Tag Archiv:Klaas Heufer-Umlauf

TS49/16: Raten Sie das Thema dieser Satire-Meldungen!

+++ Diekmann veröffentlicht Fake-Interview mit Böhmermann
Zum Gähnen, aber Kai Diekmann (nicht: die BILD!) klopft sich auf die Schenkel: Der Aufmerksamkeitsdurstige hatte ein gefälschtes Böhmermann-Interview im Internet erfolgreich auf die Verteiler-Reise geschickt. Nun freut man sich über die Kollegen, die auf den Fake reinfielen. Die hätten das angeblich an Böhmermanns haarsträubenden Ansagen erkennen müssen. Die Aufregung ist groß genug für einen zweiten Meedia-Artikel. Die FAZ weiß auch etwas.
Senf: So so. Ich fand das Erdogan-Gedicht schon haarsträubend genug; aber es war kein Fake. Was bitte an der Diekmann-Aktion ist „Spaß“?


+++ Jan Böhmermann unterschreibt keine Unterlassungserklärung
Publizisten mit Prozesserfahrung (das ist jetzt eine subtile Anspielung auf mich selbst) freuen sich, dass Jan Böhmermann nicht so einfach in die Knie geht, wie das in diesem Fall einer Satire über den DSDS-Teilnehmer und Liedchenträllerer Florian Fesl leider der Fall war. Böhmermann unterschreibt eine entsprechende Unterlassungserklärung  nicht (Quelle).
Senf: „Unterlassung“ verweist auf den zivilrechtlichen Weg. Nächster Schritt des Erdogan-Anwalts Michael-Hubertus von Sprenger wäre dann möglicherweise ein Antrag auf einstweilige Verfügung bei einem Landgericht oder – noch wahrscheinlicher – einer der Pressekammern des Landes. Lassen Sie mich raten: Hamburg? Diesem Schritt könnten Böhmermann und seine Anwälte durch eine Schutzschrift versuchen vorzubeugen, wenn ihre Prozessstrategie das zulässt. Weiterlesen

TS168/15: „Deppenwolf“ + Ungelenk + Satire-Nebel + Postmortal + Battle + Schroedereien

+++ Medienrauschen über „Deppenwolf“ in der „heute-show“
Meine Güte: Die heute-show macht ihre Arbeit – auch im Hinblick auf den CDU-Spitzenkandidaten für Baden-Württemberg, Guido Wolf. Ausgangspunkt der satirischen Bearbeitung war Wolfs hölzerne Übergabe eines namensverwandten Stofftieres an die Bundeskanzlerin auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe. Zuzüglich der nebulösen Ankündigung, Wolf wolle Baden-Württemberg zum „Wolferwartungsland“ machen. Und die Journaille protokolliert, wie der „Deppenwolf“ die Satire der heute-show zum Ritterschlag umdeutet: Stuttgarter ZeitungBildSchwäbisches Tagblatt + Welt + Focus online, ka-nwes.de – wobei sich alle nachgenannten auf das Interview der Stuttgarter Zeitung berufen müssen


+++ Interview mit Max Uthoff in der „Neuen Presse“
Zu „den profiliertesten Polit-Kabarettisten des Landes“ gehörend, erklärt Max Uthoff im Interview mit der Neuen Presse seine Ansichten zur Juristerei, zum Kapitalismus und zur Schere im Kopf. „Die Fragen stellte Dieter Ungelenk“ – und viel Neues ist nicht dabei. Weiterlesen

TS161/15: Gras + Lot + Scham + Bäuerchen + Mahlzeit + Schuss

+++ DIE PARTEI verkauft Gras
Echtes Gras. Ganz echtes. Es berichtet die Südwestpresse i. e. die Göppinger Kreisnachrichten. Und die spektakuläre Aktion ummantelt in diesem Fall auch eine politische Botschaft! Das ist nicht immer der Fall bei der von reinen Clowns unterwanderten Satirepartei.


+++ Andreas Rebers: Korrigierende Theaterkritik
Nachdem sich Andreas Rebers jüngst und zusammen mit Dieter Nuhr selbst in schlechtes Licht gestellt und völlig unnötig die Rechten munitioniert hatte, freut sich SaSe, diese phantastische Theaterkritik in der Augsburger Allgemeinen zu einem Auftritt des von mir hoch geschätzten Kabarettisten verlinken zu dürfen. Weiterlesen

TS79/15: Dämpfige Satire + Saftige Strafe + Lustige Saudis + Sagenhaftes Echo

+++ Satire-Superstar Martin Sonneborn zu Gast in Tübingen
In der Satire-Szene ist er ein Star – nicht zuletzt aufgrund seines demokratisch errungenen und gut dotierten EU-Mandats: Martin Sonneborn, Vorsitzender der als „Spaßpartei“ bezeichneten (vom eigenen Anspruch her fehletikettiert, de facto aber die nachweisbaren  Auswüchse treffend) Partei DIE PARTEI. Zu dem hohen politischen Amt gibt es den passenden eleganten Spruch: „Es gibt nur vier, fünf Arten auf den alltäglichen Irrsinn des kapitalistischen Systems zu reagieren: Alkoholismus, bewaffneter Widerstand, Politik, Satire.“ (Quelle). Als Anti-Politiker ziehe Sonneborn die Massen (an?), heißt es in der Stuttgarter Zeitung weiter. Diese Massenattraktivität sei letzte Woche bei einem Auftritt in der Universität Tübingen festzustellbar gewesen. Berichterstattung auch bei Schwäbisches Tagblatt. In diesem Artikel flicht die Süddeutsche Zeitung Sonneborn in das Bouquet schräger Figuren des EU-Parlaments ein. Völlig zusammenhangslos nagelt auch die Springer-Presse Sonneborns Auftritt in dieses verwirrende Textkonstrukt. Sonneborns Auftritt in Tübingen war mit 800 bis 1.000 Zuhörern (schwankende Zahlenangaben) sehr gut besucht.  Weiterlesen

TS78/15: Warzenzensur + Keine Konkurrenz + 1 Rabauke weniger + Peking-Panzer + Tatar für Heufer-Umlauf

+++ Montageanleitung für Facebook-konforme Nippel
Facebook betreibt die "No-Nippel-Policy" und duldet keine Nacktfotos weiblicher Brüste. Anatomisch sei es allerdings so, dass sich die Nippel von weiblichen und männlichen Brüsten unterscheiden. Um Oben-Ohne-Fotos bei Facebook durch eine entsprechende Fotobearbeitung doch zu ermöglichen, hatte die kanadische Künstlerin Micol Hebron schon vor einem Jahr eine satirische Bastelanleitung veröffentlicht, wie das Verbotene durch das Erlaubte kaschiert werden kann. Erst nachdem diese Anleitung von einer US-amerikanischen Rock-Band aufgegriffen wurde, erhält Hebrons satirische Kritik breite Aufmerksamkeit. So berichtet es die Süddeutsche mit weiteren Fallbeispielen.  Weiterlesen

SaSe24: Satire und Kommerz: Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf für Eckes-Granini

Die beiden Circus-Halligalli-Protagonisten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben eine „Pressekonferenz“ gegeben, auf der sie sich für ihre Werbespot-Parodien über den Fußballer Kevin Großkreutz „entschuldigen“. Namentlich mit im Boot: Der Fruchtsaft-Hersteller Granini und dessen Pressesprecher Dr. Bernd Engel.  Weiterlesen

SaSe5: Carolin Kebekus WDR PussyTerror TV (1): Atemlos durch eine überinventarisierte Show

Was für eine Satire-Woche! Erst revolutioniert Jan Böhmermann die Rezeptionsroutine der Fernsehzuschauer  und mutmaßlich auch die Produktionsgewohnheiten von Talkshow-Redaktionen (vgl. SaSe4). Schwer vorstellbar, dass künftig noch einmal YouTube-Schnipsel ungeprüft in den Polittalksendungen des Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlt werden. 

Und zum Abschluss dieser satiredominierten Medienwoche strahlt der Schnarchsender WDR am Samstag (21.03.15) um 21.45 Uhr die Premiere von Carolin Kebekus‘ neuer Show (mit altem Namen) PussyTerror TV aus. Weiterlesen

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