Tag Archiv:Reichsbürger

TS85/16: „Reichsdeppenrundschau“: Reichsbürger und ihre Hamster-Fähigkeiten

Ganz abgesehen vom politischen Gehalt begeistert mich die Reichsdeppenrundschau 1 seit Jahren und immer wieder – nicht zuletzt sprachlich. Den dort angebotenen Newsletter habe ich abonniert. Im aktuellen Briefing über die inzwischen auch staatlich anerkannt als hochgradig gefährlich zu klassifizierenden Reichsbürger findet sich folgendes gelungene Konstrukt:

Ein Reichsbürger reagiert auf stichhaltige Gegenargumente ungefähr so, wie ein Goldhamster auf Klavierunterricht reagiert: eher zurückhaltend.
(Reichsdeppenrundschau Newsletter 02.11.2016)

Es ist weder das Klavier noch der Goldhamster, was hier die Pointe ausmacht. Es ist das „eher zurückhaltend“.

Senf: Können!

1: In diesem Kontext verzichtet SaSe auch auf das sonst geforderte Impressum. Bei dieser Art von Gegner ist es schlicht lebensgefährlich!

TS72/16: TagesSenf – schon leicht eingetrocknet und noch dazu offtopic

+++ Offtopic – Wissen: Drei runde Klammern statt gelber Stern
Vice berichtet über einen Geheimcode von Nazis, mit dem sie offen im Internet Juden markieren: Drei rund Klammern vor und drei runde Klammern nach einem Namen sind der Code!


+++ Offtopic: Reichsbürger – unterschätzt, brandgefährlich und von Satire missachtet
Gleich zwei Fernsehbeiträge haben sich letzte Woche mit dem Reichsbürgerphänomen beschäftigt und sind dabei zu der Einschätzung gelangt, dass deren Gefährlichkeit in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich unterschätzt werde. Beispiel: ARD-Kontraste: Wie gefährlich sind die Reichsbürger? (Unten auch als Video)
Dazu passend nehme ich auch vergleichsweise wenige Attacken der Profi-Satire gegen diese Deppenagglomeration wahr. Weiterlesen

TS62/16: Gesamtkotzwerke, diverse

+++ Böhmermann-Trara: Schlappe für das Dreamteam Ralf Höcker & Erdogan
Die Affäre Jan Böhmermann hat die nächste juristische Eskalationsstufe erreicht. Bundesweit bekannt wurde der offene Brief von Springer-Chef Mathias Döpfner an Jan Böhmermann. Juristisch brisant darin war die explizite Formulierung, dass Döpfner sich die Aussagen des Entertainers in seinem Schmähgedicht in vollem Umfang zu eigen mache. Als performative Formel war das eine Provokation, der die auf diesem Gebiet einschlägigen Rechtsanwälte nicht widerstehen können. Und es hat geklappt: Erdogan geht jetzt auch gegen Döpfner juristisch vor.
Inzwischen aber hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan entweder die Kanzlei gewechselt oder das Heer seiner deutschen Rechtsanwälte – zukunftsträchtig? – erweitert. War es in den Attacken gegen Jan Böhmermann selbst noch der Anwalt Michael-Hubertus von Sprenger,  wird der „Irre vom Bosporus“ (Diktum Martin Sonneborn; ich mache mir dessen Aussage aber nicht zu eigen …)  jetzt (auch?) von der Anwaltskanzlei Höcker vertreten. Der Medienanwalt Dr. Ralf Höcker hatte sich zuletzt durch Mandate für AfD-Politiker in die Schlagzeilen gebracht. Weiterlesen

TS8/16: Nur Nuhr wegen „islamophobistischer Fernsehterrorist“ als Headline

+++ Dieter Nuhr als „islamophobistischer Fernsehterrorist“
In dem Migrationsmagazin Migazin (Träger des Grimme-Online-Award 2012) beschäftigt sich der Journalist Tim Gerber mit Dieter Nuhrs Jahresrückblick 2015 und dem darin durchgeführten Vergleich zwischen Nationalsozialismus und Islam. Gerber weist auf, dass bei diesem Vergleich weder Rechenweg noch Ergebnis stimmen. Er bezeichnet Dieter Nuhr – unter anderem! – als „islamophobistischen Fernsehterroristen“.


+++ „Die Seyffenstein-Chroniken“: Selbstreferentielle Satire mit Robert Palfrader
Das Ende (2010) des österreichischen Satire-Talks Wir sind Kaiser mit Robert Palfrader war ein schwerer Verlust für die Zunft! Darüber trösten nur die Retrospektiven hinweg, zum Beispiel die Seyffenstein-Chroniken. Eine kluge Analyse der Sendung inklusive der ihr immanenten „Fesseln“ liefert das gmx-Magazin. Weiterlesen

TS118/15: M100 + Brot + Tatenlos + #fragNestlé + Hör-Mahl + Nazi-Gesichter

+++ M100 Media Award an „Charlie Hebdo“
Passend zur Verleihung des Medienpreises M100 Media Award hatte die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo mit ihren Karikaturen zum Tod des Flüchtlingskindes Aylan Kurdi am Strand von Bodrum die unsägliche Was-darf-Satire-Diskussion neu angestoßen. Die Medienberichterstattung dazu: Deutsche Welle + Handelsblatt + FAZ + Welt + rbb + Berlin.de etc.

Upps! Der wichtigste Beitrag soll nicht unterschlagen werden: Auf den NachDenkSeiten klärt uns heute Dr. phil. Sabine Schiffer (die schon bei der Kritik an dern Querfront-Studie der Otto Brenner Stiftung eine entscheidende Rolle spielte!) den konspirativ-manipulativen Charakter dieses Medienpreises und der politischen Institution dahinter. Die Auszeichnung des Satiremagazins Charlie Hebdo passe „in die Ausrichtung der Konferenz, die – 2005 von der Stadt Potsdam initiiert, unter der Ägide von Lord Weidenfeld geführt – seit Jahren immer wieder antimuslimische Akzente setzt“. Weißte Bescheid! (Wo ist mein Aluhut?)


+++Dumm-wie-Brot-Facebook: Satire-Seite gesperrt

Meine Güte: Diese Facebook-Betreiber sind einfach zu dämlich! Erst lässt man das mit den Hasskommentaren jahrelang (!!!) ins Kraut schießen. Nachdem jetzt der politische Druck zunimmt, schüttet Facebook das Kind stellenweise wieder mit dem Bade aus. Wie der Standard berichtet, habe Facebook die Satireseite Blutgruppe HC negativ, die über 50.000 Likes hat, gesperrt.
In einem früheren Interview mit der österreichischen Die Zeitung gab der Betreiber der Seite, die sich primär mit Kritik und Satire gegen HP Strache und die FPÖ beschäftigt, an, schon seit Jahren mit Mord und Folter bedroht zu werden. Kein Wunder also, dass er anonym bleiben möchte.
Diese Facebook-Gruppe engagiert sich für die Rücknahme der Sperre. Weiterlesen

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