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SaSe79: Rezension John Niven „Old School“: Frühlingsheller Lesegenuss inmitten der heiligen Scheiße

Wer einfach einmal fliehen möchte, raus, eine kleine Pause braucht, kraftspendende Erholung sucht von all den komplexen globalen und für den Einzelnen unlösbaren Problemdschungeln wie Flüchtlingskrise, Isis-Terror, Syrienkrieg, Köln-Causa, Denkfunk-Dummfug, Undundund, dem sei als (geistige) Fluchtroute John Nivens „Roman“ Old School empfohlen.

Die Geschichte ist absurd. Die Protagonisten sind Antihelden bester Provenienz (Rentner, Arme, Behinderte). Die Handlung ist turbulent, spannend, kurzweilig und voller überraschender Wendungen. Die Tabubrüche sind saftig, denn Alltag ist es nicht, wenn ein angesehener Wirtschaftsprüfer in einer dunklen Sexhöhle tot aufgefunden wird, weil ihm seine Domina weisungsgemäß einen 60 Zentimeter langen Dildo ins Rektum gerammt hat.

SaSe79JohnNivenOldSchoolCover

Die bisher vorliegenden Rezensionen (siehe Links unten) kategorisieren Old School ebenso unspektakulär wie zutreffend als Gute-Laune-Geschichte, als einen köstlichen Lesegenuss mit hohem Tempo, der die süße Wohligkeit der erfolgreichen Rache am System verbreitet. Bürgerliche Empfindlichkeiten gegenüber triefendem Zynismus, schwelgenden „Scatologicals“, Ethels (eine der Heldinnen) derben Flüchen, vom Autor dosiert gesetzt, allerdings wären Fluchthindernisse. Ja, das wären sie, heilige Scheiße! Weiterlesen

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