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TS59/19: Kein Einzelfall: Bürgermeister Edgar Lamm untersagt Veröffentlichung seiner Antwort

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Uhldingen-Mühlhofen, Domenico Ferraro, schreibt einen „offenen Brief“ an Bürgermeister Edgar Lamm (CDU).

Auch wenn Ferraros Schreiben das Wesen dieser Gattung nicht ganz trifft, ist es durch und durch legitim. Recht eigentlich handelt es sich um eine ganz normale, höfliche und sachliche Anfrage. Thema: die Alte Schule in Uhldingen-Mühlhofen.  Dazu stellt die SPD UM sechs ganz einfache Fragen (nachzulesen auch hier).

So etwas sollte in einer Demokratie ein völlig unspektakulärer, regulärer Vorgang sein. Keiner Berichterstattung wert.

Bürgermeister Edgar Lamm hat wohl auch per E-Mail geantwortet. Nur leider werden die Bürger in Uhldingen-Mühlhofen und Demokratie-Besorgte andernorts nicht erfahren, was darin steht. Denn: Der Verwaltungschef in Uhldingen-Mühlhofen habe es Domenico Ferraro untersagt, seine Antwort zu veröffentlichen (Quelle).

Warum?

Neuerlich tritt Bürgermeister Edgar Lamm Transparenz und Demokratie mit Füßen. Im Übrigen kann er die Veröffentlichung seiner Auskunft gar nicht untersagen. Wenn Bürgermeister in dieser Funktion zu relevanten kommunalpolitischen Themen auf eine öffentliche Anfrage hin antworten, ist diese Antwort per se öffentlich.
Es ist nur einer falsch verstandenen Höflichkeit sowie eventuell dem durch den Wohnort und die Funktion Ferraros (als SPD-Ortvereinsvorsitzender) zu erklärenden sozialen Druck geschuldet, dass er sich an dieses Verbot hält.

SaSe-Leser und -Informanten wissen: So etwas ist kein Einzelfall!

Und aus meiner Kristallkugel weiß ich: Die Bürger in Uhldingen-Mühlhofen werden zum Thema Alte Schule noch Bau(!)klötze staunen! Sie sollten immer daran denken: Der Gemeinderatsbeschluss, das Grundstück zu verkaufen, hat nach wie vor Bestand! Und alle denkbaren Plattitüden zum Phänomen hecheln nach ihrem großen Auftritt. Zuvorderst: Wo Rauch ist, da ist auch Feuer!

TS47/19: Umhauer-News: Der demokratische Gestaltungswille in Uhldingen-Mühlhofen lebt!

Sie kennen dieses befeuernde Feeling, wenn man auf einmal feststellt, dass doch noch Hoffnung besteht? Für die Seegemeinde Uhldingen-Mühlhofen hatte ich dieselbe im Hinblick auf den demokratischen Gestaltungswillen mit dem Ziel von mehr Transparenz und Bürgernähe fast aufgegeben. Nach außen hin musste der Eindruck entstehen, dass eine kritische Sicht auf die Kommunalpolitik von Bürgermeister Edgar Lamm exklusiv bei der Wählerinitiative AWG (Aktive Wählergemeinschaft) verortet sei. Die aber überzeugt bisher hinsichtlich ihrer Aktivitäten, ihrer Transparenz, ihrer Vernetzung und ihrer über den Kirchturmradius vielleicht doch hinausgreifenden Gedankenwelt noch nicht einmal mich. Eine AWG-Webseite gibt es erst, nachdem SaSe deren Fehlen moniert hatte.

Immerhin: Dort werden in der Rubrik „Aktuelles“ fortlaufend lokale Vorgänge aufgegriffen und kommentiert. (Kleiner Tipp: Weiße Schrift auf blauem Grund mit knallroten Überschriften ist nicht sehr leserfreundlich und ein ergonomisches No-Go!) Eine Vernetzung der AWG-Kandidaten mit anderen Wählerinitiativen im Kreis aber ist bisher nicht feststellbar. Dabei haben doch alle mit denselben Problemen zu kämpfen.

Heute dann erreicht mich der Hinweis auf einen interessanten Blog des SPD-Kandidaten Domenico Ferraro. Der Blog-Name ist ebenso bescheiden wie vielversprechend und besticht mit seiner Unaufgeregtheit: Uhldingen-Mühlhofen gestalten. Gemeint aber ist: Umgestalten, wie die URL dann verrät. Oder ist das Präfix doch nur die Abkürzung für: Uhldingen-Mühlhofen?
Schon allein das ist ein professionelles und geschicktes Spiel mit Botschaften. Denn jede Form von Veränderung, die in dem dynamischen Verb mit dem Präfix „um“ drinsteckt, hat für manche Menschen auch etwas Bedrohliches.

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