TS150/15: CDU-Pavian + Fischer-*icken + Stille + Haue

+++ Oliver Kalkofes orientierungsloser Pavian
Seit neuestem hat SaSe eine Vorliebe für die satirische Begegnung mit CDU-Politikern. Einen Treffer bei dieser Zielgruppe hat Oliver Kalkofe gelandet, was zu Zeitungsberichterstattung am Heimatort der Vorlage führte. In seiner Sendung Kalkofes Mattscheibe rekalked bei Tele5 persiflierte er das Werbevideo des CDU-Kandidaten Martin Grzelkowski für die Oberbürgermeisterwahl in Rochlitz (Große Kreisstadt in Landkreis Mittelsachsen in Sachsen):

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Die Freie Presse Chemnitz hat das Hit-Video zum Anlass genommen, beim Persiflierten nachzufragen. Der zeigt bei Weitem mehr Humor als sein Kollege in Grünheide und nimmt den Vorgang elastisch (statt ihn an die Rechtsabteilung der CDU weiterzuleiten). Trotz so pointierter Kalkofe-Textstellen wie: „ … auch wenn ich hier auf der Kuhweide stehe wie ein orientierungsloser Pavian nach dem Blitzschlag, wäre ich gern Ihr Weltherrsch…, Bürgermeister.“


+++ Offtopic: „Helene Fischer sagt ficken“
Wenn SaSe sich um die Xavier-Naidoo-Furzverklemmung gekümmert hat, dann kippen wir das gleich noch hinterher: Ein herrlich formulierter offener Brief des Journalisten und Fernsehkritikers Hans Hoff zur Gutsherrenart des NDR, die Vorabschau des Til-Schweiger-Tatorts zu verweigern. Und er „spoilert“ – ein Verbrechen, dessen Benennung mir bisher (auch) unbekannt war. Denn: „Helene Fischer sagt ficken!“


+++ Serdar Somuncu im Interview mit „Neue Presse“
Das nächste Interview von Serdar Somuncu, dieses Mal in Neue Presse mit dem sympathischen Vorsatz: „Man muss auch mal still sein“. Damit nimmt der als „Hassias“ und „Hassist“ auftretende Kabarettist Bezug auf die Schnelllebigkeit der Zeit und der Erwartung an Medien und Kabarettisten, möglichst kurzfristig zu aktuellen Ereignissen (z. B. die Terroranschläge von Paris) Stellung zu nehmen und sich zu verlautbaren. Er fühle sich damit überfordert. Er brauche für seine Urteile mehr Zeit, könne diese nicht als Instant-Produkt fällen.


+++ Poster bestätigen Querfront-Tendenzen von „Die Anstalt“
Ach, interessant: Der FB-Account Friedensdemowatch hat den auch von SaSe ausführlicher behandelten Meedia-Artikel verlinkt (vgl. SaSe67). Offensichtlich stehen einige TV-Krtiker und ich mit unserem Eindruck vom Querfront-Drive bei Die Anstalt nicht allein. Diverse Poster bestätigen ihn:

„Die Anstalt“ zeigt ohnehin zunehmend Querfront-Tendenzen“
(Friedensdemowatch 29.11.2015: Poster K.D.)

Und:

Das sind schon keine Tendenzen mehr in meinen Augen. Zumindest teilweise ist das 1 zu 1 Querfront-Propaganda, nur besser verpackt (Herr Uthoff ist einfach ein besserer Sprecher als die Leute auf den Montagsdemos).
(ibid.; Poster F. M.; Hervorhebg. SaSe)

Der Post A. R. möchte das etwas differenzierter haben:

Wenn es um die USA oder Journalismus geht, ist die Anstalt zweifelsfrei Querfront, allerdings gibt es bisweilen auch ganz gute Beiträge (z. B. zur Griechenland-Krise, trotz Michael-Mooresker Sentimentalitäten, die da eingebaut werden). In welchen Bereichen zeigen sich denn in der Anstalt außerdem Querfront-Tendenzen? (Ernst gemeinte Frage, ich schau die Sendung nur sehr selten.)
(ibid., Poster A. R.)

Antwort darauf von K. D.:

Den strikte Anti-Amerikanismus und den gelegentlichen Hang zu Verschwörungstheorien würde ich an erster Stelle nennen; auch der Eindruck einer gewissen-Putin-Blauäugigkeit drängt sich auf.
(ibid.; Hervorhebg. SaSe)

(Als ich kurz vor Freischaltung die Links noch einmal überprüfe, sind diese Kommentare – zumindest für mich – plötzlich nicht mehr sichtbar? Eigenartig. Kann aber auch an mir liegen. Als Nicht-FB’ler blicke ich es manchmal nicht.)


+++ Herbe Haue für Jan Böhmermann

Unerwartet: Zum einen zieht Jan Böhmermanns Gangsta-Rap Ich hab Polizei enorme Klickzahlen allein auf YouTube (über 4 Millionen). Zum anderen wird massive Kritik aus der Musikszene laut. Böhmermann ergehe sich in der Arroganz des Bildungsbürgers. Er mache nicht nur die musikalische Subkultur, sondern auch die Sprache der Migranten zur Lachnummer. Einen Überblick mit Zitaten gibt Meedia.

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