Tag Archiv:Albrecht Müller

TS73/19: Regionalplan Bodensee-Oberschwaben: Die Kopplung Wachstum-Wohlstand ist Ideologie

Ein ausführlich behandeltes Thema auf diesem Blog ist der Entwurf „Regionalplan Bodensee-Oberschwaben“, wie er insbesondere bei einer Diskussionsveranstaltung in Salem-Mimmenhausen Ende April 2019 diskutiert wurde (Veranstaltungsbericht Teil 1, Teil 2).

In der Zwischenzeit hat das Aktionsbündnis Grünzug Salem auch einen Faktencheck zu den Behauptungen der Protagonisten dieses stumpf weiterhin auf Wachstum setzenden Konzepts mit bedenklichem Landschafts- und Flächenverbrauch durchgeführt.

Dieser Faktencheck klebt einer ganzen Reihe von Behauptungen der verantwortlichen alten weißen Männer aus und rund um den Regionalverband Bodensee-Oberschwaben das Bullshit-Etikett auf die Manipulatorenstirn. Beispielsweise die Behauptung: „Der Regionalverband arbeitet abgelöst von Interessen und ist völlig unpolitisch.“

Hier ein paar Links für diejenigen, die zeitnah die Arbeitsergebnisse des Aktionsbündnisses verfolgen möchten:
+ Webseite Aktionsbündnis Grünzug Salem
+ Homepage Bündnis 90/Die Grünen Salem
+ Facebook-Account Grünes Salem
+ Facebook-Account Bündnis 90/Die Grünen Salem-Heiligenberg

Die Damen und Herren dort sind sehr rührig, publizieren regelmäßig und recherchieren beruhigend professionell.
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Die Aktiven des Aktionsbündnis Grünzug Salem. Der Slogan auf dem Plakat mag nicht besonders originell sein, überwältigt dafür mit der schlanken Benennung der unschönen Motiven hinter der einlullenden Wachstumslaberei all jener, die hoffen, davon profitieren zu können. Foto: Aktionsbündnis Grünzug Salem

Die Aktiven des Aktionsbündnis Grünzug Salem. Der Slogan auf dem Plakat mag nicht besonders originell sein, überwältigt dafür mit der schlanken Benennung der unschönen Motive hinter der einlullenden Wachstumslaberei all jener, die hoffen, davon profitieren zu können.
Foto: Aktionsbündnis Grünzug Salem

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TS45/19: Das NachDenkSeiten-Todenhöfer-Drama: Ein prachtvolles Stück Journaille scheitert an der Textkompetenz der Adressaten

Ich bin schon länger nicht mehr Kind, aber gebrannt, wenn es um das Reizwort NachDenkSeiten (NDS) geht. Denen stehe ich, wie viele SaSe-Artikel belegen, mehr als kritisch gegenüber. Dieser üble Vorfall aus dem Jahre 2015 bescherte mir einen jahrelangen Shitstorm mehrheitlich anonymer Mails mit irritierend gleichförmigen Formulierungen beleidigender Natur. Auf der anderen Seite ist der offene Brief an Professor Dr. Mausfeld über Jahre hinweg der meistgelesene auf diesem Blog!

Die Schreiber der Shit-Mails rekrutierten sich erkennbar aus dem Fanclub eines Ken Jebsen. Das Vorgehen Albrecht Müllers, eine ganz normale Presseanfrage an den damals bedenklich gehypten Professor Dr. Mausfeld ohne Rücksprache mit mir zu veröffentlichen ist jenseits aller publizistischen und zwischenmenschlichen Standards. Auch nicht anders als die BILD-Zeitung war Albrecht Müller damals bereit, eine kleine, publizistisch irrelevante Bloggerin für die eigenen Klick- und Zustimmungszahlen auf den Grill zu legen.

Trotzdem lese ich gelegentlich die NDS, wenn auch dosiert. Es sind zu viele Beiträge dort, welche die Verschwörungstheoretiker im Gewande linksintellektuellen Durchblickertums munitionieren.

Weil aber ein aktueller Streitfall auf den NDS so hervorragend zu der desaströsen Textverständnis-Lage im kleinräumigen Land der SaSe-Leserschaft passt, muss ich erneut auf einen NDS-Beitrag verlinken.

Am 8. Mai 2019 veröffentlichen die NDS eine Veranstaltungskritik  des  Hamburger Journalisten Lothar W. Brenne-Wegener über einen Vortragsabend von Vater und Sohn Todenhöfer in Hamburg. Thema war das letzte Buch der beiden Autoren: „Die große Heuchelei – Wie Politik und Medien unsere Werte verraten – Ein Frontbericht aus den Krisengebieten der Welt“. Weiterlesen

TS05/18: Ausländer rein – in die Bundeswehr?

Die Redaktion von SaSe, also ich, leidet (dem langjährigen Leserkreis bekannt) an einer posttraumatischen Belachungsstörung, die mir der bekannte Publizist Albrecht Müller von den NachDenkSeiten 2015 zugefügt hatte. Im Rahmen meiner journalistischen Arbeit hatte ich zuvor eine Presseanfrage an dem durch seine Medienkritik bekannten Professor Dr. Mausfeld gestellt und war dafür an den Pranger gestellt worden. Der Vorgang fand in diesem Offenen Brief seine satirische Befreiung.
Bis heute übrigens erhalte ich immer mal wieder Leseranfragen, ob Professor Dr. Mausfeld jemals und wenn ja in welcher Form auf den Offenen Brief reagiert habe. Hat er nicht.

Dennoch muss ich heute auf einen Beitrag der NachDenkSeiten verlinken, weil der mir hilft, ein aktuelles Thema von neuer Seite zu betrachten: Ausländer als Soldaten der Bundeswehr. Es handelt sich um den Kommentar von Ingar Solty, Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit dem Titel: „Ausländer rein! Das Bundesverteidigungsministerium will die Bundeswehr für Ausländer öffnen, weil ihr die Rekruten ausgehen“.

 

SatBur12: Glaubwürdigkeit: Der Südkurier als Untertan

Dieser Artikel ist der vierte und letzte (und lang verschleppte) Teil der insgesamt vierteiligen Südkurier-Satire:
Teil 1: SatBur9: Untertanen-Presse: Nach Michael Lünstroth feuert der Südkurier jetzt Hans Esser
Teil 2: SatBur10: Fairness: Der Südkurier und die Schweinehonorare
Teil 3: SatBur11: Beschissen: Der Südkurier und die journalistischen Grundsätze

SatBur12 knüpft nahtlos an SatBur11 an, nahtlos geknüpft an SatBur10, das ohne Naht an SatBur9 andockt.

 

SATIRE

Bürgermeister kontrolliert Südkurier-„Journalisten“
Die journalistische Unabhängigkeit beim Südkurier wie auch bei der regionalen Konkurrenz drückt sich unter anderen im funktionalen und familiären Status der unfreien Freien aus. Seit Jahrzehnten gern genommen werden für den Job der kritischen Berichterstattung über Kommunalpolitik diejenigen, die am meisten davon verstehen: kommunalpolitische Funktionsträger! Also zum Beispiel schreiben für den Südkurier und dessen Konkurrenz Ortschaftsräte, Gemeinderäte oder Ehefrauen von Gemeinderäten – über den Ort so allgemein, über die Gemeinderatsarbeit oder über die Gemeinderatsarbeit des Gemeinderatsehemann der „Journalistin“. Weiterlesen

SaSe95: SatireMist-Brauch: „Regensburger Wochenblatt“ und „Regensburger Stadtzeitung“ gegen „Regensburg digital“

Seit Monaten verfolge ich mit der Faszination, wie sie von einem von schlängelnden Bandwurmgliedern choreografierten Hundekothaufen ausgeht, was sich im Regensburger Blätterwald abspielt. SaSe hatte schon ein Mal berichtet.

Im Übrigen bricht sich in dieser immer mehr eskalierenden Auseinandersetzung zwischen der Regensburger Stadtzeitung zusammen mit dem Regensburger Wochenblatt contra Regensburg digital der „Diskurs“ auf lokale Ebene herunter, wie er bundesweit zwischen den rechtskonservativen bis rechtspopulistischen Kräften auf der einen und den Demokratieliebhabern mit Werten wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit auf der anderen Seite geführt wird.

Für den mit den Örtlichkeiten und Personen nicht vertrauten Leser gilt es zunächst, die verschiedenen Akteure auseinanderzuhalten (Schroeder: „Wir müssen auseinanderhalten!“). Weiterlesen

TS28/16: Gehetzt + Verfolgt + Getrennt + Geraunt + Gewonnen

+++ TV-Kritik zu „Die Anstalt“ vom 23.02.16
Ursula Stieler
bespricht auf Newbuzzters die jüngste Die Anstalt-Sendung, die „im Schweinsgalopp“ zwei Monate Flüchtlingspolitik aufhole. Wenn Claus von Wagner am Ende als letzter Gutmensch mit einer Infusion „auf CSU-Basis mit 3 AfD-Hämmern“ gefügig gemacht werde, werfe die Szene die Frage auf, ob das noch Satire oder schon Fazit sei. Stielers Fazit: „Etwas gehetzt wirkte die gestrige Folge der Anstalt und der mahnende Zeigefinger wirkte diesmal erschreckend mutlos.“

Dagegen lässt sich der themenbezogene Beitrag in Freiheitsliebe nicht als TV-Kritik bezeichnen. Die mageren acht Textzeilen ziehen sich auf eine kurze Inhaltsangabe zurück.


+++ Repressionen gegen Satiriker in Spanien
„In Spanien häufen sich die Fälle, in denen Kunstschaffende aufgrund von Antiterrorgesetzen gerichtlich verfolgt und mit Haftstrafen bedroht werden. Gegen die Repressionswelle regt sich nun Widerstand“ teast ein Bericht in heute.at. Von diesen Repressionen sind auch spanische Satiriker betroffen. Puppenspieler zum Beispiel würden unter dem Vorwurf „Verherrlichung des Terrorismus“ zur Verantwortung gezogen. Anwälte, Richter und sogar Amnesty International schlügen Alarm. Weiterlesen

TS25/16: Die an Satire scheitern – und die nicht!

+++ Eine universitäre Köpenickiade: Hannah-Arendt-Institut fällt auf Satire rein
Das ist ein kapitales Stück, wie Neues Deutschland berichtet: Es geht um einen (angeblich wissenschaftlichen) Vortrag „Der deutsch-deutsche Schäferhund“ , der am 6. Februar 2015 an der TU Berlin gehalten und im Dezember 2015 in der Zeitschrift Totalitarismus und Demokratie veröffentlicht wurde. Der gesamte Vortrag und die dort vorgetragenen Fakten seien jedoch frei erfunden – ohne dass dies jemandem der wissenschaftlichen Entscheidungsträger und Adressaten aufgefallen wäre, informiert der Telepolis-Artikel „Ein Plädoyer gegen den akademischen Konformismus“ einer (wohl fiktiven) „Christiane Schulte & Freund_innen“: Kommissar Rex an der Mauer erschossen? Der Vortrag sei eine Wissenschaftsparodie gewesen:

Der Grund dafür war, dass der Text mit den „Human Animal Studies“ (HAS) das Vokabular der neuesten akademischen Mode aufgriff und gleichzeitig altbekannte Rhetorik zum „DDR-Unrechtsstaat“ reproduzierte. Akademische Mode kombiniert mit politischem Konformismus – der Vortrag parodierte zwei klassische Strategien akademischer Ein- und Unterordnung und erschien gerade deshalb als „kritisch“ und „innovativ“.
(„Christiane Schulte & Freund_innen“ am 16.02.16 auf Telepolis: Kommissar Rex an der Mauer erschossen?)

Der Telepolis-Artikel beschreibt dezidiert das Instrumentarium, mit dem die Satire vorgegangen sei, um den Fake zu etablieren. Der Redaktion von Neues Deutschland (ND) liegen weitere Dokumente zu dem Vorgang vor, die unter anderem belegen sollen, dass der stellvertretende Direktor des Hannah-Arendts-Institut, ein bekannter Extremismusexperte, den Artikel persönlich bearbeitet – und dabei den Fake, die Satire offensichtlich nicht bemerkt habe.
Das Fazit bei ND: Weiterlesen

SaSe82: Die Herkunft des Flüchtlingsbriefes Köthen

Die publizistischen Winkelzüge von „Spiegelfechter“ und „Denkfunk“ und
die vernebelte Rolle der Global-Change-Vereine

Zugegeben: Ich habe eins der Schwerpunktthemen dieses Blogs – die faszinierenden Intransparenzen des Kabarettistenzusammenschlusses D(d)enkfunk alias PatchworX Media GmbH alias Global Change Now e. V. (CGNow) in den letzten Wochen vernachlässigt. Immer wieder jedoch erreichen mich Hinweise von Kritikern (weil vormals Akteure und Kooperationspartner) des Vereins GCNow über die weitreichenden Verbindungen und Aktivitäten von Tom Aslan alias Umman Aslan, dem (nach außen nicht erkennbar in Erscheinung tretenden) Kopf des Gesamtkunstwerks Denkfunk.

Am Beispiel des „Flüchtlingsbriefes aus Köthen“ im Januar 2016 lässt sich die intransparente Vorgehensweise des weit verzweigten Netzwerkes gut dokumentieren. Wobei schon an dieser Stelle zu betonen ist: Nicht die Verbindungen als solche sind verwerflich, sondern die Tatsache, dass sie nicht offengelegt und thematisiert werden. Das verlangt übrigens auch der Pressekodex und wird von seriösen Medienkritikern, zu denen ich Denkfunk & Co. ausdrücklich nicht zähle, auch so gehandhabt!


Der Flüchtlingsbrief auf „Spiegelfechter“
Ein Denkfunk-Autor ist Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf. Wellbrock ist gleichfalls Autor auf dem Portal Spiegelfechter, herausgegeben von Jens Berger, der wiederum mit Albrecht Müller auf NachDenkSeiten zusammenarbeitet. Weiterlesen

TS3/16: Kalkofe + „Denkfunk“ + Tilo Jung + „Datteltäter“ + Satire-Check

+++ „BILD“ pusht Kalkofes Pegidioten-Parodie
Berichterstattung in der BILD ist für einen Satiriker nicht unbedingt erstrebenswert, in diesem Fall aber zielführend. Das Schmierblatt lettert fett: Hier veräppelt Kalkofe NPD und Pegida. So kriegen es wenigstens genügend Leser mit! Oliver Kalkofes Parodie in seinem satirischen Jahresrückblick „Fresse 2015“ sei „erschreckend nah an der rechtspopulistischen Wirklichkeit“, kommentieren die, welche es wissen müssen, weil sie diese jahrelang mitgestaltet haben.

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+++ „Denkfunk“ berät Vermögensretter
Satire geschieht bei Denkfunk dann eher auch unabsichtlich: Zum Beispiel wenn diese ganz besondere Kabarettistenvereinigung ein Beratungsvideo für diejenigen anbietet, die Vermögen (zu retten) haben.
Dazu passend auch diese Schroeder-Reflexionen über Satiriker, die zwar immer anbiedernd über das Prekariat schwadronieren, bei direktem Kontakt mit diesem aber weiträumig die Flucht ergreifen! Weiterlesen

TS163/15: Schlechteres Hannover + Millionen Fliegen + Pispers und ich + Wie-Satire + Wie-LINKE + Alarm

+++ Neonazi wegen Satire verurteilt
Die Neonazi-Gruppe Besseres Hannover, respektive dessen „Köpfe“, wurde vom Landgericht (Hamburg?) wegen Volksverhetzung zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Gruppe selbst ist schon vor drei Jahren verboten worden. Zur Verhandlung standen jetzt Videos, die als Satire getarnt ihre Hassbotschaften verbreiteten. Das Hamburger Abendblatt, die Hannoversche Allgemeine, der NDR und Neues Deutschland  verraten mehr Details.


+++ Millionenpublikum für Dieter Nuhrs Jahresrückblick
Nuhr 2015
(Mediathek), der (satirische?) Jahresrückblick von Dieter Nuhr am Donnerstagabend mit den üblichen Ausfällen zum Beispiel gegen Griechenland und anderen Populismen, hat 2,54 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher gebannt (warum auch immer), wie FinanzNachrichten zu vermelden sich bemüßigt fühlt (warum auch immer). Hier trifft den Leser die ganze überzeugende Wucht des Milionen-Fliegen-Arguments! Weiterlesen

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