Tag Archiv:Dietrich Brüggemann

TS76/15: „Kompassnadel“ + Zineb El Rhazoui + Benennungsmacht + „Heil“

+++ "Schwules Netzwerk NRW" ehrt Stephan Denzer für die "heute-show"
Die "Kompassnadel" ist eine Auszeichnung des Schwules-Netzwerk NRW  für besonderes Engagement im Ringen um eine offene Gesellschaft. Im Rahmen des Kölner Christopher Street Day wurde Stephan Denzer, Teamleiter Kabarett und Comedy beim ZDF, für die heute-show geehrt: "‘Die Heute-Show wird ausgezeichnet für das stetige Entlarven homo- und transphober Hetzer und Verleumder, eine Haltung, die so subversiv wie publikumswirksam ist‘, sagte der Netzwerk-Vorsitzende Steffen Schwab“ (Quelle; gesamte Laudatio). Da die heute-show schon mehrfach ausgezeichnet wurde, hob Denzer selbst diese Auszeichnung als eine Anerkennung der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Sendung hervor. 

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TS64/15: Einer geht + Satire-Dilettanten an der Uni Mainz + „Heil“-Kritik + „SuISIS“ + „extra3“ für Schulen

+++ Stefan Raab geht
„Nie wieder TV!“ titelt die BILD und zitiert damit den Entertainer Stefan Raab, der seine „Fernsehschuhe an den Nagel“ hängen und sich zum Ende des Jahres komplett aus dem Fernsehen zurückziehen will. Seine Ankündigung generiert in der Berichterstattung so Kalauer wie „TV-Rente total“. Jetzt orakelt die Medienwelt nach den Gründen, zu denen sich der Star ausschweigt. Es sei aber keine impulsive Entscheidung gewesen. Raab gibt private Gründe an.
Allerdings verdichtete sich in letzter Zeit auch die Kritik an dem Multitalent. Der Spiegel etwa hatte im Januar dieses Jahres TV total als „ein lieblos produziertes Stück Fernsehschrott“ bezeichnet. Die Show wirke wie von alten Männern gemacht und hergestellt. Ein in der HuffPo im März 2015 veröffentlichter Brief forderte ihn auf, alle seine Sendungen zu beenden. Begründung: „zu gestrig, zu lustlos, zu platt“. TV total sei der „höhenverstellbare Fliesentisch“ des deutschen Fernsehens. 

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TS51/15: „Heil“ + NS-Satire + Tuncay Akgün + Zerstörte Koffer

+++ Satire oder nicht? Asta Uni Osnabrück streicht Auftritt „Feuerschwanz“
Sie werden nicht auftreten, die Mittelalter-Rockband Feuerschwanz beim Fairytale-Festival 2015 in Osnabrück. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, habe der ASTA der Universität Osnabrück den Auftritt mit Verweis auf die sexistischen Inhalte der Songtexte abgesagt. Die Band selbst bedauert das Auftrittsverbot und beruft sich auf Satire.
[Aktualisierung vom 27.05.15:] Hier war SaSe ein Fehler unterlaufen. Der ASTA begründet das Auftrittsverbot nicht mit dem Verweis auf die Inhalte der Songtexte von Feuerschwanz, sondern damit, dass mögliche Proteste gegen die Band ein Sicherheitsrisiko für die Veranstaltung darstellen könnten. Danke an den Leser, der diese Redaktion auf den Fehler aufmerksam gemacht hat. 

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