TS67/15: Bassem Youssef bewaffnet + Wildschwein reloaded + Grasverkauf + Vertonte Homophobie

+++ Bassem Youssef: Weil die Journalisten ihren Job nicht machen!
Die Basler Zeitung interviewt den ägyptischen Star-Satiriker Bassem Youssef und übertitelt die Quintessenz daraus mit: Humor ist die Waffe gegen Angst. Auf die Frage nach dem Erfolg des Formats „satirische Nachrichten“ antwortet der charmante Herzchirurg: „Weil die Journalisten ihren Job nicht machen“. Diese Bewertung erklärt er aus deren Bemühen, die Leser unterhalten zu wollen. Das führe über Sensationsgier und Unfug zur Zielverfehlung. Auch wenn der Beruf des Journalisten immer noch zu den gefährlichsten auf dem Planeten gehöre. Im Verlauf des Interviews gelingt es Constantin Seibt (Tagesanzeiger), weitere interessante Aspekte der Motive und Technik von Youssef herauszuarbeiten.

Ein Hochgenuss ist das in den Artikel eingebettete Video über einen Auftritt von Bassem Youssef in Jon Stewarts Daily Show 2014. Das perfekte Zusammenspiel der beiden Profi-Infotainer ist beeindruckend:


 

+++ "Bundessatire" macht auf den gesellschaftlichen Wandel aufmerksam
Warum der Facebook-Account Bundessatire nicht mehr Likes aufweist, ist nicht recht erklärbar. Denn Andreas Kiesch liefert regelmäßig interessante satirische Links und vor allem viele Karikaturen – besonders häufig von dem von SaSe besonders geschätzten Klaus Stuttmann! Thematisch bedient sich Bundessatire bei den großen Satire-Lieferanten wie heute-show, extra3 etc.  Für den täglichen kurzen Satire-News-Check ist Bundessatire durchaus empfehlenswert. Andreas Kiesch wird als Mitglied der Freitag-Community geführt, ist dort aber ohne Beiträge gelistet.

Mit einem Bild statt vieler Wort piekst Bundessatire den gesellschaftlichen Wandel Niedergang und die zunehmend frappante Entfremdung von der Natur auf:
 

Ausschnitt aus Bildzitat Screenshot Facebook Bundessatire

 

+++ Mark Benecke verkauft für "Die Partei" Gras in Köln
Das ist eine der tragfähigeren und profunderen Spaß-Aktionen von Die Partei: Der Kölner Stadtanzeiger kündigt breitenwirksam den Verkauf von „Gras“ im ersten Kölner Coffeeshop durch den bekannten Kriminalbiologen und Die-Partei-Kandidaten Mark Benecke an. Das Event gehört zur Aktion „Support your local dealer“. Der reale Hintergrund hinter der Satire-Aktion: „Seit mehreren Jahren gibt es immer wieder Anträge für die Einrichtung von Coffeeshops in Köln oder der Umgebung. Sogar der Kölner Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke unterstützt die Forderung nach Cannabis-Clubs, in denen legal gekifft werden darf. Die Stadtverwaltung räumt dem Vorhaben allerdings keine Aussichten auf Erfolg ein“ (Quelle).


+++ Herr von Keil (Magnus von Keil): Homophobie zum Singen
„Es wird immer schlimmer mit den ganzen Homos“. Diese Netz-und Alltags-Empirie hat der Radio-Komiker beim Berliner Sender radioeins, Herr von Keil (Magnus von Keil),  jetzt vertont. In einem „großartigen Musikvideo“ (Meedia) verarbeitet er authentische homophobe Tweets und Artikelfragmente.


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