatalen Mega-Stall-Ideologie

Die Macher der ZDF-Kabarettsendung Die Anstalt haben besonders 2015 und 2016 auf diesem Blog viel Kritik zu lesen bekommen. Es hat eher nichts mit SaSe zu tun, aber viele der von mir früher kritisierten Phänomene – insbesondere die ätzende Moralisierer-Attitüde oder etwa auch das Ken-Jebsen-Gedächtsnis-Kabarett  – haben sich inzwischen erledigt; ebenso wie dieser gruselige Denkfunk!

Zwar komme ich über die entblößenden Mails von Max Uthoff immer noch nicht hinweg, aber die Sendung selbst erreicht von Ausstrahlung zu Ausstrahlung neue Höhepunkte satirischer Kunst; etwa die Folge vom 20. November 2018.

Wie gespuckt passend auf das SaSe-Thema 1.000-Kühe-Stall in Ostrach (inklusive des deprimierenden Ausgangs des Petitionsverfahrens im Landtag Baden-Württemberg) beschäftigten sich die Satiriker von Die Anstalt am 18. Dezember 2018 mit dem Ernährungskosmos und der planetenverzehrenden Ideologie der Massentierhaltung. Weiterlesen

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