TS04/17: Ein Hammer-Charmebolzen bei der Gemeinde Leibertingen

Der Morgen, wenn er früh ist … und man trotzdem und deshalb einen Anruf verpasst hat. Die Sprachbox berichtet Erstaunliches. Es spricht ein Beamter der Gemeindeverwaltung Leibertingen. Das ist schon mal an sich spannend, weil ich außer dem hier noch nie etwas mit der Gemeinde Leibertingen zu tun hatte. Und auch einwohnertechnisch nicht in deren Zuständigkeit falle. Dazu bin ich viel zu happy über „meinen“ Sauldorfer BüM Wolfgang Sigrist. Denn wir Sauldorfer hatten da schon weit üblere Zeiten! Konnten wir aber an Pfullendorf abdrücken!

Mein persönlicher Assistent Sprachbox richtet mir des Weiteren von der Gemeinde Leibertingen aus, dass eine Baulast jetzt erreichbar wäre. Hammer! Nicht dass ich ohnehin schon genug Lasten hätte, aber Baulast ist neu.  Mein bau- und verwaltungsrechtliches Wissen ist ohnehin massiv ausbaufähig, aber bisher hatte ich vermutet, dass mit „Baulasten“ nur Grundstückseigentümer beschäftigt sein können. Winkt hier etwa ein soziales und vermögenstechnisches Upgrade?

Mitnichten, wie mein eifriger Rückruf bei dem netten Herrn von der Gemeindeverwaltung Leibertingen zutage fördert. Ein Missverständnis, möglicherweise ein kleiner Zahlendreher bei der Übermittlung der Telefonnummer or what ever: Keine Baulasten für Karin Burger!

Herr Charmebolzen, der mir in seiner kommunikativen Kompetenz so auch nicht bei allen Gemeinden im Landkreis Sigmaringen (im Zuge von im Gottes vergessenem Landkreis so unbekannten Aktivitäten wie journalistischer Recherche) begegnet, entschuldigt sich für das Missverständnis und die Unannehmlichkeiten des Anrufs, dessen Adressat ich nicht sei. Das tut er derart glaubwürdig und nett, dass ich den Zugang zum Späßle-Garten öffne. Nun ja, als alte Frau könne ich es mir schwerlich leisten, Anrufe von dynamischen Herren am frühen Morgen, selbst wenn sie auf Missverständnissen beruhen, so schlank von mir zu weisen. Der Leibertingen Baulasten-Verwahrer reagiert sofort, elastisch und umwerfend ritterlich. Wenn dem nun so sei und hier offensichtlich – er nennt es nicht so, scheint es aber für sich zu konstatieren – eine entsprechende psychosoziale Bedürftigkeit bestehe, er könne durchaus gelegentlich bei mir anrufen?
Gemeinsam lachend können wir uns dann gerade noch darauf einigen, ihn von derlei Minnediensten zu entbinden.

Es regnet in Strömen. Mein Tag ist voller Sonnenschein. Ich wünsche es der Gemeinde Leibertingen nicht und auch nicht meinem Sigrist, aber in meine Betreuungsvollmacht an die Caritas habe ich Leibertingen jetzt mal als alternativen Wohnsitz aufgenommen.

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Foto: Karin Schmidt / pixelio.de

Foto: Karin Schmidt / pixelio.de

 

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