Tag Archiv:Manuel Meimberg

TS24/16: Von schwarzer Humor über Günther Lachmann bis Volker Schwenck

+++ Marie Meimberg über schwarzen Humor
Auf Stefan Niggemeiers brandneuer Internetpräsenz Über Medien reflektiert Marie Meimberg im Kontext der Verurteilung des Vbloggers Julien wegen Volksverhetzung unterhaltsam und beweglich über schwarzen Humor, dem exzessiven Gebrauch von Fäkalsprache (Koprolalie, Pornolalie & Co.) sowie der intellektuellen Beweglichkeit jener, die damit (nur) Klicks machen (wollen).

Hinweis: Marie Meimberg ist die Ehefrau des Regisseurs und Autors Manuel Meimberg, der das Drehbuch für die ZDF-Nazi-Satire Familie Braun geschrieben hat. Ich würde dazu neigen, obigen Reflexionen der Gattin als indirekte Widerlegung des Teils der harschen TV-Kritik an Familie Braun ins Kalkül ziehen zu wollen, die den Machern der Nazi-Satire Oberflächlichkeit etc. unterstellt.


++ Offtopic & by the way: Der Fall Günther Lachmann
Wenn wir schon gerade auf Über Medien sind, empfiehlt sich aus aktuellem Anlass und zur Causa des (Ex-)Welt-Journalisten Günther Lachmann dieser informative Hintergrundartikel von Boris Rosenkranz über die publizistischen Aktivitäten der Familie Lachmann. Und die Fortsetzung der Story hier.
Nebenbefund: Lachmann hat sich interessanterweise den Medienanwalt Ralf Höcker zur Seite geholt … Weiterlesen

SaSe84: ZDF „Familie Braun“: Kann Satire keinen Rechtsextremismus?

Die „MediennutteHenryk M. Broder in Die Welt ist begeistert von der neuen ZDF-Polit-Kurzsatire Familie Braun (fünf Minuten freitagabends nach der heute-show). Er widerspricht damit (nicht nur) Nora Burgard-Arp von Meedia in ihrem vernichtenden Urteil über die Nazi-Satire (vgl. auch TS23/16).

Nachdem sich Broder in seiner TV-Kritik zunächst und länglich der puren Nacherzählung hingibt, lobt er das ZDF für die Radikalität der Satire, die er dem Lerchenberg-Sender nicht zugetraut habe. Er sucht nach dem Mut für die Grenzüberschreitung. Dem ZDF sei ein großer Wurf gelungen abseits der „grausamen Biederkeit“, welche die Produktionen des Senders sonst auszeichneten.
Broders Quintessenz:

„Familie Braun“ hat das Zeug zu einem Hit. Wie einst Ekel Alfred. Bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens die GEW und der Philologenverband gegen die Serie protestieren werden.
(Die Welt Henryk Broder 13.02.16: „Wo das Negerkind unterm Hitler-Bild aufwächst“)

Broders Hoffnung, dass wenigsten X und Y gegen die Serie protestieren bzw. ihr eine vernichtende Kritik schreiben werden, erfüllt sich umfänglich. Ist er Seher oder kennt er seine Pappenheimer so gut? Oder liegt es nur daran, dass seine Kritik zu einem Zeitpunkt erscheint, als die Verrisse schon publiziert sind? Weiterlesen

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