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SaSe95: SatireMist-Brauch: „Regensburger Wochenblatt“ und „Regensburger Stadtzeitung“ gegen „Regensburg digital“

Seit Monaten verfolge ich mit der Faszination, wie sie von einem von schlängelnden Bandwurmgliedern choreografierten Hundekothaufen ausgeht, was sich im Regensburger Blätterwald abspielt. SaSe hatte schon ein Mal berichtet.

Im Übrigen bricht sich in dieser immer mehr eskalierenden Auseinandersetzung zwischen der Regensburger Stadtzeitung zusammen mit dem Regensburger Wochenblatt contra Regensburg digital der „Diskurs“ auf lokale Ebene herunter, wie er bundesweit zwischen den rechtskonservativen bis rechtspopulistischen Kräften auf der einen und den Demokratieliebhabern mit Werten wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit auf der anderen Seite geführt wird.

Für den mit den Örtlichkeiten und Personen nicht vertrauten Leser gilt es zunächst, die verschiedenen Akteure auseinanderzuhalten (Schroeder: „Wir müssen auseinanderhalten!“). Weiterlesen

TS147/15: Kein Umzug + Kein ESC + Kein Beruf + Kein Schutz

+++ „Schwierige“ Satire-Aktion in Potsdam
Die Potsdamer Neuen Nachrichten berichten über eine eigenartige Satireaktion. In der Stadt finden sich derzeit mehrere Plakate, auf denen der Umzug der Stadtverwaltung in eine Leichtbauhalle angekündigt wird, um Platz für Flüchtlinge zu machen. Der Stadtverwaltung selbst ist davon nichts bekannt. Wer hier platte rechte Häme vermutet, liegt falsch; zumindest grenzen sich die bisher unbekannten Urheber der Satireaktion von dieser Interpretation expressis verbis ab:

Mit der Aktion soll auf die aus Sicht der Macher gescheiterte Wohnpolitik der Verwaltung aufmerksam gemacht werden. „Seit Jahren fehlt es an sozialem Wohnraum für Alteingesessene und Neuankömmlinge. Nicht die Menschen, die aus Krieg und Elend geflohen sind, sollen nun die Konsequenzen der verfehlten Wohnpolitik tragen“, heißt es in dem Aufruf.
(Potsdamer Neue Nachrichten 23.11.2015: „Satire-Aktion: Der Umzugsschwindel“)

Die Stadtverwaltung lässt verlautbaren, nichts gegen die Satireaktion zu unternehmen. Und sie dreht den Spieß um und unterstellt ihrerseits den Satirikern, die Diskussion über den sozialen Wohnungsbau auf dem Rücken der Flüchtlinge auszutragen. Von Wohnungsnot könne in Potsdam auch nicht die Rede sein.

Parallel dazu gibt es auch noch eine schon etwas ältere Aktion der Satirepartei DIE PARTEI rund um das Potsdamer Hotel Mercure. Dabei wird die Diskussion über die Zukunft des Gebäudes mit den Terrroranschlägen von 9/11 verknüpft, was zu Diskussionen im Netz führt. In der PNN-Berichterstattung kritisch erwähnt wird auch, dass sich im Ortsverband der Spaßpartei inzwischen „bekannte Aktivisten der linken Szene“ engagieren würden.


+++ „Erzählmirnix“ zum Xavier-Naidoo-Galama
Wollte man alle Pros und Contras der ausufernden Diskussion um die Nominierung und Denominierung von Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest (ESC) sowie die diversen Solidaritätsadressen zur Kenntnis nehmen, könnte man sich vermutlich tagelang damit beschäftigen. Kürzer und prägnanter geht das bei Erzählmirnix. Nadja Hermann bringt das Phänomen wieder auf den Punkt! Weiterlesen

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