HInfo16: Energiepark Hahnennest EPH: Das meint Erdgas Südwest zum 1.000-Kühe-Stall

[Aktualisiert am 22.09.2017 mit Link zu der Petition an den Landtag Baden-Württemberg des Aktionsbündnisses gegen den 1.000-Kühe-Stall]

Erdgas Südwest, eine Tochter des Energiekonzerns EnBW, ist mit 40 Prozent an der Biomethangas Hahnennest GmbH beteiligt. Erdgas Südwest will im Ostracher Ortsteil Hahnennest mit einem Investitionsvolumen von 10 bis 13 Millionen Euro eine Flüssiggasanlage errichten, die das „Biogas“ der Agrogasanlage aus dem Energiepark Hahnennest (EPH) mit 20 Prozent Erdgas verflüssigen soll.
Die Regionalpresse berichtete über die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans „Sondergebiet <Regenerative Energie Hahnennest-Fohrenbühl>“ durch den Ostrach Gemeinderat hier und hier[1].


Etikettenschwindel beginnt bei der Gemeinde Ostrach
Der Name des zitierten Bebauungsplans der Gemeinde Ostrach – „Sondergebiet <Regenerative Energie Hahnennest – Fohrenbühl>“  ist meiner Meinung nach inzwischen ebenfalls nicht mehr zutreffend. Durch die Beimischung von Erdgas handelt es sich bei dem Gesamtprojekt eben nicht mehr zu einhundert Prozent um „regenerative Energie“. Diese Fehletikettierung ist meiner Meinung nach weder Versehen noch Versäumnis, sondern symptomatisch für das EPH-Gesamtprojekt, das immer weniger mit regenerativer Energie zu tun zu haben scheint. So etwa ist die Agrogasanlage des EPH hinsichtlich der Nachhaltigkeit möglicherweise nicht zertifiziert.
Die Einschränkung „möglicherweise“ ist notwendig, weil die Betreiber des EPH, die Landwirtsfamilien Rauch, Metzler, Brodmann, König und Kaltenbach nicht nur dazu, sondern auch zu vielen anderen Fragen die Presseauskunft verweigern. Diese bisher nicht vorweisbare Zertifizierung der „Biogasanlage Hahnennest“ müsste eigentlich auch die Firma Geberit umtreiben, die sich ihr ausgefeiltes Nachhaltigkeitskonzept balkenbreit über die Konzernbrust schreibt (siehe dazu auch HInfo14).


Erdgas Südwest beantwortet nur eine von fünf Fragen
Es ist neu und ungewöhnlich, dass ein Erdgas-Unternehmen plötzlich in die unmittelbare Verantwortung für Intensivtierhaltung (1.000-Kühe-Stall), vulgo „Massentierhaltung“, gerät. Denn das zu verflüssigende „Bio“-Gas soll mit Inbetriebnahme des derzeit in Planung befindlichen 1.000-Kühe-Stalls auch aus dem Substrat der dort in reiner Stallhaltung gehaltenen Kühe gewonnen werden. Das Neue, das Ungewöhnliche und das Alarmierende, was sich in Ostrach mit dem – vermutlich als Präzedenzfall zu bewertenden – Projekt Energiepark Hahnennest verbindet, ist diese Verknüpfung von neuen Energien und Massentierhaltung.

Im August 2017 hatte ich deshalb eine ausführliche Presseanfrage an Erdgas Südwest gerichtet. Aufgrund urlaubsmäßiger Abwesenheit Verantwortlicher schleppte sich die Presseauskunft über vier Wochen lang hin. Am 15. September 2017 dann erhielt ich die gewünschte Stellungnahme.

Die allerdings lässt schmerzhaft zu wünschen übrig. Denn der größere Teil meiner insgesamt fünf Fragen wurde gar nicht beantwortet: vier. Stattdessen enthält die Presseauskunft dazu folgenden summarischen Hinweis:

Ihre ersten vier Fragen beziehen sich auf Unternehmen der Gesellschafter der Energiepark Hahnennest GmbH. Daher möchten wir hierzu keine Bewertung oder Stellungnahme abgeben. Bitte wenden Sie sich dafür direkt an die jeweilige Gesellschaft.
(Zitat aus Presseauskunft Erdgas Südwest an Redaktion SatireSenf.de vom 15.09.2017)

„Bitte wenden Sie sich dafür direkt an die jeweilige Gesellschaft“? Genau das habe ich getan. Aber die Verantwortlichen dort – etwa Thomas Metzler und Simon Rauch als Geschäftsführer des EPH – erteilen,wie schon erwähnt, keine Auskunft.
Überdies betreffen die Fragen Nr. 2 und  Nr. 3 exakt die Gesellschaft, an der Erdgas Südwest beteiligt ist. Es ist die Biomethangas Hahnennest GmbH.

Keine Antwort zu heiklen Fragen ist auch eine Antwort! Wenn Erdgas Südwest sich nicht zur Biomethangas Hahnennest GmbH äußern will, an der der Energieversorger selbst beteiligt ist, hat das ganz bestimmt Gründe?

Nachstehend die Fragen, welche Erdgas Südwest unbeantwortet lässt:

  1. 1. Wie bewertet die Erdgas Südwest als Geschäftspartner und Teilhaber der Biomethangas Hahnennest GmbH das weit verzweigte Firmengeflecht ihrer Partner in Hahnennest?
    2. Welche Notwendigkeiten oder Vorteile veranlassten die Unternehmensgründung der Biomethangas Hahnennest GmbH als eigenes Unternehmen für den Vertrieb?
    3. Sind in Verbindung mit der Biomethangas Hahnennest GmbH weitere Unternehmensgründungen geplant? Wenn ja: Welche weiteren Unternehmen sind derzeit geplant? Aus welchen Notwendigkeiten ergeben sich diese weiteren Firmengründungen?
    Erdgas Südwest selbst hat ihre Unternehmensbeteiligung an der Biomethangas Hahnennest GmbH(nachfolgend abgekürzt mit „Biomethan“) durch eine Pressemitteilung und auch auf ihrer Homepage bekannt gemacht. Zu der Information über diese Unternehmensbeteiligung gelangt aber nur derjenige, der auch über Erdgas Südwest sucht oder den dazu erschienen Artikel in der Schwäbischen Zeitung kennt. Die EPH selbst verschweigt die Biomethan vollständig. Auf der Homepage der EPH wird sie nirgends erwähnt; auch nicht im Impressum.
    4.Wie bewertet es Erdgas Südwest, dass ihr Partner Energiepark Hahnennest GmbH die Biomethangas Hahnennest GmbH verschweigt und sie mit keinem Wort auf ihrer Internetpräsenz erwähnt? Hält Erdgas Südwest dieses Geschäftsgebaren für transparent und vertrauenswürdig?
    (Presseanfrage von Karin Burger an Erdgas Südwest vom 12. August 2017)


Eine Antwort weiß das Handelsregister
Es ist  kein gutes Zeichen, wenn Unternehmen Antworten verweigern. Allerdings lässt sich auf diese oder jene Frage auch anderswo Antwort finden. Etwa im Handelsregister, das den Gesellschaftsvertrag der – meiner Meinung nach massiv beschwiegenen – Biomethangas Hahnennest GmbH zugänglich macht. Dort heißt es unter Paragraf 2 Gesellschaftszweck:

(1) Unternehmensgegenstand ist die Energieerzeugung, der Energiehandel und die Energiebelieferung sowie die Erbringung von Energiedienst- und Contractingleistungen in den Geschäftsfeldern erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energieerzeugung und –versorgung und nachhaltige Mobilität.
[…]
(3) Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere Unternehmen zu gründen, zu erwerben und sich an ihnen zu beteiligen. Sie kann solche Unternehmen ganz oder teilweise unter einheitlicher Leitung zusammenfassen. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen ausüben oder ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern oder verbundenen Unternehmen überlassen und sich selbst auf die Leitung und Verwaltung ihrer verbundenen Unternehmen beschränken.
(Handelsregister Gesellschaftsvertrag der Biomethangas Hahnennest GmbH in der Fassung vom 26.04.2017; Hervorheb. SaSe)

Die Gründung, der Erwerb und die Beteiligung an weiteren Unternehmen rund um den EPH sind also ausdrücklicher Gesellschaftszweck der Biomethangas Hahnennest GmbH, an der Erdgas Südwest beteiligt ist. Es zetert also die schrille Frage im Raum, warum Erdgas Südwest sich dazu niciht äußern will.
Andererseits ist es auch nicht gerade beruhigend, wenn das ohnehin schon weitläufige Firmengeflecht rund um den EPH noch erweitert werden soll.


Erdgas Südwest und das Kuhwohl: Von Menschen ist nicht die Rede
Lediglich die fünfte Frage in der SaSe-Presseanfrage wird von Erdgas Südwest beantwortet. Sie lautete:

Der „Energiepark Hahnennest“ soll später auch mit den Stoffwechselendprodukte der Tiere aus dem projektierten „Milchpark Hahnennest“ mit 1.000 Kühen in konventioneller Massentierhaltung beschickt werden. Erdgas Südwest als Gesellschafter der Biomethangas Hahnennest GmbH steht somit in unmittelbarer Verbindung mit Massentierhaltung, die abgesehen von den tierethischen Fragen auch aufgrund ihrer ökologischen Folgelasten in der Kritik steht. Erdgas Südwest bewirbt ihre Produkte und Technologien mit den Attributen „umweltschonend“, „ökologisch“ und „intelligent“. Wie vertragen sich diese Selbstzuweisungen mit der Tatsache, dass Ihr Unternehmen an Massentierhaltung beteiligt ist?
(Presseanfrage von Karin Burger an Erdgas Südwest vom 15.08.2017)

Die Antwort von Erdgas Südwest ist ausführlich und wird hier ungekürzt wiedergegeben:

Erdgas Südwest GmbH engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich erneuerbare Energien. Außerdem sind uns Werte wie Regionalität und Nachhaltigkeit besonders wichtig. In diesem Zusammenhang haben wir uns zu einer Zusammenarbeit mit der Energiepark Hahnennest GmbH entschlossen. Auf dem Gelände des Energiepark Hahnennest soll die erste deutsche biohybrid- Anlage als Speicher für erneuerbare Energien entstehen. Aufgrund der infrastrukturellen Rahmenbedingungen ist dieser Standort bestens für unser Bauvorhaben geeignet. Das für unsere biohybrid-Anlage benötigte Biogas wollen wir von der Energiepark Hahnennest GmbH beziehen.
Auch von unseren Geschäftspartnern erwarten wir, dass sie unsere Anforderungen an Regionalität und Nachhaltigkeit erfüllen. Daher haben wir uns eingehend über das Bauvorhaben des Milchpark Hahnennest informiert. Mit dem neuen Milchviehstall erweitern und modernisieren die vier Landwirte des Milchpark Hahnennest ihre Milchviehhaltungen. Das ermöglicht zusätzlich zur Milchproduktion, dass das bisher zugekaufte Güllesubstrat für die Biogasanlage durch die eigene Milchviehhaltung ersetzt werden kann.
Unseres Erachtens ist für das Kuhwohl nicht allein die Anzahl der Tiere im Stall entscheidend, sondern insbesondere auch die baulichen Gegebenheiten, Stallklima und ein funktionierendes Stallmanagement. Dass der neue Stall dabei alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen wird, ist eine Selbstverständlichkeit. An vielen Stellen gehen die Planungen sogar über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So schreibt zum Beispiel die Nutztierhaltungsverordnung einen Übergang alle 15 Liegeplätze in einer Breite von 2,50 Meter vor. Im neuen Kuhstall wird es alle 11-13 Plätze einen mindestens 4 Meter breiten Übergang geben. Insgesamt hat uns das moderne Konzept des flächendeckend klimatisierten Laufstalls und die aufwendige Technik überzeugt. Weitere Aspekte zum Baurecht, Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz sowie des Tierschutzes werden zudem im Genehmigungsverfahren geprüft und wo notwendig mit entsprechenden Auflagen versehen.
Im Zeitalter der Energiewende werden wir uns künftig noch stärker mit dem Thema erneuerbare Energien und einer nachhaltigen Energieversorgung beschäftigen. Wir sind sicher, dass wir mit unserer biohybrid-Anlage hier einen Beitrag leisten können.
(Presseauskunft von Erdgas Südwest an Karin Burger vom 15.09.2017; Hervorhebg. SaSe)

Abgesehen von weiteren Stichworten, die von mir in der Presseauskunft schon durch Fettdruck hervorgehoben wurden, erstaunt an dieser Antwort die Tatsache, dass Erdgas Südwest ausschließlich vom Tierwohl schreibt. Von den vielen Aspekten der Intensivtierhaltung,  welche die Menschen und die Natur betreffen, ist nicht die Rede.
Diese Aspekte – z. B. Nitratbelastung Grundwasser, Antibiotika-Einsatz in Massentierhaltungen, dadurch Entwicklung multiresistenter Keime etc. – werden aber in der Bittschrift des Aktionsbündnisses gegen den 1.000-Kühe-Stall an den Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg thematisiert.
Diese Bittschrift von dieser Petition zu unterscheiden.

Strategisch ist es nachvollziehbar, dass sich Erdgas Südwest in der Antwort auf die weichste Stelle – das Tierwohl – bezieht. Die Tatsache aber, dass in der Presseantwort vom Menschenwohl und den ökologischen Aspekten des 1.000-Kühe-Stalls so gar nicht die Rede ist, besorgt.

Und es passt zu der erschütternden Äußerung, welche die Erdgas-Südwest-Vertreterin Melanie Gimmy in der Ostracher Gemeinderatssitzung vom 4. September 2017 (wiederholt) gemacht hat. Auf die Frage nach der Explosionsgefahr rund um die geplante Flüssiggasanlage, etwa am Beispiel eines Gastankzuges, meinte sie großzügig: „Da steht nichts Schützenswertes“ (vgl. auch Screenshot hier).

„Da“ ist der Ortsteil Hahnennest und der Bereich der geplanten Flüssiggasanlage im Umkreis von 100 Metern, der von einer solchen Explosion betroffen sein könnte. Für den Fahrer des angenommenen Gastanklastzuges, der eine solche Explosion möglicherweise nicht überleben würde, stünde dann immerhin schon ein flotter Grabspruch parat: „Da stand nix Schützenswertes“.
In welcher Entfernung von so einer Worst-Case-Explosion sich der 1.000-Kühe-Stall befinden wird, darüber liegen (mir) keine Angaben vor. Aber die Nähe der verschiedenen Module (1.000-Kühe-Stall, „Biogasanlage“, Flüssiggasanlage) zueinander wird gerade als Vorteil des Projekts beworben.

Es schockieren die Lässigkeit und der Zynismus, mit der hier die Erdgas-Südwest-Vertreterin mit möglichen Gefahren umgeht.
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Exkurs: Landwirtschaft 4.0?
Voll schräg: Ein Erdgas-Versorger, der ohne jede Qualifikation in dem besagten Themenbereich dem Verbraucher die Vorzüge der Intensivtierhaltung erklärt – ist das Landwirtschaft 4 Punkt null? Gut möglich. Vielen der zahlreichen Kritiker des Megastalls Ostrach gilt das EPH-Projekt ohnehin als Präzedenzfall. Ethischer Tabubruch inklusive: Kühe nicht nur oder primär aufgrund des durch sie gewonnenen Lebensmittels zu halten, sondern – mutmaßlich hauptsächlich (der Milchpreis kann es ja nicht sein) – zur schieren Versilberung ihrer Stoffwechselendprodukte.  Wenn sich Ostrach-Hahnennest in den Augen der Investoren „rentiert“, wird die Intensivtier- bzw. Massentierhaltung ein Revival erleben, das den Tierrechtlern nicht nur noch viel Arbeit bescheren wird, sondern ihre stärkste Waffe – die Forderung des Veganismus – komplett stumpf macht. „Gaskühe“ sind die Zukunft und vertragen sich ganz prima mit einem europaweiten Veganismus.

Dabei steht der exzessive Grad an Widersinn, an ökonomischen wie ökologischen Unsinn einer von europäischer Wachstumsideologie geknechteten Landschaft längst fest. Am vergangenen Montag fand dazu in Bad Saulgau eine Wahlkampfveranstaltung von Bündnis 90 / Die Grünen statt (hier von SaSe angekündigt). Einen exzellenten Artikel über diese extrem gut besuchte Veranstaltung, der alle wichtigen Beiträge in der lebhaften Diskussion benennt, hat die Kollegin Anita Metzler-Mikuteit verfasst.

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Grünen-Veranstaltung Bad Saulgau 18.09.2017 zur Zukunft der Landwirtschaft. EPH-Unternehmer Georg Rauch war - wie schon bei ähnlichen Veranstaltungen zuvor - ebenfalls anwesend und kritisierte die Europaabgeordnete Maria Heubuch sowie den GRÜNEN-Bundestagskandidaten Erwin Feucht. Da ich selbst zu diesem späten Zeitpunkt auf der Veranstaltung nicht mehr anwesend war, verweise ich gern auf die pointierte Notiz dazu im Artikel von Anita Metzler-Mikuteit. Foto: Regionalbüro Maria Heubuch

Grünen-Veranstaltung Bad Saulgau 18.09.2017 zur Zukunft der Landwirtschaft. EPH-Unternehmer Georg Rauch war – wie schon bei ähnlichen Veranstaltungen zuvor – ebenfalls anwesend und kritisierte die Europaabgeordnete Maria Heubuch (am Pult) sowie den GRÜNEN-Bundestagskandidaten Erwin Feucht. Da ich selbst zu diesem späten Zeitpunkt auf der Veranstaltung nicht mehr anwesend war, verweise ich auf die pointierte Notiz dazu im Artikel (letzter Absatz) von Anita Metzler-Mikuteit.
Foto: Regionalbüro Maria Heubuch


Stichwort Nachhaltigkeit
Erdgas Südwest verwendet den Begriff „Nachhaltigkeit“ für sich und das Projekt in Hahnennest. Ich stelle diese behauptete „Nachhaltigkeit“ ausdrücklich infrage. Wenn Nachhaltigkeit der EnBW-Tochter wirklich so wichtig wäre, warum kann der EPH dann kein entsprechendes Zertifikat der zahlreich vorhandenen Biogasanlagen-Zertifizierer vorweisen?

Auch durch die Beimischung von Erdgas, einer nicht regenerativen Energie, wie sie in der projektierten Hybrid-Flüssiggasanlage in Ostrach-Hahnnenest vorgesehen ist, entlarvt sich der Nachhaltigkeitsanspruch von Erdgas Südwest als nicht hundertprozentig erfüllbar.

Genau deshalb werden meiner Meinung nach auch so völlig inhaltsleere und unverständliche Begriffe wie „Biohybrid-Anlage“ verwendet. Von „Gas“ ist bei diesem hohlen Plastikwort schon nicht mehr die Rede. Natürlich nicht, denn Erdgas ist keine erneuerbare Energie. Und das „Bio“ im Namen der Agrogasanlage Energiepark Hahnennest ist mit der Verwendung von Substrat aus Intensivtierhaltung nach Meinung vieler Kritiker ebenfalls hinfällig.

[1]: Obsoleter Link, weil der Südkurier den usprünglich kostenlos verfügbaren Artikel nach meinem Beitrag TS09/17 hinter die Bezahlschranke gezogen hat: http://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/ostrach/Neue-Biohybridanlage-Laermschutz-bewegt-die-Buerger;art372569,9400647. Diesen Vorgang wiederum hat SaSe hier dokumentiert und kommentiert.
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Bisher erschienene SaSe-Beiträge zum Thema 1.000-Kühe-Stall in Ostrach:
+ HInfo8: Mehr als 30.000 Unterschriften gegen den Mega-Kuhstall in Ostrach
+ TS03/17: Zu unterschreitende Grenzwerte nicht nur bei Dieselautos
+ HInfo9: 1.000-Kühe-Stall und die Technischen Werke Schussental: Massentierhaltung, wenn sie denn genehmigt
+ HInfo10: 1.000-Kühe-Stall Ostrach: Ehemaliger TWS-Aufsichtsrat appelliert an Minister Manfred Lucha und TWS-Aufsichtsratkollegen
+ HInfo11: 1.000-Kühe-Stall Ostrach: Die Position von Bürgermeister Christoph Schulz
+ TS05/11: Ein Schnäppchen auf dem Ostracher Ku’Damm und keine Massentierhaltung in Hahnennest
+ HInfo12: 1.000-Kühe-Stall: Eine dolle Einladung von und in den Energiepark Hahnennest

+ HInfo13: Feldlerche sucht neues Zuhause oder:  So spritzen und düngen Sie Ihre Lügen-Silphie richtig
+ HInfo14: Energiepark Hahnennest: Kein 1.000-Kühe-Stall mit Geberit?
+
TS08/17: Energiepark Hahnennest antwortet ein bisschen

+ HInfo15: Erdgas Südwest Flüssiggasanlage: Südkurier-Artikel mit inhaltlichem Fehler verschwindet
+ TS11/17: Veranstaltungshinweis: Film & Diskussion „Gute Landwirtschaft für ein gutes Leben“


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