Tag Archiv:Florian Schroeder

TS58/19: Schroeder: Wer die Welt mit Chillkröten bereichert!

Die empfundene Realität: so ziemlich Matthäi am Letzten! Moralisch, politisch, ökologisch. Überall bricht alles zusammen, zerbröseln Strukturen, wachsen Bedrohungen, pfeifen Existenzen auf dem letzten Loch. In dieser gesamthoffnungslosen Lage braucht die Welt nichts dringender als: Brain!

Wer in darob suizidaler Entschlossenheit den letzten Blick durch das Ofenrohr ins Gebirge schickt, trifft bei Schicksalsmilde vielleicht auf ihn: Schroeder! Ein Geber der ganz besonderen Art! Dazu braucht er kein Land, keine Medien, keine Spendenbescheinigung und keine Gemeinnützigkeit. Bei ihm, der Puppe, die – so sein eigentlicher Qualifikationsnachweis – nicht Marionette ist, ist es eine kreative, mentale, intellektuelle Geberfreude, geeignet, Hoffnung zu streuen und Wege zu weisen.

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Bildzitat Screenshot Schroeder auf Facebook

Bildzitat Screenshot Schroeder auf Facebook

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Denn wenn eine unschlichte Puppe auf so eine Idee wie „Chillkröten“ kommt, dann beweist das etwas: Die kreative Inbetriebnahme mentaler Ressourcen kann bisher nie Gedachtes auf die Welt befördern. „Chillkröten“ gab es noch nie. Schroeder hat sie erfunden. Weiterlesen

TS49/16: Raten Sie das Thema dieser Satire-Meldungen!

+++ Diekmann veröffentlicht Fake-Interview mit Böhmermann
Zum Gähnen, aber Kai Diekmann (nicht: die BILD!) klopft sich auf die Schenkel: Der Aufmerksamkeitsdurstige hatte ein gefälschtes Böhmermann-Interview im Internet erfolgreich auf die Verteiler-Reise geschickt. Nun freut man sich über die Kollegen, die auf den Fake reinfielen. Die hätten das angeblich an Böhmermanns haarsträubenden Ansagen erkennen müssen. Die Aufregung ist groß genug für einen zweiten Meedia-Artikel. Die FAZ weiß auch etwas.
Senf: So so. Ich fand das Erdogan-Gedicht schon haarsträubend genug; aber es war kein Fake. Was bitte an der Diekmann-Aktion ist „Spaß“?


+++ Jan Böhmermann unterschreibt keine Unterlassungserklärung
Publizisten mit Prozesserfahrung (das ist jetzt eine subtile Anspielung auf mich selbst) freuen sich, dass Jan Böhmermann nicht so einfach in die Knie geht, wie das in diesem Fall einer Satire über den DSDS-Teilnehmer und Liedchenträllerer Florian Fesl leider der Fall war. Böhmermann unterschreibt eine entsprechende Unterlassungserklärung  nicht (Quelle).
Senf: „Unterlassung“ verweist auf den zivilrechtlichen Weg. Nächster Schritt des Erdogan-Anwalts Michael-Hubertus von Sprenger wäre dann möglicherweise ein Antrag auf einstweilige Verfügung bei einem Landgericht oder – noch wahrscheinlicher – einer der Pressekammern des Landes. Lassen Sie mich raten: Hamburg? Diesem Schritt könnten Böhmermann und seine Anwälte durch eine Schutzschrift versuchen vorzubeugen, wenn ihre Prozessstrategie das zulässt. Weiterlesen

TS36/16: Daneben + Niedlich-langweilig + Gekonnt + Missbraucht

+++ Micky Beisenherz‘  sexistische AfD-Satire
Aller(publizistischen)orten regt sich Kritik am bisherigen (?) Umgang mit dem Phänomen AfD. Nach dem fulminanten Wahlerfolg der Populisten am vergangen Super-Wahlsonntag resümiert Stefan Winterbauer auf Meedia Vergangenheit und mögliche Zukunft bei dieser zweifelsohne schwierigen Aufgabe. Deutliche Kritik übt er dabei an dem Satiriker und Gag-Schreiber Micky Beisenherz:

Ausgrenzen, ignorieren, beschimpfen – das funktioniert nämlich ganz offensichtlich nicht. Ganz und gar nicht hilfreich ist es auch, wenn der Gag-Schreiber und stern.de-Kolumnist Micky Beisenherz nach den Wahlen auf seiner Facebook-Seite ein Foto der knienden AfD-Chefin Frauke Petry veröffentlicht, bei dem man ihr unter den Rock schauen kann, dann ist das einfach nur frauenverachtend und geschmacklos. Dass sich darunter die hämischen, Hass-Kommentare von AfD-Gegnern, ja Gegnern!, häufen, wundert nicht. An diesem Punkt sind sich Gegner und Anhänger der AfD ähnlicher, als es ihnen lieb sein kann.
(Stefan Winterbauer Meedia 14.03.16: „‚Nazis‘ rufen reicht nicht – Gebrauchsanweisung für den medialen Umgang mit der AfD„; Hervorhebg. SaSe)

Senf: Was für die Medien im Allgemeinen gilt, gilt für die Satiriker und Kabarettisten im Besonderen! Denn auch diesen sei Winterbauers Schlusssatz auf den Merkzettel geschrieben: „Wer immer nur „Nazi“ ruft, wenn ein Rechtspopulist das Haupt hebt, erweist seiner Sache einen Bärendienst.“ Vergleichbar flach und anämisch kommen auch die Denkfunk-Komiker nach dem Drei-Landestagswahlen-Sonntag daher: hier und hier. Aussagekräftiger sind da schon solche und solche Meldungen, deren Quintessenz sich natürlich für die satirische Destillierung nachgerade anböte. Weiterlesen

SaSe21: Anny Hartmann: Bärinnenstarker Auftritt bei SWR „Spätschicht“ 22.05.2015

Halleluja, Mädels: Ab in die Kirche und die Dankeskerze entzündet! Das männerdominierte und frauenignorante Kabarett hat einmal wieder zwei durchgelassen: In der von Florian Schröder moderierten Kabarettsendung des SWR,  Spätschicht – Die Comedy Bühne,  durften am 22. Mai 2015 gleich zwei KabarettistINNEN auftreten: Mirja Boes und Anny HartmannWeiterlesen

TS22/15: Stuttgarter Besen 2015: Dave Davis, Christof Spörk und Chris Tall

Der Stuttgarter Besen, szene-intern auch als „Satireschrubber“ bezeichnet, ist ein Kabarett-Nachwuchswettbewerb mit Tradition und gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für Kabarettkünstler. Die von der Stadt Stuttgart und Sponsoren gestifteten Preisgelder werden seit 1993 ausgelobt. Die verliehenen Auszeichnungen sind der „Hölzerne Besen“ (€  1.000), der „Silberne Besen“ (€ 1.500) und der „Goldene Besen“ (€ 2.500) sowie ein „Publikumspreis“ (€ 1.200). Zu den bekanntesten und inzwischen arrivierten früheren Nachwuchstalenten gehören zum Beispiel Rolf Miller (1998), Olaf Schubert (2003), Matthias Tretter (2005), Florian Schroeder (2006), Matthias Egersdörfer (2008), der dieses Jahr mit dem Grimme-Preis geehrte Max Uthoff, Michael Hatzius (2013) und Maxi Schafroth (2014).

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