TS17/15: Stefan Winterbauer ertränkt Kerner-Show in wohltuendem Spott

Er gehört (nach nicht-mainstreamfähiger SaSe-Meinung) in den auch nicht gerade überquellenden Pool an Journalisten, die richtig gut und unterhaltsam schreiben können: Stefan Winterbauer, Meedia. Da ist dem Kenner das Thema schon fast egal. Bei Winterbauer wird vermutlich sogar ein Erstbegegnungsprotokoll mit Haftcreme zum Lesegenuss. In der aktuellen Fernsehkritik „Das große Schlüpfen“, Kerner und eine renitente Vogelspinne ist die Quelle seines Spotts erkennbar die Fassungslosigkeit darüber, wie man aus der „grundbescheuerten Idee, in einer Live-Show Eier ausbrüten zu lassen“ ein derartiges „Festival der Peinlichkeiten“ kreieren kann wie in der ZDF-Show „Das große Schlüpfen“ mit Johannes Kerner. Das Rezipieren von Winterbauers Ringen mit dieser Fassungslosigkeit leitet den Karfreitag unkatholisch fröhlich ein.  Empfehlenswert! 

Ach herjeh, gerade bemerkt SaSe, dass dieser Blog mit seiner Begeisterung über Winterbauer aus dem medienkritischen Mainstream fällt. Mist! Kann man sich rausreden? Ja: Obiges beziehe sich auf seine Schreibe im Allgemeinen und die Kerner-Fernsehkritik im Besonderen. Trotz gelegentlicher Rechtschreib- oder häufiger schiere Tippfehler (wie bei Niggemeier und allen anderen auch: „Stefan Winterbauer, der Blinde unter den Einäugigen beim Braanchendienst [sic] Meedia“). Dessen, Winterbauers,  Gesinnung entblöße sich in der medienkritischen Röntgenaufnahme als aus kleinbürgerlichem Hass geborene Intellektuellenfeindlichkeit, wie Kathrin Schuster 2012 auf der Basis und mit dem kräftigen Rückenwind  von Stefan Niggemeier in dem Artikel Schlaumeier-Medien erklärt. Diese öffentliche Zustimmung  gibt dann auch sofort ein Leckerchen von Zweitgenanntem an die Geburtszeugin: ein oberpeinlicher Leserkommentar („Bravo. Ein hervorragender Artikel …“) unter dem Niggemeier-hat-Recht-Text.

Mönne, aber der Kerner-Spott war trotzdem herrlich!

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