Tag Archiv:Gemeinde Wain Landkreis Biberach

TS30/19: Uhldingen-Mühlhofen: Gemeinderat muss Sitzung wiederholen

Fehler passieren. Auch in Rathäusern. Ein solcher ereignete sich jetzt in der Bodenseegemeinde Uhldingen-Mühlhofen, wie der Südkurier hier berichtet. Die vergangene Gemeinderatssitzung am 18. Februar 2020 war vorher nicht öffentlich angekündigt worden. Damit ist die gesamte Sitzung sowie die dort gefassten Beschlüsse obsolet – als hätte sie gar nicht stattgefunden. Tröstlich sei, so Bürgermeister Edgar Lamm gegenüber dem Südkurier, dass diese Wiederholung keine Folgen für irgendwelche Fristen etc. habe.

Typisch für den Südkurier-Bericht: Er lässt keine Rückschlüsse darauf zu, ob das ein üblicher „menschlicher“ Fehler war oder ob es für dieses Ärgernis möglicherweise strukturelle Gründe gibt.  Eine transparente Fehlerkultur des Rathauses würde den Grund exakt benennen sowie die Maßnahmen aufzählen, die ein solches Ärgernis künftig verhindern sollen. Davon ist in Uhldingen-Mühlhofen nichts festzustellen.

Auch eine Entschuldigung Lamms gibt es selbstverständlich nicht. Weiterlesen

TS19/20: Bürgermeister Stephan Mantz Gemeinde Wain: Veränderung an der Gemeinde-Homepage nach Start meiner Recherchen

Ich gebe es zu: Die komplett unbeholfenen „Reaktionen“ mancher Bürgermeister auf die Recherchen von kritischen Journalist*innen bringen mich dann doch immer wieder aus der Fassung. Was sich allerdings jetzt Bürgermeister Stephan Mantz (Freie Wähler) der Gemeinde Wain im Landkreis Biberach erlaubt, ist schon ein Stückchen drüber.

Aus äußerungsrechtlichen Gründen kann ich noch keine Details zu dieser Recherche veröffentlichen. So viel ist allerdings möglich: Es geht um die Nebentätigkeiten dieses Bürgermeisters. Vor der Veröffentlichung jedoch soll Stephan Mantz noch Gelegenheit haben, dazu Stellung zu nehmen.

Obwohl ich derzeit noch an einer detaillierten Pressefrage feile, habe ich Stephan Mantz indirekt Kenntnis von meinen Recherchen gegeben. Dann ist genau das passiert, was nicht hätte passieren dürfen: Es gibt jetzt eine „Veränderung“ an meinen Belegen.

Allerdings mache ich den Job ja schon ein paar Tage und weiß daher, wie der Hase im ungünstigsten Fall läuft: mit bösen Haken! Deshalb oberster Grundsatz: Alle Belege und Beweise sichern, bevor ich auch nur mit meinem Aschenbecher über Ergebnisse und Funde spreche. Weiterlesen

TS68/19: Ochsenhausen: Bevor Tanja Oelmaier zwei Räte aus dem Saal trägt …

Auch in Ochsenhausen sorgen die bei der letzten Kommunalwahl in den Gemeinderat gewählten bekennende Revolutionäre der Liste Pro-Ox schon jetzt für Schlagzeilen. (Das „auch“ bezieht sich auf die BÜB+ in Überlingen.) Mithin sieht es auch im Landkreis Biberach nach eingelösten Wahlversprechen aus.
Bis jetzt. Und das Jetzt ist noch ganz klein.

Das Thema allerdings ist dasselbe: „undemokratisches Verhalten“, „Vorberatungen im Hinterzimmer“.
Diese Monothematik entbehrt jedes Überraschungsmoments?

Dagegen: Pro-Ox proaktiv pro Transparenz? Die Bürgerrechtler der Wählerinitiative in Ochsenhausen sorgen vor allem dafür, dass die Öffentlichkeit ihre Kritik auch zur Kenntnis nimmt. Daran kann die Schwäbische Zeitung bei gewählten Gemeinderäten dann auch nicht mehr vorbei: „Reibereien im Ochsenhauser Gemeinderat“ titelt deren Bericht vom 3. Juli 2019.

Beachten Sie die von der SZVolontärin Sybille Glatz (oder einem redigierenden SZ-Redakteur) getroffene abwertende Wortwahl: „Reibereien“. Definition gemäß Duden: „die partnerschaftlichen Beziehungen beeinträchtigende Meinungsverschiedenheit, Auseinandersetzung über etwas, Streitigkeit“.
Der Begriff „Reibereien“ ist zur Bezeichnung der Dynamiken in einem Gemeinderat hervorragend nicht geeignet; zur Abwertung einzelner Gemeinderäte jedoch sehr wohl. Weiterlesen

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