Tag Archiv:Heil Kadlatz

TS130/15: „Nuhr ab 18“ + Adolf + Lenkfunk-Stuss + Martin Sonnenkönig + Geleimt

+++ „Nuhr ab 18“ – TV-Kritiken
Vielleicht möchte sich die stern-Redaktion nach dem Krach mit Dieter Nuhr wieder aussöhnen? Die TV-Kritik zur Premiere von Nuhr ab 18 – junge Comedy jedenfalls geht über alle Maßen zart mit der eckigen und zwangshaft auf jung und wild getrimmten Sendung um.
Bemerkenswert ist eine TV-Kritik im Schweizer Der Bund. Es mag den deutschen Kabarett-Kenner lang hinschlagen, aber in dem Artikel wird Dieter Nuhr als „der derzeit klügste Kopf im deutschen Kabarett-TV“ etikettiert. In der Nachwuchssendung traten zwei Schweizer Künstler auf, von denen nur Hazel Brugger wirklich erwähnenswert ist. Dazu zumindest besteht deutsch-Schweizer Konsens zwischen SaSe und der Redaktion des Tagesanzeiger. Auch wenn der das anders formuliert.
DWDL sieht das Kalkül der Sendung quotentechnisch aufgegangen: 420.000 der 14- bis 49-Jährigen sahen die auf junges Publikum ausgelegte Neuerung. Mit einem Marktanteil von 8,1 Prozent liege Nuhr ab 18 damit über dem Senderschnitt. Das sei deshalb auch bemerkenswert, weil die Männer-Bindegewebe-Schuhe-Kabarettpeinlichkeit Ladies Night davor zumindest bei den jungen Zuschauern nicht über 5,5 Marktanteil hinauskam. Das spricht für den Marktanteil.
Ein wahrer Genuss für Nuhr-„Fans“ ist die TV-Kritik im Hamburger Abendblatt (mit Ausnahme der Verlautbarungen zu Hazel Brugger).
Und nie vergessen: Springer steht stramm hinter Nuhr! Weiterlesen

TS44/15: „Heil Kadlatz“ + Hüschs Burzeltag + Humorgrenzen + Prix Pantheon

+++ Rezension von Paul Westheims „Heil Kadlatz“
(Noch) ein satirischer Roman über den Nationalsozialismus? Da taucht die Frage auf, ob zwischen der Herausgabe des Romans von Paul Westheim Heil Kadlatz,  bisher lediglich 1935/36 als Fortsetzungsroman in der Pariser Emigrationszeitung Pariser Tagblatt veröffentlicht,  und dem Bestseller von Timur Vermes Er ist wieder da ein Zusammenhang bestehen könnte. Darüber gibt die ausführliche Rezension auf Literaturkritik keine Auskunft. Dafür macht sie neugierig auf Westheims satirisches Sittenbild im spießigen Berliner Milieu im Rausche nationalen Größenwahns. Dort wurden “der gemeine Spießer und feige Mitläufer auf einmal zum Motor einer Epoche, in der menschliche Werte trotz und wegen der sich bekämpfenden Ideologien nachhaltig zerfielen“. Weiterlesen

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