Tag Archiv:Carolin Kebekus

TS88/15: Zu krass + Zu uninspiriert + Zu langweilig + Zu wahr + Zu hoch

+++ "HuffPo" findet "heute-show"-Häme über Seehofer „krass“
Angesichts der aktuellen politischen Bankrotterklärungen (Bundesverfassungsgericht kippt Betreuungsgesetz!) kann Satire und Kabarett gar nicht krass genug sein. Just my five cents. Doch die HuffPo hat Bauchweh mit dem CSU-Gag der heute-show-(Redaktion): „Die Maut wackelt. Das Betreuungsgeld kippt. Vielleicht sollte sich die CSU wieder auf ihre Kernkompetenzen besinnen: Ausländerhetze, besoffen Autorfahren, Fremdgehen“ (Quelle). Die HuffPo zitiert Gegenstimmen dazu, die der heute-show als Kernkompetenz die „Sommerpause“ zuweisen oder Parallelen wie diese konstruieren: „Kernkompetenzen der heute-show: Hetze gegen kleine Parteien, billige Witze und Rundfunkgebühren kassieren". 

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TS86/15: Kundendienst + Krisenbilder + Amy Schumer + Denkfunk-Hase + Heer-Sturm-Stahl-Fußnote

+++ Satire-Aktion bei Facebook zum Thema Kundendienst
Die satirische Herangehensweise an Politik, Gesellschaft und Alltagsphänomene produziert immer wieder Erfolgsprojekte. Ein Satire-Account bei Facebook mit dem Namen Kundendienst kommentiert Einträge von Kunden auf deutschen Firmenaccounts, sammelt sie und veröffentlicht diese dann unter genanntem Link. Die Seite hat Zehntausende von Fans. Das Seiteninfo zum Account gibt erwartungsgemäß nichts her; stattdessen verfügt das Projekt schon über knapp 58.000 Likes. Es berichten 20minuten.ch, die Mitteldeutsche Zeitung und  YuTella

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TS74/15: Stephen Colbert + Frauenrollenzement + Kritiker-Knebel +“Charlie Hebdo“ deutsch + Austernschlürfer

+++ USA: Stephen Colbert übernimmt die Late-Night-Show von David Letterman
David Letterman hört auf. Seinen designierten Nachfolger Stephen Colbert begrüßte er jetzt in der eigenen Show. Der kündigte an, alles genau so zu machen wie Letterman. Der Satiriker Colbert hatte bis Ende vergangenen Jahres in der Rolle eines konservativen Moderators neun Jahre lang in seiner Sendung The Colbert Report das Tagesgeschehen überspitzt kommentiert. Die Late Show der zurückgetretenen Legende Letterman übernimmt er am 8. September.
Colberts Alter wird von den Zeitungen unterschiedlich angegeben: Bei rp-online ist er 51; bei der Süddeutschen 49. 

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SaSe21: Anny Hartmann: Bärinnenstarker Auftritt bei SWR „Spätschicht“ 22.05.2015

Halleluja, Mädels: Ab in die Kirche und die Dankeskerze entzündet! Das männerdominierte und frauenignorante Kabarett hat einmal wieder zwei durchgelassen: In der von Florian Schröder moderierten Kabarettsendung des SWR,  Spätschicht – Die Comedy Bühne,  durften am 22. Mai 2015 gleich zwei KabarettistINNEN auftreten: Mirja Boes und Anny HartmannWeiterlesen

TS42/15: Christoph Sieber + PEN-Preis + Kebekus + Stuttmann-Kommentar

+++ Christoph Sieber: Die Persönlichkeit hinter der Bühnenpräsenz
Regelmäßig scheitern insbesondere die Journalisten der schreibenden Zunft in dem Bemühen, von prominenten Satirikern und Kabarettisten seriöse (d. h. pointenfreie) Informationen, womöglich noch ad personam,  zu erhalten.  Sicherlich auch aus Selbstschutzgründen halten sich viele der Künstler  bedeckt. Eine wohltuende Ausnahme davon ist Christoph Sieber, der in der Reihe der WDR5-Tischgespräche der Moderatorin Susanne Birkner am 29. April 2015 ein 52 Minuten umfassendes Interview gegeben hat. Darin berichtet er von seinem Pantomine-Studium und skizziert seine politisch-kulturelle Sozialisation als Bürgermeister-Sohn im Schwarzwald. Das Kabarett als solches, das ZDF-Kabarett Die Anstalt im Besonderen sind ebenso Thema wie Politiker, Humor und die Unterschiede der einzelnen Kabarettisten-Generationen. Das Interview wurde vom WDR mit „Zwischen Humor und Melancholie“ übertitelt und trifft damit die Tonalität ganz gut. SaSe-Senf: Hörenswert! 

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SaSe15: TV-Kritik ZDF Die Anstalt 28.04.2015: Botschaft durch ungewöhnliche Themenwahl – Feminismus

[Aktualisierung vom 03.05.15]

Die Erwartungshaltung des Publikums an die ZDF-Kabarettsendung Die Anstalt ist extrem hoch. Darüber hatte der Teamleiter „Kabarett und Comedy“ beim ZDF, Stephan Denzer, gerade erst dem Online-Fernsehmagazin Quotenmeter ein Interview gegeben (vgl. auch TS38/15),
Bisher scheint dieser Druck nicht zu schaden. Denn auch die neue Anstalt-Sendung schafft es zu überraschen: mit einem unbeliebten  Thema, mit einer im Fernsehen selten gesehenen Kabarettistin und dieses Mal ostentativ ohne den berühmten „emotionalen Moment“ im Finale. Treu bleibt sich das derzeit wohl erfolgreichste Fernsehkabarett mit der Konzentration auf ein (1) Thema. Das war am 28. April 2015 der Feminismus (hier in der Mediathek)!  Weiterlesen

SaSe13: TV-Kritik PussyTerror TV 18.04.15: Zschäpe-Parodie und EMMA als Pussy des Monats

„Da ist noch Luft nach oben“ diagnostizierte der SPIEGEL in seiner Fernsehkritik zur ersten Folge der zunächst nur auf drei Sendungen konzipierten neuen Show PussyTerror TV mit der Power-Comedienne Caroline Kebekus im WDR (siehe auch: SaSe5, SaSe6, SaSe7). Diese Luft wurde in Folge 2 am 18. April 2015 (Mediathek) wie folgt gefüllt: Stargast Katrin Bauerfeind, die auch Kebekus‘ Partnerin in drei Einspielern war und zum Schluss der Sendung eine beeindruckende Vorstellung ihres Könnens als Saxophon-Spielerin gab.  Als weiterer Gast war der 1Live-Moderator Ingmar Stadelmann angekündigt. In der in Süddeutschland zu empfangenden Sendeversion allerdings kam er nicht vor?  Weiterlesen

SaSe7: Die Zwillingskritiken zur Kebekus-Premiere in Die Welt und in der Stuttgarter Zeitung

Auf gar keinen Fall ist es eine geschickte Täuschung des Lesers. Nie nicht. Auch wenn die beiden Fernsehkritiken von der bekannten Journalistin Antje Hildebrandt zur Premiere von PussyTerror TV (vgl. SaSe5, SaSe6) in Die Welt am 22.03.15 und in der Stuttgarter Zeitung vom 22.03.15 – nach SaSe-Meinung – inhaltlich nahezu identisch sind.

Natürlich wird der Leser nicht getäuscht, wenn er zuerst die Kritik in Die Welt liest mit der Überschrift „Von einem muss Carolin Kebekus die Zunge lassen“ und danach eine Kritik mit der Headline „Pussy Terror TV mit Caroline Kebekus: Verschenkte Steilvorlagen" in der Stuttgarter Zeitung.  Von einem kompetenten Zeitungsleser darf man erwarten, dass er die Autorenschaft für beide Besprechungen sofort erkennt und sich darüber im Klaren ist, dass eine Journalistin nicht zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangt, nur weil sie den Artikel an zwei große Zeitungen verkaufen kann. 

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SaSe6: Carolin Kebekus WDR PussyTerror TV (2): Pressespiegel

Die Pressestimmen zur Premiere von Carolin Kebekus PussyTerror TV am 21. März 2015 (siehe auch SaSe5):


Tagesspiegel.de
Wer die Sümpfe trockenlegen will, sollte nicht die Frösche fragen. Einen solchen jedoch lässt Tagesspiegel.de zu Wort kommen: Richard Weber öffnet den Hosenstall und legt eine nahezu vernichtende Kritik auf den Gender-Tisch. Er packt das Gesamtkunstwerk ins Beutelchen „laut & prollig“. Einige Auszüge:  Weiterlesen

zu SaSe5: Sendeablauf PussyTerror TV am 21.03.15

Sendeablauf der Kebekus-Premiere im WDR PussyTerror TV am 31. März 2015  mit Inventarliste:

1. Die Sendung startet mit einem fantastischen Einspieler, in dem Anke Engelke die „rheinländische Ausnahmekünstlerin“ (WDR) in der Badewanne besucht und in ironisch mütterlich-fürsorglicher Diktion für die Premiere brieft. Der Dialog ist dynamisch, ungeheuer witzig, wendungsreich und voller Selbstkritik: „Ordinär ist keine Kunst“. Ganz klar jedoch lebt dieser Einspieler von der überwältigenden schauspielerischen Leistung Engelkes. Zum Schluss steht Jürgen von der Lippe in der Badezimmertür, um dem Frauchen zweideutige Avancen zu machen.

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