TS57/16: Satire at its best: Martin Sonneborn vor dem EU-Parlament

+++ Martin Sonneborn spricht vor dem EU-Parlament über den „Irren vom Bosporus“
Streng satirische, in ihrer Botschaft angenehm deutliche Worte findet der EU-Abgeordnete Martin Sonneborn von der Satirepartei DIE PARTEI in seiner kurzen, aber knackigen Ansprache über den „Irren vom Bosporus“ – i. e. den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor dem EU-Parlament. Er bezieht sich dabei – dankenswerterweise – auf den Vorgang mit dem Konzertprojekt der Dresdner Symphoniker (und nicht auf die Causa Böhmermann). Es berichtet: Meedia. Allerdings bietet dieser neuerliche Einmischungsfall des größenwahnsinnigen Muselmanen in kulturelle Angelegenheiten der Bundesrepublik auch die krasseren Stichworte: Genozid und Völkermord! Sonneborn verweist ausdrücklich auf die Expertise, die er als Deutscher zu diesen Themen besitze …
(Die Tonqualität bzw. Lautstärke des Videos ist leider sehr schlecht!)

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+++ Die zeugungsstarken Wünsche des Claus von Wagner
Es sei Verwirrung entstanden, berichtet Meedia. Verwirrung durch einen Tweet von Claus von Wagner. Darin hatte der Kabarettist und Die-Anstalt-Macher den Eindruck erweckt, die populäre Sendung würde künftig am Sonntagabend zur Primetime um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Irrtum, kam dann heraus. Wagners Tweet bezog sich auf einen gefälschten Screenshot der Programmankündigungen des ZDF. „Da war bei Claus von Wagner wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens, bzw. des Tweets …“ höhnt Meedia.


+++ Fernsehkritik zu „Die Anstalt“ vom 26.04.16

Newsbuzzters besprechen die Anstalt-Sendung vom vergangenen Dienstag (Mediathek) mit den Gästen Arnulf Rating, Hazel Brugger und Alfred Dorfer. Claus von Wagner und Max Uthoff hätten es sich nicht nehmen lassen, den Böhmermann-Fall aufzugreifen:

Statt des Schmähgedichts wurde allerdings ein Text von Erdoğan zitiert, der den türkischen Staatschef fünf Jahre vor seinem Amtsantritt 10 Monate wegen Volksverhetzung in den Gefängnis gebracht hat. Mit der Überlegung, Böhmermann könne nach seiner möglichen Freiheitsstrafe selbst Präsident werden und dann ein Schmähgedicht auf sich selber verfassen, führte die Anstalt die Causa Böhmermann gänzlich ins Absurde.
(newsbuzzters 27.04.16: „Die Anstalt – Diskussionen am Wiegebett der AfD„)

Das vom Kritiker gelobte „Leitbild der Sendung“, eine große weiße „Kindergrippe“ war de facto allerdings schlicht und einfach und weniger infektiös eine Kinderkrippe?
Als besonderes Verdienst der Sendung lobt newsbuzzters: „Die Anstalt stellt deutsche Leitkultur auf den Prüfstand“. Fazit:

Viele augenöffnende Momente und eine sehr gelungene Darstellung der AfD-Erfolgsgeschichte machten die Anstalt gestern zu einem wahren Satiregenuss, dessen Botschaft deutlich zum Nachdenken anregt.
(ibid.)

Senf:  Völlig angeregt mit kuchentellergroßen Augen nachdenke ich noch …, wobei mich die Freude darüber ablenkt, dass keiner der Gäste dieser Anstalt-Sendung aus dem Denkfunk-Pool stammt! AUSNAHME!


+++ „Titanic“: Die schönsten Verbalinjurien zu Helmut Markwort
Okay, vielleicht kann man die Titanic doch hier und da noch gebrauchen – etwa wenn es um die Katalogisierung der herrlichsten Verbalinjurien zu dem obstruktiven Helmut Markwort geht. Der hatte sich jüngst deftig zu der Böhmermann-Schmähkritik verlautbart. Ihre Begeisterung für Markworts Auslassungen bettet das Satiremagazin lexikalisch wie folgt: „Sie unwürdige Grützwurst! Sie umetikettiertes Stück Kesselfleisch! Sie obszönes Amalgam aus Cholesterin, Sperma und Niedertracht!“ Ab ins SaSe-Perlen-Lexikon!


+++ Offtopic: Heute gönne ich mir Schadenfreude!
Statt Mentalgymnastik zugunstern der ideologisch korrekten Ausbeute der letzten Anstalt-Sendung erlaube ich mir heute mal ein Gläschen … Schadenfreude. Ich lache mich kaputt über die Entwicklung eines die Publizistik betreffenden Gerichtsverfahrens (hier1, hier2), dessen Ziel die fast schon schamlose Gewinnmaximierung war und das jetzt so eine ganz andere Wendung zu nehmen scheint. Und das nicht so sehr wegen des Klägers Jörg Kachelmann, sonder wegen dessen xxx [das hier ursprüngliche verwendete Attribut wurde von den SaSe-Anwälten zensiert] Rechtsanwalt Ralf Höcker! Der brilliert nicht nur mit seiner AfD-Mandantschaft, sondern setzt auch auf Schmerzen, um Journalisten die von ihm gewünschten Lerneffekte beizubringen, wie dieses Zitat verdeutlicht: „Das Urteil muss Springer richtig wehtun, sonst erzielen wir keinen Abschreckungseffekt.“ Die leicht verstörend auf das Zufügen von Schmerzen ausgerichteten Ambitionen dieses sich permanent selbstinszenierenden Medienanwalts kamen schon früher in seinem Angebot zum Ausdruck, zahlungskräftigen Mandanten als „juristische Peitsche“ für Blogger zur Verfügung zu stehen! Iiibäääh!

 

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