TS77/16: Von Böhmermann, Hill, Welke und „Postillon“

+++ Causa Böhmermann – nächste Runde
Eine Überraschung ist es nicht: Der türkische Präsident Erdogan hat über seinen (einen) Anwalt Michael-Hubertus von Sprenger (gezielt) beim Landgericht Hamburg Klage gegen Jan Böhmermanns Schmähgedicht im Ganzen eingereicht. Man wird sich vermutlich auf ein jahrelanges Verfahren einstellen können.
Die Anwälte beider Parteien machen dubiose Andeutungen über neue Aspekte und Argumente, die von Meedia sehr gut zusammengestellt werden.
Im Übrigen knobeln Böhmermann und ZDF gerade die weiteren Vertragsmodalitäten aus. Dabei macht ZDF-Intendant Thomas Ballut zitierfähige Grundsatzäußerungen zu Satire, die all jene beschenken werden, die sich so sehr Grenzen des Genres wünschen: Satire soll keine Staatskrisen auslösen.

By the way: Ein weiterer Meedia-Artikel berichtet, dass gegen Jan Böhmermann inzwischen über 1.400 Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Mainz eingegangen seien, überwiegend von Privatpersonen. Mit einer kurzfristigen Entscheidung der Behörde sei nicht zu rechnen. Die Ermittlungen würden sich aber auch nicht „viele Monate“ hinziehen.


+++ Martina Hill auf Kinoleinwand
Als „Comedygranate“ bezeichnet klatsch-tratsch.de Martina Hill und verkündet, dass die „Knallerfrau“ mit Constantin Film ihren ersten Kinofilm drehe. Berichterstattung auch bei: Berliner Zeitung + Die Welt + Finanznachrichten.de u. v. a. m.


+++ „Tagesspiegel“ analysiert Oliver Welkes ungewohnte Rolle
Der heute-show-Headman Oliver Welke im Zusammenspiel mit Oliver Kahn bei der Moderation der Fußball-Europameisterschaft ist das Thema einer unterhaltsamen Spekulation im Tagesspiegel. Mit exzessiver Fußball-Metaphorik analysiert Joachim Huber das „Zusammenspiel“ der Giganten.


+++ „Postillon“ verarbeitet AfD-Eklat in Ba-Wü
Postillon
-Herausgeber Stefan Sichermann findet wieder einmal eine wohltuende satirische Sichtweise für das derzeitige Affentheater im Landtag Baden-Württemberg, wo sich die AfD-Fraktion zerlegt.
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+++ Münchner Uni kontert souverän „Postillon“-Satire
Die Ludwig-Maximillians-Universität (LMU) in München hat souverän und witzig auf eine Postillon-Satire reagiert, in der Stefan Sichermann behauptete, die LMU biete künftig die Studiengänge „Vergleichende Emojilogie“ und „Wirtschaftsemojilogie“ an. Die Uni konterte humorvoll auf Facebook.  Berichterstattung z. B. bei Chip.


+++ „Vice“: Anja Rützel ging für uns durch die Hölle

… und hat sich alle Mario-Barth-DVDs am Stück angeschaut. Dabei wäre dieses Martyrium gar nicht notwendig gewesen, weil das betrübliche Ergebnis vorhersehbar war. Aber jetzt ist das wenigstens fundiert! Der ganze Spaß.

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