Tag Archiv:Günther Jauch

SaSe17: Denkfunk-Video über Roger Köppel mit gefährlichem Schönheitsfehler

Endlich bearbeitet jemand die moralischen Zumutungen, die der Schweizer Journalist-Politiker (oder Politiker-Journalist?) Roger Köppel in der Günther-Jauch-Sendung Das Flüchtlingsdrama – Was ist unsere Pflicht? (Mediathek) vom 19. April 2015 am laufenden Band vom Stapel gelassen hatte. Diesen verstörenden Köppel-Output  thematisiert und kommentiert ein neues Video des Kabarettisten-Kollektivs Denkfunk i. e. PatchworX Media GmbH,  namentlich der Schweizer Wortkünstler Renato Kaiser (Homepage; Facebook): Flüchtlingsdrama /  Renato Kaiser: Humanitäre Hilfe für Roger Köppel.   Mit kreativer satirischer Wendung und stimmiger Metaphorik (den WortFLUSS Köppels stoppen statt der FlüchtlingsFLUT) ruft Kaiser in der neuen Denkfunk-Produktion zur humanitären Hilfe für den Weltwoche-Chefredakteur und angehenden SVP-Nationalrat Roger Köppel auf. Das Video ist satirisch, unterhaltsam und systemkritisch relevant, weil es die besagten Äußerungen aus der genannten Sendung aufgreift und thematisiert. Weiterlesen

TS13/15: Max Uthoff zentriert Günther Jauch sauber eins übers Mützchen

Sie wird auf YouTube schon als „beste Szene der ganzen Sendung“ gehandelt: Unten stehender Ausschnitt aus Die Anstalt (Sendetermin: 31.03.15; gesamte Sendung in der Mediathek). Darin kommt  Max Uthoff im Frühlingsrausch unter Aufrufung allerlei Vöglein auf die „Vollmeisen aus den Redaktionen“ zu sprechen und die dazu korrespondierende Empörung bei den "Schnapsdrosseln an den Stammtischen". Als Antwort auf deren alkoholgetränkte Frage „Wo leben wir denn eigentlich?“ gibt Uthoff folgende Koordinaten an: „Wir kleben in einem Land, in dem Günther Jauch ungestraft die Berufsbezeichnung Journalist tragen darf.“  Explodierender Applaus.

TS8/15: #Varoufake: Selbst Varoufakis fällt auf den genialen Böhmermann-Coup herein

Man muss es neidlos zugestehen: Mit dem Fake-oder-nicht-Fake-Beitrag zum Aufregerthema der Woche – #Varoufake = Stingefinger-Affäre = Finger-Gate – hat Jan Böhmermann den bisher größten satirischen Coup dieses Jahres gelandet. In der gestern Abend ausgestrahlten Neo-Magazin-Royale-Sendung, deren Varoufakis-Teil schon vorab verfügbar war , zieht er den Mittelfinger-Skandal komplett an sich und behauptet, Neo Magazin Royale hätte das Ursprungsvideo (Zagreb 2013) gefälscht (siehe dazu auch SaSe4).  Die Süddeutsche.de schüttet reichlich Lob über den Satiriker aus:

Damit ist Böhmermann ein einzigartiger Satire-Coup gelungen, mit dem er "Erregungsdeutschland den Stinkefinger" gezeigt hat. Die Erregung ging soweit, dass das ZDF hochoffiziell erklärte: "Das Neo Magazin Royale ist eine Satiresendung". Die Redaktion habe die Debatte über das Varoufakis-Video nach der Ausstrahlung in der Jauch-Talkshow satirisch zugespitzt und dafür die Möglichkeiten der Video-Manipulation sehr anschaulich dargestellt. Wie viel mehr muss man sagen, um klarzustell[e]n , dass der Fake vom Fake mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Fake ist? Und dass Böhmermann damit nur eine weitere Schleife dreht, was denn nun echt und was gefälscht ist.
(Süddeutsche.de 19.03.15: Neo Magazin Royale: Viele weitere Mittelfinger).

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SaSe4: Stinkefinger-Affäre (4): Jan Böhmermanns Meisterstück

Die satirische Verarbeitung des Finger-Gates (#Varoufake) nimmt Fahrt auf. Jan Böhmermann meldet sich erneut und mit einer echten Herausforderung zu Wort: In NEO Magazin Royale vom Mittwoch, 18. März 2015, behauptet der Satiriker, dass er und seine Redaktion das umstrittene Video mit dem Stinkefinger gefälscht hätten (siehe Artikel bei stern.de und Niggemeier).

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SaSe3: Stinkefinger-Affäre (3): extra3

Christian Ehring erweitert in der NDR-Satiresendung extra3 vom 18. März 2015 den Kontext der Affäre auf die allgemeine Kritik an Varoufakis. Er frage sich, ob sich der griechische Finanzminister des Ernstes der Lage wirklich bewusst sei, wenn er solche Dikta wie „unbedeutende Liquiditätsprobleme“ für die derzeitige Finanzsituation Griechenlands raushaue. Von dort kommt Ehring zum „ganz großen Aufreger, der weltberühmte Fingerzeig“ in der Jauch-Sendung.  Weiterlesen

TS5/15: Varoufakis-Stinkefinger-Affäre: Günther Jauch erfolgreicher als Ricola!

ZEIT online forscht am 16. März 2015 der Frage nach, wo denn nun eigentlich das Problem mit dem Stinkefinger des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis liege. Die erfolgreich skandalisierte Geste aus dem Jahr 2013, die sich de facto auf eine Kritik an der griechischen Regierung für deren Handeln 2010 bezog, führt nicht nur bei ZEIT online direkt zur Glaubwürdigkeitsfrage:  Weiterlesen

SaSe2: Stinkefinger-Affäre (2): Postillon

Nachdem die inzwischen schon zu „Finger-Gate“ hochgejazzte Geste des heutigen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis aus seiner vorministeriellen Zeit die Leitmedien gut beschäftigt (z. B. ZEIT online, Süddeutsche.de, taz, Bild, N24), schwächeln die Reaktionen aus der Satire-Welt noch etwas. Das spricht für diese!

Als nächstes tritt an: der Satire-Blog Postillon am 17. März 2015 mit: Varoufakis stellt klar: „Ich habe gar keinen linken Mittelfinger“. Doppelte ironische Drehung: ein betont manipulierter Screenshot, allerdings nicht aus dem eigentlichen Video der Konferenz in Zagreb 2013.  Weiterlesen

SaSe1: Stinkefinger-Affäre (1): Jan Böhmermann (1)

Die Steilvorlage für Satiriker und Kabarettisten kommt aus der ARD-Talkshow Günther Jauch vom 15. März 2015. Thema: Griechenland. Der Sendetitel ist reißerisch: „Der Euro-Schreck stellt sich: Varoufakis bei Günther Jauch“ (Sendung in der Mediathek). In der Sendung wurde ein Videoausschnitt aus dem Jahr 2013 gezeigt, in dem Varoufakis, damals noch nicht griechischer Finanzminister, in einem Vortrag die damalige griechischen Regierung dafür kritisierte, dass sie das Land nicht pleitegehen ließ und den Deutschen nicht den Stinkefinger gezeigt habe. Redebegleitend erfolgte dabei die jetzt skandalisierte Geste (zum Gesamtvorgang zwei Meedia-Artikel vom 16.03.15: hier und hier).  Weiterlesen

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