TS54/15: Rap-Schänder + Lob für „Eichwald MdB“ + Russisches Satireopfer

+++ "Die Welt" sieht Böhmermann den Rap schänden
Jan Böhmermann hat sich wieder erfolgreich in die Schlagzeilen gebracht. In der Neo-Magazin-Royale-Sendung vergangene Woche beschäftigte er sich mit der Geschichte des deutschen Hip-Hops.


Das Springer-Blatt Die Welt sieht durch Böhmermanns Beitrag den Rap geschändet. Der stern dagegen schreibt von einem spektakulären Ritt durch die deutsche Rap-Geschichte. Radio Hamburg ist ebenfalls begeistert und labelt das Video als „genial“.


+++ "Eichwald, MdB": „Wunderbar erzählt und rasend komisch“
Obwohl die ZDF-Satire-Serie Eichwald, MdB schon auf ZDFneo ausgestrahlt wurde und auch in der Mediathek seit Wochen verfügbar ist (Folge 1, Folge 2, Folge 3, Folge 4) , besprechen einige Kritiker die Politsatire erst jetzt und im Zuge der Ausstrahlung im ZDF-Hauptprogramm. Focus online ist begeistert und gibt damit den krassen Gegenpart zu Markus Beckedahl auf Netzpolitik.org (vgl. auch TS32/15 2. Meldung), der das Ansehen von Eichwald, MdB als Verschwendung von Lebenszeit bewertet hatte. Focus dagegen lobt: Die Serie sei wunderbar erzählt und rasend komisch. Bernhard Schütz spiele Hajo Eichwald als fein nuancierte Figur. „Ein bisschen Stromberg, ein wenig J. R. Ewing“. Die Kritikerin Carin Pawlak hebt als besonders unterhaltsam die „Zusammenarbeit“ des Hinterblänklers mit seinem jungem Team hervor. Hier agiere die Generation Fax gegen die Generation Facebook. Pawlak kann sich wie diese Redaktion der großartigen Leistung von Maren Kroymann in der Rolle der Fraktionschefin Birgit Hanke nicht entziehen.
Eine im Gegensatz dazu frappante Katastrophe war ein Interview der B.Z. mit Bernhard Schütz, dem "schlecht gelaunten Star", in dem der Schauspieler schlicht alles doof fand: Bernhard Schütz im Grummel-Gespräch.


+++ FIFA-Skandal: Russische Nachrichtenagentur fällt auf Satire rein
Florian Rötzer meldet und dokumentiert es auf Telepolis: Die russische Nachrichtenagentur Sputnik ist auf eine satirische Nachricht des Amerikaner Andy Borowitz im New Yorker hereingefallen. Die Satire hatten die Russen ernstgenommen. Nachdem sie ihren Fehler bemerkt hatten, wurde der (peinliche) Artikel zunächst entfernt, was Rötzer ebenfalls durch Screenshot belegt, anschließend aber mit Satire-Hinweis wieder online geschaltet, ohne den Fehler einzugestehen (siehe Aktualisierung des Rötzer-Textes unten).

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