Tag Archiv:Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF

TS11/19: GVV Kressbronn-Eriskirch-Langenargen: Integrationsarbeit ohne praktischen Nutzen

Dem Artikel „Flüchtlinge lernen Wasser zu sparen“ in der Schwäbischen Zeitung vom 6. Februar 2019 kommt meines Erachtens der Rang eines bedeutenden kulturhistorischen Dokuments zu. Ich hoffe, es findet sich ein Museum oder eine Institution, das/die ihn archiviert?

Immerhin dürfte es im Jahr 2019 schwierig werden, noch eine deutsche Zeitung zu finden, die sich überlegen wähnende Kulturträger dabei porträtiert, wie sie Menschen offensichtlich niedrigerer Zivilisationsstufe belehren. Wenn die Belehrung noch dazu falsche Behauptungen vermittelt, weiß der Steuerzahler hier seine zum Einsatz kommenden Gelder doch korrekt verwendet.

Weniger überraschend ist die Tatsache, dass es sich im vorliegenden Fall erneut um das Langenargener Duo infernale des Bildjournalisten Andy Heinrich in Konspiration mit dem „Integrationsbeauftragten“ des Gemeindeverwaltungsverbands Kressbronn-Eriskirch-Langenargen (GVV KEL) Mirko Meinel handelt. Dieses gruselige Gespann hatte erst vor wenigen Wochen für glamouröses Aufsehen gesorgt.

Manche Kreisstadt mit Erstaufnahmeeinrichtung (keine Namen!) würde sich wünschen, dass dort so häufig und so befeuernd für die AfD-Wählerklientel über Missionsarbeit „Integrationsarbeit“ berichtet wird, wie das für den Zuständigkeitsbereich des GVV KEL der Fall ist. Aber vermutlich hat auch nicht jeder verantwortliche Bürgermeister solcher Städte einen so „zuverlässigen Partner“ (Selbstbezichtigung)  in der Redaktion der im Monopol berichtenden Tageszeitung sitzen wie Langenargens BüM Achim Krafft mit Andy Heinrich. Weiterlesen

SaSe52: Rezension Rand & Prischke „Die kleine Kapitalistensau“: Lesegenuss mit Goldrand

Angesichts der Tatsache, dass es unsere Kabarettisten derzeit mit der Kapitalismuskritik nicht so recht packen, kommt dieses Buch gerade recht: Die kleine Kapitalistensau von Meredith Rand und Dagobert Prischke, erschienen bei Klett-Cotta Stuttgart. Beide Autoren arbeiten als freie Journalisten und leben in Berlin.
„Mehr Win-Win geht nicht!“: Diesem Etikett des Verlags als Kaufargument kann man nur zustimmen. Denn für € 14,95 erhält man dieses:


$$$ Lexikon und Wertekanon des Kapitalismus
An dem Buch passt alles. Schon die Aufmachung verspricht Luxus und Abwechslung: viel Golddruck, teilweise Spaltendruck, verschwenderische Seitenaufteilung und –gestaltung, dann wieder Großdruck und viele Fotos in High-End-Quality von jungen glücklichen reichen Menschen – manchmal in erbärmlich schlecht sitzenden Anzügen und Kostümen (z. B. S. 112). Auch die Sprache stimmt: „Multifunktionsbuch“, „komprimierte Powererkenntnis“, für „Movers und Shakers“, „Global Player“, „High Performer“ mit „Killerinstinkt“, die „Teil einer globalen Leistungselite“ und „Quick Wins“ nicht abgeneigt sind, „schlüsselfertige 360-Grad-Lösungen“, „Big Data“ und „Fuzzy Logic“ präferieren. Das Buch holt den Kapitalisten auch sprachlich dort ab, wo seine Anglizismen ihn in die privilegierte Ecke gesetzt haben. Oder schult jene, die wenigstens so tun möchten, als gehörten sie dazu. Weiterlesen

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