Über diesen Blog

SatireSenf.de (SaSe) ist ein im März 2015 online gegangener metasatirischer Blog, herausgegeben von der Linguistin M. A., Publizistin und freien Journalistin Karin Burger. SaSe versteht sich als Quelle tagesaktueller Nachrichten und Informationen aus der, über die und für die Satire- und Kabarettszene – unter einer gewissen thematischen (Politik) und qualitativen Orientierung. Der Blog greift das gesamte Genre betreffende aktuelle Themen und Diskussionen auf.

Rubriken – Überblick
Diese Themen werden unterschiedlichen Rubriken zugeordnet:  Die Rubrik TagesSenf fasst aktuelle Meldungen und Links und leistet damit das klassische und inzwischen unberechtigterweise abgewertete journalistische Kuratieren.
Längere Texte, TV-Kritiken, Diskussionen und Reflexionen etc. werden der Rubrik SatireSenf zugeschlagen.
Als Angebot auch an den satirischen Nachwuchs versteht sich die Rubrik Satiren, wo bisher unveröffentlichte satirische/kabarettistische Werke (Texte, Videos, Audiodateien) ggf. auch unter Pseudonym publiziert werden können. Ob dieses Angebot nachgefragt wird, bleibt abzuwarten.
Eine Besonderheit dieses Blogs ist die Rubrik SüS: Kritik an Satire, Satirikern, Systemkritikern und Kabarett – in Satireform! Sollte es hinsichtlich des in diesen satirischen Texten enthaltenen „Tatsachenkerns“ Zweifel geben, wird auf ironie- und satirefreie Sach-Informationen in der Rubrik Hintergrundinfos verwiesen und verlinkt.

Obwohl der Blog erst wenige Wochen online ist, entwickelt er eine derartige Dynamik, dass jetzt schon eine Neufassung dieses Vorstellungstextes notwendig wurde. Zu dieser gehört das:

Thematische Fokussierung auf "Denkfunk"
Bei den Recherchen kabarettistischer Themen geriet rasch ein – nach SaSe-Meinung – strukturell bedeutendes Novum in den Fokus dieser Redaktion: Denkfunk. In den wenigen Wochen seit Bestehen fällt die thematische Konzentration der Texte dieses Blogs auf diese Institution auf. Das ist erklärungsbedürftig:

Denkfunk ist der verführerisch klingende Name hinter einem Autorenkollektiv, zu dem die Crème de la Crème das politischen Kabaretts gehört: Urban Priol, Andreas Rebers, Christoph Sieber, Frank Lüdecke, Tobias Mann, HG Butzko, Helmut Schleich, Luise Kinseher etc. (Autorenliste).
Hinter dem Namen „Denkfunk“ jedoch steht die PatchworX Media GmbH, ein kommerzielles Unternehmen mit Abo-Verkauf und einem weiteren kommerziellen Geschäftspartner (vgl. dazu satirisch SüS1). Das Konstrukt Denkfunk erhebt den Anspruch, Gegenöffentlichkeit herstellen zu wollen.  Die von den Autoren veröffentlichten Inhalte sind systemkritisch. Es bestehen personelle Verflechtungen der Denkfunk-Autoren zu anerkannten, bewährten und glaubwürdigen Projekten der Gegenöffentlichkeit mit hohem Ansehen wie z. B. stoersender.tv, Spiegelfechter, Nachdenkseiten.de.

Satiriker (und mithin Kabarettisten) sind und waren von jeher Moralisten. Sie geben – gerade in einer Gesellschaft ohne Konsenswerte – wichtige (moralische) Orientierung: im politischen Kabarett sind das Standortbestimmungen zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Diese moralische Orientierung ist allerdings nicht für jedermann jederzeit und in der 1:1-Kommunikation frei abrufbar, sondern im Bereich Kabarett ist sie in einen gewissen organisatorischen und formalen Rahmen gebettet: Fernsehsendungen, Bühnenauftritte. Es ist also nicht abwegig zu behaupten, dass Kabarettisten in der heutigen Gesellschaft die abgewandelte Funktion von Predigern / Priestern / Pfarrern (Moralisten!) übernehmen. Und es war ein großes Thema der vergangenen Jahre zu lernen, dass eine Gesellschaft gut daran tut, auch ihren Moralisten kritisch zu begegnen.  So weit, so gut.

Mit Denkfunk/PatchworX Media GmbH erhält diese Funktion als moralische Instanz in einer wertedesorientierten Gesellschaft zum ersten Mal  einen anderen Stellenwert: Aus (einzeln "predigenden") Individuen (Künstlern) wird eine Institution! Die formalen Merkmale der Institution Denkfunk/PatchworX Media GmbH (Rechtsform, Intransparenz, aggressives Marketing, mangelnde Partizipationsmöglichkeiten  etc.)  stehen – nach Meinung dieses Blogs – in krassem Widerspruch zu den inhaltlichen Botschaften der dort versammelten Kabarettisten. Die formalen Merkmale des Konstrukts widerlegen (SaSe-Meinung) nicht nur den erhobenen Anspruch, sondern demontieren sogar die inhaltliche Glaubwürdigkeit der dort gelisteten Kabarettisten. Ein Pfarrer mit Jagdausübungsberechtigung ist ebenso unglaubwürdig wie der Umweltschützer, der zu seinen Vorträgen über den ökologischen Fußabdruck mit einem Lamborghini LM 002 anreist.
Die SaSe-Kritik an Denkfunk/PatchworX Media GmbH umfasst auch nicht nur zwei oder drei Punkte, sondern ist umfassend und fortlaufend – weil die Geschäftstätigkeit von Denkfunk/PatchworX Media GmbH umfassend und fortlaufend ist.

Das Thema dieses Blogs sind Satire und Kabarett. Denkfunk/PatchworX Media GmbH klammert einen auffallend weiten Bereich des Kabaretts. Denkfunk/PatchworX Media GmbH ist deshalb (vorläufig und bis auf Weiteres) ein prominentes Thema auf diesem Blog.

Nicht: Facebook, nicht: Twitter, keine Kommentarfunktion
Für den modernen Medienkonsumenten zeichnet sich SaSe  gegenüber anderen Internetpräsenzen möglicherweise formal  durch die Abwesenheit folgender drei Merkmale aus: Trotz des Selbstverständnisses als Blog gibt es keine Kommentarfunktion. Nach der anfänglichen und jungfräulichen Begeisterung für dieses kommunikative Werkzeug stellen immer mehr Blogs und auch andere Medien (Tageszeitungen etc.) die Kommentarfunktion ab, weil sie von Trollen in einem nicht mehr akzeptablen Ausmaß missbraucht wird.

Jeder SaSe-Leser hat trotzdem die Möglichkeit, diesen Blog zu kontaktieren, auf Fehler hinzuweisen, Themenvorschläge zu machen, Kritik zu üben oder Lob zu häufen: ganz banal und schlicht per E-Mail an RedaktionSaSe@aol.de. Oder auf geritzten Steintafeln per Post an die Adresse im Impressum.

SaSe gibt es auch nicht auf Facebook oder in anderen „Social Media“  – aus grundsätzlichen  ideologischen Gründen. Was diese One-Woman-Redaktion zu sagen hat, passt vorzüglich auf diese eine Internetseite. Es besteht für sie kein Anlass,  sich datentechnisch mehr nackig zu machen als unbedingt notwendig.
Dito: kein Twitter! Die tiefe Wertschätzung der SaSe-Redaktion für Zeit und Energie lässt eine Beschäftigung mit diesem Medium nicht zu.  Mehr sei zu diesem Thema mit Rücksicht auf die Twitter-Fans unter den SaSe-Lesern nicht gesagt.  Vielleicht fällt der Redaktion zur satirischen Dimension von Twitterern und Followern bei ihrer selbstvergessenen Metamorphose zu Verfolgten irrationaler digitaler Kommunikationszwänge irgendwann ein netter Text ein.

Die SaSe-Redaktion freut sich über Vorschläge, Ergänzungen, Hinweise, Kritik, Kontaktwünsche, Pressemitteilungen etc. an RedaktionSaSe@aol.de oder über die im Impressum genannten Kontaktdaten.

Viel Spaß!

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