Tag Archiv:GenFM

TS3/16: Kalkofe + „Denkfunk“ + Tilo Jung + „Datteltäter“ + Satire-Check

+++ „BILD“ pusht Kalkofes Pegidioten-Parodie
Berichterstattung in der BILD ist für einen Satiriker nicht unbedingt erstrebenswert, in diesem Fall aber zielführend. Das Schmierblatt lettert fett: Hier veräppelt Kalkofe NPD und Pegida. So kriegen es wenigstens genügend Leser mit! Oliver Kalkofes Parodie in seinem satirischen Jahresrückblick „Fresse 2015“ sei „erschreckend nah an der rechtspopulistischen Wirklichkeit“, kommentieren die, welche es wissen müssen, weil sie diese jahrelang mitgestaltet haben.

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+++ „Denkfunk“ berät Vermögensretter
Satire geschieht bei Denkfunk dann eher auch unabsichtlich: Zum Beispiel wenn diese ganz besondere Kabarettistenvereinigung ein Beratungsvideo für diejenigen anbietet, die Vermögen (zu retten) haben.
Dazu passend auch diese Schroeder-Reflexionen über Satiriker, die zwar immer anbiedernd über das Prekariat schwadronieren, bei direktem Kontakt mit diesem aber weiträumig die Flucht ergreifen! Weiterlesen

TS151/15: Helikopter-Eltern + AfD-Logik + Rechnung + #heimkommen + Gargamel

+++ SaSe-Star Roderich Trapp über Helikopter-Eltern
Die satirischen Qualitäten des Wuppertaler-Rundschau-Kolumnisten Roderich Trapp wurden auf diesem Blog schon in der Vergangenheit gelobt (TS75/15 und TS102/15) . In seiner Wochenend-Satire Helikopter-Eltern findet er nach der Erstbegegnung mit dem Bezeichnungsphänomen neuerlich zu polemischen Höhen:

Das deckt sich mit dem, was ich aus Elternkreisen höre. Der durchschnittliche Grundschüler aus gutem bis besserem Hause wird heute mit dem SUV bis auf den Schulhof gebracht und auf Händen in den Klassenraum getragen, wo Mutti ihm dann vor dem Unterricht noch rechtzeitig den Helm abnimmt. Danach muss sie noch rasch ins Lehrerzimmer, um mit dem unfähigen pädagogischen Personal dessen indiskutable Notengebung zu diskutieren, in der sich die unstrittige Hochbegabung des von Geburt an frühgeförderten Leibesfrüchtchens immer noch nicht ausreichend widerspiegelt. Die whatsapp-Gruppe „Frau Schmidt muss weg“ findet das auch.
(Wuppertaler Rundschau 29.11.2015 Roderich Trapp: „Helikopter-Eltern“)

Dass Trapp neulich bei Dieter Nuhr (vermutlich in einer Vorstellung von) gewesen sei, wollen wir ihm deshalb großzügig nachsehen … Weiterlesen

SaSe44: Netzwerk-Screenshots: Deutsche Kabarettisten im Dunstkreis russischer Propaganda

Einer der Vorwürfe gegen das Arbeitspapier der Otto Brenner Stiftung Querfront – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks lautete: Der Autor Dr. Wolfgang Storz habe keine ausreichenden Belege für seine Netzwerk-These vorgelegt (Stellungnahme Storz zur Kritik). Die auch als „Querfront-Studie“ bekannte Untersuchung wurde vergangene Woche von der Otto Brenner Stiftung offline gestellt (Erklärung der OBS). Der Journalist Ken Jebsen hatte auf dem Ken-FM-Facebook-Account verkündet, anwaltlich gegen das Thesenpapier vorgegangen zu sein (vgl. Screenshot in Satire SüS10).

Die „Querfront-Studie“ beschäftigt sich expressis verbis nur mit den sogenannten Gegenöffentlichkeitsprojekten, die über eine hohe Reichweite verfügen: zum Beispiel das Magazin Compact von Jürgen Elsässer oder der Video-Kanal KenFM von Ken Jebsen sowie der Kopp-Verlag. Die NachDenkSeiten (NDS) , Albrecht Müller, werden in der Studie als Interviewpartner von Ken Jebsen aufgezählt. Aber die Verbindungen zwischen den NDS / Albrecht Müller und Ken Jebsen sind intensiver. Immer wieder verlinken die NDS auf KenFM-Videos oder promoten Spendenaufrufe des Ihr-sollt-mich-nicht-nennen-was-ich-bin-Aktivisten. (Derselbe Spendenaufruf für dieselbe Aktion tauchte schon am 16. Juli 2015 bei RT Deutsch auf.) Weiterlesen

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