TS23/19: Seriöse Inspiration nicht nur für hungrige Satirikerinnen: AnsTageslicht.de

Der Kontakt zu den SaSe-Lesern wird zunehmend fruchtbarer. Aktuell erreicht mich der Hinweis auf das dokumentarische Internetportal  AnsTageslicht.de. Der sofortige und erste Blick ins Impressum beruhigt: Verantwortlicher Herausgeber ist ein Professor Dr. Johannes Ludwig, Angehöriger der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Gegencheck: Den gibt es wirklich!

Hier werden Ziele und Methoden des Dokumentationsportals erläutert. Der Themenüberblick pullt das Interesse: sozial und global von Hartz IV über Medien und Journalismus bis hin zu Waffenexporten. Die Publikationen erfolgen beruhigender Weise in größeren zeitlichen Abständen. Hier hetzt offensichtlich niemand den Aktualitäten hinterher.

Allerding plumpsen die Herausgeber auch in die bekannten linken Popularitätsfallen wie die einer Inge Hannemann, deren Aktionen wie etwa Sanktionsfrei.de man durchaus auch kritisch würdigen kann. Auf den Gedanken sind glücklicherweise auch noch andere gekommen.

Bei der Gelegenheit muss ich zugeben, nicht mehr recherchiert zu haben, was denn aus der groß angekündigten und vor allem politischen, erst in zweiter Linie karitativen Zielen verschriebenen Aktion Sanktionsfrei.de und den dafür gesammelten Spendengeldern geworden ist. Aktuelle „Erfolgsmeldungen“ wie diese auf Facebook jedenfalls bewegen sich in einem anerkennenswerten, allerdings auch sehr bescheidenen Rahmen; aber nur im karitativen Bereich.

Wenn wir schon vom Thema abweichen, dann aber auch ausführlich: Inge Hannemann hatte sich schon bei dem intransparenten Projekt Denkfunk exponiert. Zu den ersten, leidenschaftlichsten und ausdauerndsten Denkfunk-Kritikern gehört mein Blog (Denkfunk-Hintergründe hier, hier und hier; Denkfunk-Arbeitsmethoden: hier, hier, hier, hier  und hier; Reaktionen prominenter Kabarettisten auf Hintergründe und Methoden: hier und hier).

Bezeichnenderweise ist dieses von der Linken massiv beworbene „Gegenöffentlichkeitsprojekt“, das von enttäuschend vielen Kabarettisten unterstützt worden war, sang-  und klanglos in der Versenkung verschwunden. Die Webseite denkfunk.de mit den nicht authentischen Impressum lässt sich nicht mehr aufrufen, obwohl sie im Impressum der Facebook-Präsenz immer noch genannt wird. Der dort aktuellste Community-Beitrag, den ich aufrufen kann, stammt vom 23. Januar – welchen Jahres? Her mit dem Löwenstart-Bettvorleger-Landung-Bild.

Das Stolpern von AnsTageslicht.de in die Hannemann-Falle betrachte ich jetzt einmal mit der wissenden „Milde“ (was ist das?), zu der mir heute ein anderer Leser zu einem anderen Thema geraten hatte.

Ansonsten bietet sich das Dokumentationsportal für wunderbare Recherchen und als valide Quelle an. Für die SaSe-Satirikerin auf der kommunalpolitischen Spielwiese im westlichen Baden-Württemberg  genussvoll inspirierend: Vetternwirtschaft und Selbstbedienung, Steuerhinterziehung, Subventionen und öffentliche Gelder, Amtsschimmel, Bürokratie und Behördenwillkür … ein Eldorado des kreativen Inputs!

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