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SaSe46: „Je ne suis pas Charlie“? – „Charlie Hebdo“ zeigt beim Flüchtlingsthema, was Satire leisten kann

Es geht dem Satirefreund runter wie Öl: Die Karikaturen in der neuesten Ausgabe von Charlie Hebdo erinnern wohltuend daran, was Satire tatsächlich leisten kann. Gleich zwei Zeichnungen arbeiten mit dem verstörenden Machtbild des toten Kindes Aylan Kurdi am Strand der türkischen Insel Bodrum.

Das, was die französischen Kollegen liefern, geht weit über die Erbärmlichkeit purer Polemik vieler deutscher Satiriker und Kabarettisten hinaus. So wichtig klare Bekenntnisse gegen die Rechten und die Nazis sind, hat man bei den jüngsten Produktionen wie etwa der Musikparodie Wie blöd du bist von Carolin Kebekus den Eindruck, dass einige Komiker inzwischen populistisch auf den Zug aufspringen. Kebekus‘ gesungene Invektive hatte ein gigantisches Medienecho hervorgerufen. Eine subtile Auseinandersetzung mit dem Thema, eine köstliche Verlade rechtsextremer Einfalt, eine andere Perspektive oder sonst irgendwas von dem, was (nur) Satire kann, bieten diese primär auch mit skatalogischen Mitteln arbeitenden „Bekenntnisse“ nicht. Dass diese inflationären Bekundungen einschlägiger Promis andere Hintergründe haben könnten, thematisiert auch dieser Beitrag bei n24. Weiterlesen

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