Tag Archiv:Micky Beisenherz

TS36/16: Daneben + Niedlich-langweilig + Gekonnt + Missbraucht

+++ Micky Beisenherz‘  sexistische AfD-Satire
Aller(publizistischen)orten regt sich Kritik am bisherigen (?) Umgang mit dem Phänomen AfD. Nach dem fulminanten Wahlerfolg der Populisten am vergangen Super-Wahlsonntag resümiert Stefan Winterbauer auf Meedia Vergangenheit und mögliche Zukunft bei dieser zweifelsohne schwierigen Aufgabe. Deutliche Kritik übt er dabei an dem Satiriker und Gag-Schreiber Micky Beisenherz:

Ausgrenzen, ignorieren, beschimpfen – das funktioniert nämlich ganz offensichtlich nicht. Ganz und gar nicht hilfreich ist es auch, wenn der Gag-Schreiber und stern.de-Kolumnist Micky Beisenherz nach den Wahlen auf seiner Facebook-Seite ein Foto der knienden AfD-Chefin Frauke Petry veröffentlicht, bei dem man ihr unter den Rock schauen kann, dann ist das einfach nur frauenverachtend und geschmacklos. Dass sich darunter die hämischen, Hass-Kommentare von AfD-Gegnern, ja Gegnern!, häufen, wundert nicht. An diesem Punkt sind sich Gegner und Anhänger der AfD ähnlicher, als es ihnen lieb sein kann.
(Stefan Winterbauer Meedia 14.03.16: „‚Nazis‘ rufen reicht nicht – Gebrauchsanweisung für den medialen Umgang mit der AfD„; Hervorhebg. SaSe)

Senf: Was für die Medien im Allgemeinen gilt, gilt für die Satiriker und Kabarettisten im Besonderen! Denn auch diesen sei Winterbauers Schlusssatz auf den Merkzettel geschrieben: „Wer immer nur „Nazi“ ruft, wenn ein Rechtspopulist das Haupt hebt, erweist seiner Sache einen Bärendienst.“ Vergleichbar flach und anämisch kommen auch die Denkfunk-Komiker nach dem Drei-Landestagswahlen-Sonntag daher: hier und hier. Aussagekräftiger sind da schon solche und solche Meldungen, deren Quintessenz sich natürlich für die satirische Destillierung nachgerade anböte. Weiterlesen

TS155/15: Times-Porträt + Rentner-Karriere + Müller-Tränen + „Mission Lächerlich“

+++ Angekommen: Die „New York Times“ porträtiert Jan Böhmermann
Davon würden die Denkfunk-Kabarettisten träumen? Die New York Times porträtiert den deutschen Entertainer und Comedian Jan Böhmermann. Die von der angesehenen amerikanischen Zeitung formulierte Mission hat in Zeiten der pauschalisierten „Lügenpresse“-Demontage der Medien besonderes Gewicht: Er versuche, eine junge Zielgruppe aus dem Netz wieder für das Fernsehen zu begeistern. Spezielles Lob erhält auch Böhmermanns genialster Coup 2015: Varoufake! Mehr Details.
Warum die deutschen Medien so ein Problem mit Böhmermann haben, fragt sich Alexander Matzkeit auf real virtuality. Weiterlesen

TS154/15: Skandal: Jede zweite Meldung ist offtopic!

+++ Trevor Noah antwortet für das Zuckerberg-Baby
Es ist eine elegante satirische Reaktion auf die Mark-Zuckerberg-Selbstvermarkungsoffensive mit einem offenen Brief an den gerade geborenen Nachwuchs. Mit einer solchen punktet Trevor Noah, der Nachfolger von Jon Stuart in der Daily Show. Sein offener Brief vom Zuckerberg-Baby an die Eltern beginnt mit dem dezenten Hinweis, diese mögen es doch einfach direkt ansprechen anstatt einen Brief im Internet zu veröffentlichen. Mehr Details.
Inzwischen hat der Facebook-Gründer auf die globale Kritik an seinem Ich-verschenke-mein-Vermögen-Projekt reagiert.


+++ Offtopic: „Westfalen-Blatt“ Bielefeld checkt Flüchtlingsgerüchte
Eine interessante Aktion hat sich die Bielefelder Redaktion des Westfalen-Blattes einfallen lassen. Die Leser sind aufgefordert, Gerüchte über Flüchtlinge einzureichen. Die Journalisten überprüfen diese dann und veröffentlichen das Ergebnis. Im Gespräch mit Meedia erzählen Redaktionsleiter Ulrich Windolph und Chefreporter Christian Althoff, welche Erfahrungen sie mit dem Format machen und wie die Leser reagieren. Bisherige Ausbeute: nur zwei tatsächliche Vorfälle bei 40 Checks.  Weiterlesen

TS120/15: #freeMicky + BILD besiegt + Swift-Preis + Geklärt

+++ Micky Beisenherz wird von Facebook gesperrt
Der Blütenteppich der nun zum Aktionismus umschlagenden Facebook-Verantwortlichen wird täglich reicher. Facebook versucht derzeit, seine Nutzer von der Strategie zu überzeugen, den Hass-Kommentaren (von Rassisten, Nazis & Co.) mit Gegenrede („Counter speech“) zu begegnen. Das habe der „bestbezahlte Gagschreiber Deutschlands“ (Eigenzuweisung) und stern-Kolumnist Micky Beisenherz getan, berichtet Meedia (Erstbericht bei DWDL), und wurde dafür von Facebook gesperrt. Immerhin scheint sogar bei einem netz-affinen Herrn Beisenherz der Groschen allmählich zu fallen:

Beisenherz müsse sich „auch langsam ernsthaft Gedanken über diese ‚Gemeinschaft‘ machen und ob man dieser angehören sollte. Ich empfinde da zunehmend Unbehagen. Dieser Fall bestätigt mich in meiner Meinung über die Entwicklung dieses einstmals sozialen Netzwerks.“
(Quelle)

Senf: Aus eigener Empirie rufe ich Herrn Beisenherz in der Gegenrede zu seiner Schlafschulweisheit zu: Ein Leben OHNE Facebook ist möglich! Ob die Beisenherz-Fans allerdings noch alle Nadeln an der Tanne haben, diese Frage formuliert der von ihnen initiierte Hashtag #freeMicky oder so Tweets wie „Je suis Micky“. Hallo?
Wo genau ist der Unterschied zwischen dem extern oktroyierten Personenkult von Diktatoren und dem freiwillig schleimproduzierten von Bekloppten in freien Gesellschaften, die ihrer Mein-Idol-wir-folgen-dir-Mentalität frönen?

Danke an extra3, das den Konflikt Beisenherz ./. Facebook grafisch auf diesen wunderbaren Punkt bringt. Weiterlesen

SaSe39: TV-Kritik 1. Folge WDR „Das Lachen der anderen“: Viel Porsche und wenig Lachen

Autsch! Wie kann die Kritikerin zu dem Experiment Das Lachen der anderen des WDR im Rahmen seiner Verjüngungskur und „Programmoffensive“ eine ehrliche TV-Kritik schreiben, ohne die des Schutzes Bedürftigen noch mehr durch den Kakao zu ziehen? Noch mehr als es die beiden skrupellosen Witzemacher gestern Abend schon taten mit den Bewohnern vom „Öko-Dorf“ (ist kein Dorf, ist nur ein Haus), korrekter mit der „ökologische Lebensgemeinschaft“ Ein neues Wir (Webseite) in Hangenmeilingen (Gemeinde Elbtal im Westerwald)? Aber die Bewohner dort haben dem Experiment ja wohl zugestimmt. Sie haben sich entblößt. Und jetzt ist die Peinlichkeit in der Welt (hier in der ARD-Mediathek).  Weiterlesen

TS102/15: WDR-Comedy + Pispers-Kritik + Kita-Game + Triberg-Satire + SaSe-Freude

+++ WDR-Programmoffensive mit Comedy
Mehr junge Zuschauer möchte der WDR ansprechen und gewinnen. Dafür werden zwei Wochen lang neue Formate ausprobiert: „Comedy and sex“ laute die Losung, wie Meedia die Erläuterungen des WDR-Intendanten Tom Buhrow destilliert. Vom 24. August an werden 20 neue Unterhaltungsformate ausprobiert. Im Comedy-Bereich sind das:  der Sechsteiler Meuchelberg aus der niederrheinischen Provinz (eine Variante zur Erfolgsserie Mord mit Aussicht), eine Miniserie für Luke Mockridge sowie Das Lachen der anderen (hier bei Fernsehserien), in der Micky Beisenherz und Oliver Polack in fremde Lebenswelten eintauchen, indem sie eine Weile mit Öko-Aussteigern und MS-Kranken zusammenleben. Anschließend dann werde entschieden, welche dieser Sendungen ins reguläre Programm übernommen werden. 

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TS93/15: Troll-Juchu + Satire-Krücken + So sehen + Blechen + Inlandsterror + Stromkasten-Sex

+++ "stern"-Stimme Micky Beisenherz: „Troll, dass es dich gibt“
In seiner stern-Kolumne beschäftigt sich Micky Beisenherz in seiner bekannten unterhaltsamen Diktion mit Trollen, Shitstorm und Til Schweigers imponierenden Persistieren gegen den braunen Mob. Dabei hebt er wohltuend auch auf das durchgehende Stilmerkmal der rechtsnationalen Geistesleuchten ab: „Rechtschreibung kommt nicht von rechts“. 

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TS73/15: Micky Beisenherz + Psychose in Blau + Journalistenschande + Jürgens Essen

+++ Wenn Sie mehr über Micky Beisenherz wissen möchten
… bietet sich dieses Welt-Interview an. Das ist spektakulär übertitelt mit „Raab hat mehr für Deutschland getan als Kohl“. Eine argumentative Begründung für diese steile These von Micky Beisenherz, des „Gaglieferanten“ (u. a. für RTL-Dschungelcamp, Joko und Klaas, heute-show, extra3 etc.), bleibt allerdings aus.

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TS65/15: Atena Faraghdani + John Cleese + Niveau-Micky + Jon Stewart hoffnungslos

+++ Iranische Karikaturistin Atena Faraghdani zu 12,5 Jahren Gefängnis verurteilt
Die Berichterstattung auf Global Voices online über das gnadenlose Urteil eines Teheraner Revolutionsgerichts gegen die Künstlerin und Menschenrechtlerin Atena Faraghdani bezieht sich auf einen Text, der ursprünglich bei iranhumanrights.org erschienen ist. Faraghdani wurde wegen Zeichnungen und regierungskritischer Inhalte, die sie auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hatte, zu 12,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die mehrere Punkte umfassende Anklage beinhaltete auch den im Iran besonders schwerwiegenden Vorwurf „Versammlung und geheime Absprachen gegen die nationale Sicherheit“. Faraghdani, die zwischendurch aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes ins Krankenhaus verlegt werden musste, befindet sich derzeit im Evin-Gefängnis. 

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