HInfo11: 1.000-Kühe-Stall Ostrach: Die Position von Bürgermeister Christoph Schulz

Eine allgemeine Einführung ins Thema „1.000-Kühe-Stall in Ostrach“ findet der Interessierte in den bisher auf diesem Blog dazu erschienenen Artikel (siehe Liste derer am Ende von diesem Beitrag). Eine bedeutsame Weiche hat das Projekt-Gesamtpaket, bestehend aus der sogenannten Biogasanlage Hahnennest und dem sogenannten Milchpark Hahnennest, im Gemeinderat Ostrach passiert. Dort wurde im Jahr 2016 ein Bebauungsplan „Sondergebiet Milchpark Hahnennest“ aufgestellt. Dieser Verfahrensschritt ist deshalb bemerkenswert, weil die einschlägigen Verwaltungsrechtsexperten den Kommunen die Maßnahme „Erstellung eines Bebauungsplans“ anraten, um solche Projekte wie den 1.000-Kühe-Stall zu verhindern. Das Gegenteil ist in Ostrach der Fall, wo der Gemeinderat im Jahr 2017 auch den dazugehörigen Bauanträgen zugestimmt hat.

Die Widerstande gegen den Doppelpack Agrogasanlage & Milchpark Hahnennest sind massiv und umfassend. Es meldeten sich zusammen mit insgesamt über 1.200 Einwendungen gegen das Projekt unter anderem Naturschutzverbände wie der BUND und Nabu, der Berufsverband Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die GRÜNEN im Landkreis Sigmaringen und viele andere mit ihren jeweiligen Bedenken zu Wort. Ein Aktionsbündnis sammelte auf der Internetplattform Campact bisher schon über 30.000 Unterschriften gegen den 1.000-Kühe-Stall, deren erster Schub Anfang August 2017 der Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle übergeben wurde. Anfang Juli 2017 bekundeten über 200 Teilnehmer auf einer Protestveranstaltung in Sigmaringen ihre emotionale Betroffenheit darüber, dass dieses Projekt mit Unterstützung der Gemeinde Ostrach seinen ungehinderten Lauf nimmt.
An dieser Stelle eine Gedenkminute für die Demokratie.

Angesichts dieses breiten und mit vielen sachlichen Argumenten gestützten Widerstandes sind die diversen Pro-Entscheidungen des Ostracher Gemeinderats für den 1.000-Kühe-Stall mit all seinen Begleiterscheinungen für viele Kritiker nicht nachvollziehbar. Deshalb liegt es nahe, den Ostracher Bürgermeister Christoph Schulz (CDU) nach Gründen zu fragen. Weiterlesen

TS04/17: Ein Hammer-Charmebolzen bei der Gemeinde Leibertingen

Der Morgen, wenn er früh ist … und man trotzdem und deshalb einen Anruf verpasst hat. Die Sprachbox berichtet Erstaunliches. Es spricht ein Beamter der Gemeindeverwaltung Leibertingen. Das ist schon mal an sich spannend, weil ich außer dem hier noch nie etwas mit der Gemeinde Leibertingen zu tun hatte. Und auch einwohnertechnisch nicht in deren Zuständigkeit falle. Dazu bin ich viel zu happy über „meinen“ Sauldorfer BüM Wolfgang Sigrist. Denn wir Sauldorfer hatten da schon weit üblere Zeiten! Konnten wir aber an Pfullendorf abdrücken!

Mein persönlicher Assistent Sprachbox richtet mir des Weiteren von der Gemeinde Leibertingen aus, dass eine Baulast jetzt erreichbar wäre. Hammer! Nicht dass ich ohnehin schon genug Lasten hätte, aber Baulast ist neu.  Mein bau- und verwaltungsrechtliches Wissen ist ohnehin massiv ausbaufähig, aber bisher hatte ich vermutet, dass mit „Baulasten“ nur Grundstückseigentümer beschäftigt sein können. Winkt hier etwa ein soziales und vermögenstechnisches Upgrade? Weiterlesen

HInfo10: 1.000-Kühe-Stall Ostrach: Ehemaliger TWS-Aufsichtsrat appelliert an Minister Manfred Lucha und TWS-Aufsichtsratkollegen

Claus Raach, ehemalige Gemeinderat der GRÜNEN in Weingarten, ist auch ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrats der Technischen Werke Schussental (TWS). Die TWS sind Kooperationspartner der Agrogasanlage Energiepark Hahnennest (EPH) in Ostrach, Landkreis Sigmaringen. Die Landwirte, die hinter der EPH stehen, betreiben jetzt schon Massentierhaltung. Diese Massentierhaltung soll in Zukunft massiv ausgedehnt werden. Im Ortsteil Hahnennest von Ostrach ist der Bau eines 1.000-Kühe-Stalls geplant.

Die TWS und deren Verknüpfung mit diesem Massentierhaltungsprojekt sind Thema dieses SaSe-Artikels. Dass die TWS jetzt mit Massentierhaltung etwas zu tun haben, hat Claus Raach erst durch meinen gestrigen Artikel erfahren.

In Reaktion auf diese aktuelle Information über die Geschäfte der TWS, zu deren ehemaligen Aufsichtsräten etwa auch Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration der Landesregierung Baden-Württemberg, gehört, hat Claus Raach einen Brief an Minister Manfred Lucha, an seine ehemaligen und die aktuellen Aufsichtsratskollegen sowie an die Presse geschrieben. Weiterlesen

HInfo9: 1.000-Kühe-Stall und die Technischen Werke Schussental: Massentierhaltung, wenn sie denn genehmigt

Die Technischen Werke Schussental GmbH & Co. KG ist, zitiert nach Wiki, „ist eine in den Bereichen Energieversorgung, Wasser und Transport tätige kommunale Unternehmensgruppe aus dem Landkreis Ravensburg. Das Unternehmen ist 2001 aus der Fusion der Stadtwerke der im Schussental gelegenen Städte Ravensburg und Weingarten hervorgegangen. Beteiligt wurde außerdem die EnBW als finanzieller Partner. 2007 erfolgt die Gründung einer Netzgesellschaft TWS Netz GmbH als Tochtergesellschaft. Zu den Produkten der Technischen Werke Schussental gehören die Versorgung mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser. Außerdem sind sie Dienstleister für die Bereiche Parkierung, ÖPNV und Bäder.“

Auf den Merkzettel: „Beteililgt wurde außerdem die EnBW als finanzieller Partner.“


Hoher Anspruch
Das Unternehmen wirbt mit dem nicht gerade unbescheidenen Anspruch „das Richtige tun“.
Das setzt voraus zu wissen, was denn das Richtige sei. Diese Frage zu beantworten ist nicht leicht; heute weniger denn je. Und vor allem – zumal auch hier wieder die EnBW mit von der Partie ist – „das Richtige tun“ – für wen?

Der Frage nach dem richtigen Tun für wen kommt der Betrachter, Verbraucher und Konsument dort ein Stück näher, wo er die Kooperation der TWS mit dem Gesamtpaket der Agrogasanlage Hahnennest (Ostrach, Landkreis Sigmaringen), firmierend unter Energiepark Hahnennest (EPH),  und dem von den identischen Unternehmern dort projektierten 1.000-Kühe-Stall beleuchtet. Die TWS werben mit dieser Kooperation und dem Anspruch einer „starken Partnerschaft für das Grundwasser“.

Grundwasser ist ein gutes Stichwort. Der BUND und die Grünen im Landkreis Sigmaringen etwa sorgen sich im Kontext mit dem 1.000-Kühe-Stall um die Qualität des Grundwassers.

Deren Sorge scheinen die TWS – siehe unten – nun so gar nicht zu teilen. Weiterlesen

TS03/17: Zu unterschreitende Grenzwerte nicht nur bei Dieselautos

Der SatireSenf.de-TagesSenf beschäftigt sich im Moment und bis auf Weiteres mit dem aktuellen Schwerpunktthema dieses Blogs rund um die Agrogasanlage „Biogasanlage Hahnennest“ und den 1.000-Kühe-Stall im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ostrach im Landkreis Sigmaringen. Dabei versuche ich fortlaufend auch, die Manipulation der Leser, Verbraucher und Bürger durch invasiv verwendete Euphemismen (z. B. „Biogasanlage“, die mit angeblichen „Abfallprodukten“ bestückt werde etc. – siehe auch hier), offensichtliche Widersprüche und inhärente Realsatire herauszuzisilisieren.

+++ Erdgas Südwest, die Biohybrid-Anlage und das Modalverb „soll“
Wie die Schwäbische Zeitung (mit betrüblich vielen Rechtschreib- und Tippfehlern; für Jugendliche unter 16 Jahren nicht zu empfehlen) berichtet, hat Erdgas Südwest auf einer Veranstaltung im Kalkreuter Feuerwehrhaus die Ostracher Bürger über die geplante Biohybrid-Anlage (Investitionsvolumen: 13 Millionen Euro!) im Ortsteil Hahnennest informiert. Die Artikel-Headline lautet „Lärm soll unter Grenzwerten liegen“.
Senf: „Soll“ – wir falten die Hände zum Gebet. Grenzwerte gleich welcherart und die von der Industrie behauptete Skalierung ihrer Produkte unterhalb dieser, sind im Moment ein hochexplosives (!) Reizthema … und deshalb eigentlich in der Nähe von Gas zu vermeiden? Offensichtlich mache die Anlage auch so viel Lärm, dass Schallschutzmaßnahmen notwendig sind. Klingt stringent ökologisch. Weiterlesen

HInfo8: Mehr als 30.000 Unterschriften gegen den Mega-Kuhstall in Ostrach

Wie hier schon angekündigt, bedarf der Landkreis Sigmaringen und daselbst besonders die dortige Kommunalpolitik dringend mehr kritischer, von den Meinungsmonopolisten vor Ort unabhängiger Publizistik. Auch wenn erste zaghafte Ansätze, in diesem Fall auf dem im Landkreis Sigmaringen liegenden Ort Ostrach begrenzt, hier und hier schon zu beobachten sind.

Wir fokussieren uns zunächst auf Ostrach: Da tun sich – durchaus auch für die Satire geeignete – Abgründe auf. Etwa zwischen dem von Ostracher Bürgern kolportierten Stimmungsbild zu relevanten Bauvorhaben des Orts, wie ihn mir ein Gemeinderat vergangene Woche vermittelte, und der Tatsache, dass eine – vom der Schwäbischen Zeitung als „Bürgerinitiative“ bezeichnete, von den Aktivisten aber präferiert als „Aktionsbündnis“ zu labelnde Menschengruppe inzwischen auf der Internet-Plattform Campact 30.411 Unterschriften gegen das Vorhaben von diesen vier Ostracher Landwirtsfamilien gesammelt hat. Auch wenn die Petition weiterläuft, übergaben die Vertreter der Bürgerinitiative am 1. August 2017 die bisher gesammelten Unterschriften an die Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle.

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Die Vertreterinnen des Aktionsbündnisses gegen den 1000-Kühe-Stall in Ostrach übergaben am 1. August 2017 eine Unterschriftenliste mit 30.411 Protestzeichnungen im Landratsam Sigmaringen an die Landrätin Stefanie Birkle. Das stolze Zeichnungsergebnis präsentieren von links nach rechts: Viola Hauser (Aktionsbündnis), Annamarie Waibel (BUND Pfullendorf), Carola Selg (Aktionsbündnis), Diana Hüsgens (dito) und Sabine Massler vom Verein Lebenshilfe Kuh & Co. Nicht mit auf dem Bild, da Fotograf, gehört zum agierenden Bündel auch Gerhard Fischer von Bodensee vegan. Damit wir den Beitrag überhaupt bebildern können, müssen wir eben ohne sein Konterfei auskommen. Foto: Gerhard Fischer

Die Vertreterinnen des Aktionsbündnisses gegen den 1000-Kühe-Stall in Ostrach übergaben am 1. August 2017 eine Unterschriftenliste mit 30.411 Protestzeichnungen im Landratsam Sigmaringen an die Landrätin Stefanie Birkle. Das stolze Zeichnungsergebnis präsentieren von links nach rechts: Viola Hauser (Aktionsbündnis), Annamarie Waibel (BUND Pfullendorf), Carola Selg (Aktionsbündnis), Diana Hüsgens (dito) und Sabine Massler vom Verein Lebenshilfe Kuh & Co. Nicht mit auf dem Bild, da Fotograf, gehört zum agierenden Bündel auch Gerhard Fischer von Bodensee vegan. Damit wir den Beitrag überhaupt bebildern können, müssen wir eben ohne sein Konterfei auskommen.
Foto: Gerhard Fischer

Übrigens scheint die Nachricht zur Übergabe der Protestzeichnungen positive Wirkungen auf die Petition selbst zu haben. Denn inzwischen [Stand: 02.08.17 um 12.11 Uhr] verzeichnet die Petition schon 31.039 Unterzeichner. Es sind also über Nacht noch einmal über 600 Protestvoten dazu gekommen. Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass die auffallend unkommunikativen Ostracher Gemeinderäte (zu dieser provokanten These später mehr) sich davon beeindrucken lassen.

Die Schwäbische Zeitung hat tagesaktuell berichtet. Und auf RegioTV findet der Interessierte ab etwa Minute 3:0 einen kurzen Videobericht von der Übergabe. Weiterlesen

TS02/17: Realsatire im Landkreis Sigmaringen und Kopfnuss für die Hamburger Pressekammer

Übrigens: Eventuell wird es in naher Zukunft auf diesem Blog konzentrierter um Satire in der politischen Praxis gehen. Und zwar in der politischen Praxis auf Kommunalebene; aus gegebenem Anlass namentlich im Landkreis Sigmaringen. Da steppt der Satire-Bär, dass Tucholsky seine Freude gehabt hätte. Ein besonders effektiver Emittent realsatirischen Widersinns ist die Gemeinde Ostrach im Landkreis Sigmaringen. Entsprechend lautet TOP 1 des heutigen Tagessenfes:

+++ Die Gemeinde Ostrach und ihre berittenen Boten
Kritische Stimmen sucht der Satirefreund im Landkreis Sigmaringen besser mit der Lupe. Eine derer – noch dazu in tadellosem Akademikerduktus ohne jede Polemik (also ganz anders als SaSe) – verlautbart sich auf dem Blog Schönes Ostrach von Franz Schreijäg.

Der engagierte Bürger bemüht sich seit Jahren, seiner Gemeinde Transparenz anzudienen, wo diese jene nun doch partout nicht haben möchte. So kritisiert Schreijäg belegt die fehlende ZEITNAHE Veröffentlichung der Protokolle von Gemeinderatssitzungen. Zu seinem berechtigen Anliegen, die Gemeinde Ostrach irgendwie in Deckung mit der Gemeindeordnung Paragraf 41 b (bestehend seit 2015!) zu motivieren, wandte sich der Brave auch an den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Dr. Klaus Burger. (Die Herausgeberin dieses Blogs legt äußersten Wert auf die Feststellung, dass sie mit dem Gleichnamigen weder verwandt noch verschwägert ist, ja nicht einmal Sympathien hegt. Um das Mindeste zu sagen.)

Der Erfolg dieses bürgerlichen Hilfeschreis blieb mehr als bescheiden; und damit in seinem Ergebnis bekannt betrüblich. Weiterlesen

TS01/17: Laut gelacht: Familienente

Das Thema „Ehe für alle“ bietet den Vorteil, dass dabei tatsächlich jeder ein Experte ist. In der teilweise oberabstrusen gesellschaftlichen Diskussion blitzen Perlen auf. So etwa in dem Meedia-Bericht „‚Das ist eine Familie‘: AfD macht sich nach ‚EhefuerAlle-Posting zum Twitter-Gespött“. Auf ein von der AfD gepostetes Belehrungsbild „Das ist eine Familie“ antworten die User mit ihren Familienbildern.
Die ganz besondere Qualität dieser Diskussion fasst dann der Tweet von LGLN ins umwerfende Bild (Retweet vom 27.06.17): “Das ist eine Ente“.

SaSe99: Rezension Horst Evers „Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex“: Gold wert!

Die jetzigen sind globale Schnappatmungszeiten transatlantischer Pathogenese.  Das schafft sensibel Freiraum und Aufmerksamkeit für partielle Freude. In einer diskreten Nische. Dort versammeln sich die der Satire Zugeneigten. Zugeneigt, wenn sie, die Satire,  nicht laut ist, aber alltagswirksam, lebenserleichternd, erkenntnistreibend.  Wo sie sich nicht (nur) im Fernsehen und auf Facebook polternd prostituiert, sondern analog gebunden einfach still wirkt. Und erfreut.
Die oben geschilderten globalen sind ideale Voraussetzungen, um es deutlicher zu spüren, das Aufatmen der diesem eleganten Autor Zugeneigten: diesem gewissen Horst Evers.

Der schreibende Dienstleister ist jüngst ins reguläre Gleis  zurückgeschnappt, nachdem er sich einen wollüstigen Ausflug in ein anderes Genre gegönnt hatte: SciFi. Dort wütete er hemmungslos und aalte sich in nahezu psychodelischer Kreativität. Eine Satire-Nebenfrau-Leidenschaft, wie er gestand – das Genre, nicht der Rausch. Die Zugeneigten erteilen ihm Dispens. Das tun „Fans“, schon allein wegen dem, was im günstigsten Fall unlösbar mit Satire verbunden sein sollte: Toleranz.

Aber jetzt ist dann auch mal wieder gut! Mit den Eskapaden. Und so hat Horst Evers erneut geliefert: Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex  (nachfolgend abgekürzt mit „KIKS“ – Kein Imperativ, kein Sex), erschienen im Januar 2017. Die Anspruchshaltung der ihm Zugeneigten resultiert aus KIKS‘ Vorgängern à la Für Eile fehlt mir die Zeit, Die Welt ist nicht immer Freitag, Wäre ich du, würde ich mich lieben, Gefühltes Wissen u. v. a. m. Wir konstatieren publizistischen Fleiß. Hat der Freudenspender die Erwartungen mit dem jüngsten Werk erneut erfüllt? Weiterlesen

SatBur13: John Kellermann „Over & out: Das Gold-Komplott“: Der fiktionale Rezensionsroman

Auf dem Sofa in meinem Arbeitszimmer sitzt ein unsympathischer Mann. Sein Attraktivitätsmanko resultiert nicht zuletzt aus der Tatsache, dass er mich mit vorgehaltener Pistole bedroht. Genugtuung schöpfe ich für den Moment aus meinem vorsorglich gehüteten Wissen, dass es das Hundesofa ist, von dem aus er seine Repression auf mich ausübt. Die Hunde sind nur leider gerade nicht da. Schade. Mit zwei Deutschen Doggen könnte man sein Anliegen vielleicht ganz neu verhandeln?

Apropos Anliegen: Man kann man nicht wirklich behaupten, der Dunkelmann habe sich mir vorgestellt. Aus der unter den gegebenen Umständen äußerst verdrückten Kommunikation konnte ich jedoch ableiten, dass er im Auftrag von Donald Trump bei mir sei. Er verlangt eine Rezension der Neuerscheinung des Autorenteams unter dem Namen John Kellermann, des Thrillers Over & out: Das Gold-Komplott. Weiterlesen

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