TS53/15: FIFA + Tötende Zunge + Anstalt-Diebe + Elbphilharmonie

+++ Imageschädliche Anti-Logos: Kann Satire die FIFA beeindrucken?
Das könnte eines der wenigen Beispiele werden, bei dem Satire kurzfristig ihre Wirkung entfaltet und zementierte Verhältnisse aufbricht. Satire als letztes Mittel gegen die unfassbaren Zustände beim Weltfußballverband? Im Netz kursieren derzeit jede Menge Anti-Logos der großen FIFA-Sponsoren: McDonalds, VISA, adidas, Sony, CocaCola etc. Spiegel online berichtet, dass schon die ersten Sponsoren auf Distanz zur FIFA gehen.


(Collage aus Bildzitaten Screenshot Meedia 28.05.15: Anti-Logos)

 

Weitere Antilogos hier!
Auch der Schweizer Schmierstoff-Produzent Motorex nutzt den FIFA-Skandal anspielungsreich zur Werbung. Direkt im Sportteil der Schweizer Boulevard-Zeitung Blick platzierten die Motoröl-Experten eine ganzseitige Anzeige, die eine Tonne Öl mit dem Begleittext „Schmiert legal seit 1917“ zeigt (Quelle).

Die Satire-Sendung extra3 liefert wie gewohnt den passenden Song zum Skandal:



+++ Die ewige Qualfrage auf der Streckbank in Dinslaken
Der Artikel beginnt …. wie eine Satire:

"Wie weit geht die Meinungsfreiheit?" Diese Frage brannte den Organisatoren der Ökumenischen Woche in Dinslaken-Stadtmitte in diesem Jahr auf den Nägeln – und nicht nur ihnen, wie die Resonanz der Podiumsdiskussion am Dienstagabend zeigte: Fast alle Plätze im Saal des evangelischen Gemeindehauses an der Duisburger Straße waren besetzt
(rp-online 28.05.15: „Denn auch die Zunge kann töten“)

Die erarbeiteten Erkenntnisse sind umwerfend, was vermutlich am Nagelbrand liegt: „Es sei die Frage nach der Perspektive, welche die Beantwortung so schwierig mache“.  Darauf einen Hopfensteiner! Zielführender und unterhaltsamer wäre es vermutlich gewesen, das durch den Kabarettisten Willibert Pauels tabulos eingeführte (!)  Bild der tötenden Zunge im Kontext genussreichen Cunni … Nicht der schlechteste Tod!


+++ Böse TV-Kritik zu "Die Anstalt" im "Tagesspiegel"
Der Tagesspiegel hat es so gar nicht mit der ZDF-Kabarettsendung Die Anstalt. Anfang Februar 2015 hatte Richard Weber die beliebteste Kabarettsendung schon einmal ordentlich eingedost. Jetzt krempelt Mathias Kalle die Ärmel hoch: "Witzecheck" für geklaute Gags. Die Sendung schüre Ressentiments gegen die „Lügenpresse“ und bediene sich dann aber laut „Faktencheck“ genau bei diesen kritisierten Medien. Die Gäste der Sendung (namentlich nicht genannt, aber gemeint: Christine Prayon, Tobias Mann, Frank Lüdecke) seien „zweitklassige Kabarettisten“. (SaSe meint: Unverschämtheit!)
Der „Faktencheck“ des ZFD zur Sendung erbost Kalle besonders. Dort fänden sich in den mehr als 100 gelisteten Quellen über 70 der immer wieder gescholtenen Systempresse. Die Kolumne endet mit dem arroganten Zuruf: „Aber, hey, ihr macht halt Fernsehen. Den richtigen Job, den machen wir“.


+++ Die ganze Wahrheit über die Elbphilharmonie
Das Video gibt es schon länger auf YouTube (ursprünglicher Kontext: Fußball), wurde jetzt aber auf das Thema Elbphilharmonie „umgearbeitet“ und neu untertitelt. Die Begeisterung darüber ist so groß, dass die Finanzmarkwelt das Video unter dem Stichwort Satire thematisiert.



+++ Satire-Plakat bringt Schwung in steirischen Landtagswahlkampf
Österreich: Die Jungen Grünen haben mit einer Foto-Collage erfolgreich provoziert: Dabei wurde der amtierende Landeshauptmann der Steiermark, Franz Voves (SPÖ), mit dem südkoreanischen Diktator Kim Jong-un auf ein Plakat gesetzt. Die dafür kritisierten Grünen kontern mit dem Hinweis, auf Realsatire könne man eben nur mit Satire reagieren.

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