TS62/15: Die NOZ & Satire + „Front Deutscher Äpfel“ + Plagiat ohne Streit

+++ Die "Neue Osnabrücker Zeitung" und die Satire
Allmählich erhält die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) innerhalb der Satire- und Kabarettszene einen herausgehobenen Status. Ordentlich geknirscht hatte es schon im Kontext der Auseinandersetzungen zwischen dem Osnabrücker Moslem Erhat Torka und Dieter Nuhr. Nach kritischer Berichterstattung soll es zu „Missverständnissen“ zwischen dem Kabarettisten und der Zeitung hinsichtlich der Frage eingeholter Stellungnahmen sowie des Zutritts für NOZ-Journalisten zu einer Nuhr-Veranstaltung gekommen sein (hier und hier).

Jetzt reibt sich die NOZ erneut an der Satire: In einer Kolumne am 12. Juni 2015 kommentiert Frank Wiebrock die Thematisierung von Osnabrück bei Titanic online: Wissenswertes über Osnabrück. Die dort zusammengetragenen Zeilen seien „uninspiriert“. Die geografische Zuordnung zu Nordrhein-Westfalen sei sachlich falsch. Für Wiebrock ist der Titanic-Beitrag so nichtssagend, dass er einen Haken dahinter setzt und stattdessen auf seiner Meinung nach gelungenere satirische Auseinandersetzungen mit der Hasestadt verweist.


+++ Deutschlandradio Kultur: Lachen über Neonazis mit der "Front Deutscher Äpfel"
Ute Welty von Deutschlandradio Kultur beschäftigt sich mit der Neonazi-Parodie Front Deutscher Äpfel (FDÄ) und spricht mit dessen Gründer Max Upravitelev. Der erklärt die Strategie hinter dem Satireprojekt und tauscht das Modalverb in der ewigen „Qualfrage“ aus: „Was soll Satire?“.  Der Anlass zum Interview liegt in dem Umstand, dass Upravitelev bei der am Wochenende stattgefundenen Veranstaltung in der Gedenkstätte des KZ Osthofen Darf man über Hitler lachen? Humor und Satire als Mittel der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und aktuellem Rechtsextremismus einen Workshop leitete (vgl. auch TS51/15).
Über die Tagung in Osthofen und der satirische Umgang mit dem Nationalsozialismus berichtet auch die Frankfurter Neue Presse.


+++ "heute-show" und "Titanic" einigen sich im Plagiatstreit
Die Angelegenheit sei vom Tisch, berichtet Meedia. Im Witzeklau-Streit (vgl. TS56/15 und TS60/15) zwischen der Titanic und der heute-show sei es zu einer Regelung gekommen. Letztgenannte hätten versprochen, die Quelle ihrer Gags und Pointen künftig sorgfältiger zu prüfen. Titanic-Chefredakteur Tim Wolff erklärte daraufhin Meedia gegenüber, dass die Sache damit vorerst erledigt sei.

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