Tag Archiv:Bürgermeisterkandidat Ole Münder

TS166/20: Betrifft alle Senf-Gemeinden plus: BÜB+-Beitrag zum Thema Bürgerbeteiligung

Lösen wir uns für einen Moment vom Langenargen-Drama. Versuchen wir stattdessen, für den dortigen Kandidaten Ole Münder bestmögliche Informationen für ein >Besser am See< nach dem 29. November 2020 bereitzustellen.

Zum Beispiel zum Thema Bürgerbeteiligung: Auf dem phantastischen Blog der Wählerinitiative und Gemeinderatsfraktion Bürger für Überlingen BÜB+ erscheint dazu folgender informationspraller Artikel: „Was man unter Bürgerbeteiligung verstehen kann“. Der Beitrag behandelt Grundsätzliches zum Thema, verweist auf landespolitische Initiativen und Institutionen dazu und illustriert an einer langen Liste Überlinger Themen die weiterhin stark defizitäre Praxis von Bürgerbeteiligung vor Ort.
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Mit freundlicher Genehmigung von Dirk Diestel, BÜB+

Ganz nebenbei belegt der Beitrag auch noch, dass die CDU Baden-Württemberg und ihre einschlägigen Schlaubären den Schuss ganz offensichtlich nicht gehört haben. Der Überlinger Gemeinderat und Jura-Professor Dr. Alexander Bruns, der mit seiner juristischen „Expertise“ hier schon einmal grandios ins Klo gegriffen hatte, verlautbart sich im aktuellen Überlinger Amtsblatt mit der ultrasteilen These, dass (so verstehe ich die Ausführungen) die Forderung nach besserer und frühzeitigerer Bürgerbeteiligung nicht mit dem Rechtsstaatsprinzip vereinbar sei.

Heidewitzka! Weiterlesen

TS162/20: #LaWahl: Langenargener Bürgermeister-Wahlkampf eskaliert immer weiter

In TS157/20 hatte ich für die zweite Phase des Wahlkampfes prognostiziert, es werde schröcklich. Diese Vorhersage war keine Kunst. Aber was diese zweite Phase alles an Eskalationen bietet, sprengt jeden Rahmen.

Da hatten wir vergangene Woche dieses vollschräge SWR-Gate: Die SWR-Redakteure hätten bei der Gemeinde unter Verwendung des unklaren Begriffs „Chef“ angefragt, ob mit diesem ein Interview möglich sei. Dies soll dann (von einem Mitarbeiter!) abgelehnt worden sein. Bürgermeister Achim Krafft (CDU) soll sich zum Zeitpunkt der Anfrage nicht im Rathaus befunden haben. Die SWR-Landesschau am 9. November 2020 berichtete dann entsprechend; ich hatte den Moderationstext in TS157/20 transkribiert.

Inzwischen aber wird der Sachverhalt ganz anders dargestellt. Der SWR hat sich entschuldigt. Der entsprechende Landesschau-Beitrag wurde sogar aus der Mediathek entfernt (hier der ursprüngliche Link). Dazu gab es dann noch einen die Krafft-Kritiker tadelnden SchwäZ-Artikel, der vorzüglich diejenigen prügelte, die Achim Kraffts Angaben in dieser Angelegenheit nicht von Anfang an geglaubt hatten.

Und den Zuschauern, den Bürgern und den Langenargener Wählern wird doch tatsächlich zugemutet zu glauben, dass subalterne Mitarbeiter des Rathauses ohne Rücksprache mit dem „Chef“ (i. e. Bürgermeister Achim Krafft) entschieden haben sollen, ein „Chef“ (welcher auch immer …) der Gemeinde Langenargen gäbe dem SWR kein Interview. Außendarstellung: Krafft habe von dem Ganzen (Journalisten-Anfrage, Dreharbeiten und überhaupt die Anwesenheit des SWR-Fernsehteams in seinem Dorf) nichts mitbekommen. Rathaus-Mitarbeiter hätten zu dem Begriff „Chef“ unterschiedliche und nicht der Anfrage entsprechende Bezüge hergestellt. Und dann einfach mal selbst entschieden.

Sorry, aber wer so etwas glaubt, kann sich zum Zitronenfalten-Kurs anmelden!
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Ein naher Verwandter des Zitronenfalters, von dem jedes CDU-Mitglied und alle Krafft-Anhänger wissen, was deren Tagwerk ist. Dieser Kollege hier faltet natürlich die Orangen wieder zusammen!
Bild von Jörg Buntrock auf Pixabay

 

Bewerber Achim Krafft instrumentalisiert seine Kinder
Aber so ein SWR-Gate als Opfererzählung hält halt auch nicht lange vor. Also hat Krafft am vergangenen Sonntag auf Facebook die nächste Bombe gezündet: In einem unerträglich schmierigen – und vor allem von jedem Sachthema freien! – Appell an die „Bürgerinnen und Bürger“: Weiterlesen

TS153/20: #LaWahl: Kandidatenvorstellung – digital und deprimierend!

Am vergangen Montag (02.11.2020) fand in Langenargen die offizielle Bürgermeister-Kandidatenvorstellung der Gemeinde statt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen durfte nur eine begrenzte Anzahl von Zuhörern (ca. 90) an der Veranstaltung selbst teilnehmen, die aber per Livestream ins Internet übertragen wurde.

Dieser Livestream (auch auf der Homepage der Gemeinde Langenargen verfügbar) ist eine demokratische Offenbarung und illustriert anschaulich, was in einigen Gemeinden der Region im Bereich Demokratieverständnis und Demokratie-Praxis schiefläuft.

Das Video ist knapp 1,5 Stunden lang. Ich möchte meinen Lesern nicht zumuten, es in seiner Gesamtlänge ansehen zu müssen (ich habe mir das sogar 2 x angetan!); auch wenn es SEHR lehrreich ist. Deshalb werde ich bei meiner Besenfung dieser hochgradig deprimierenden Kandidatenvorstellung die entscheidenden Stellen im Video jeweils angeben, damit Interessierte sich einzelne Szenen gezielt ansehen können.
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Ablauf der Kandidatenvorstellung
Insbesondere der Bürgermeisterkandidat Ole Münder sparte nicht mit Lob für den organisatorischen Aufwand, welchen die Gemeinde Langenargen für diese Form der Kandidatenvorstellung treiben musste.

Der Ablauf gestaltete sich wie folgt: Zunächst konnte sich jeder Kandidat 10 Minuten lang vorstellen. Derweil mussten seine Mitbewerber den Saal verlassen. Im Anschluss an die Vorstellung konnten die Teilnehmer der Veranstaltung ihre Fragen auf Karten schreiben, die anschließend eingesammelt und dem Kandidaten in einer Box gesammelt ausgehändigt wurden. Der jeweilige Bewerber griff sich dann die Fragen aus der Box heraus, las sie vor und beantwortete sie – soweit das im Rahmen seiner Möglichkeiten lag, was zum Beispiel beim dem Kandidaten Michael Maragudakis nicht immer der Fall war. Für die Beantwortung der Zuschauerfragen standen jedem Kandidaten weitere 10 Minuten zur Verfügung.

Die Reihenfolge der Kandidaten ergab sich aus der Reihenfolge des Eingangs ihrer Bewerbung: Krafft, Münder, Maragudakis. Der Kandidat Mark Walkucz ist, wie berichtet, frühzeitig und aufgrund kritischer Blogberichterstattung (?!$) ausgeschieden (Quelle, Senf). Weiterlesen

TS148/20: #LaWahl: Ole Münder stellt sich als einziger Kandidat den Corona-Fragen

Es gibt kein brisanteres Thema bundesweit als Corona. Die Fallzahlen steigen dramatisch. Die interaktive Deutschland-Landkreiskarte zeigt inzwischen fast durchgehendes Alarmzahlen-Rot. Schon wieder wird – leider nicht parlamentarisch –  über neue Variationen eines bundesweiten Lockdowns nachgedacht.

Es gibt kein brisanteres Thema bundesweit. Meinung: Wer als Kommunalpolitiker seine Verantwortung gegenüber den Bürgern ernstnimmt, muss diese Brisanz auch lokalpolitisch exerzieren. Am besten sogar als Vorbild.

Der Bürgermeisterwahlkampf in Langenargen biegt inzwischen in die letzte heiße Phase ein. Parallel dazu werden die Faxen einzelner Kandidaten gleichermaßen exotischer und befremdlicher: formal und inhaltlich defizitäre Presseartikel, die ohne weitere Recherche und/oder nachträgliche Aktualisierung nicht verwendbar sind; dubiose Pressemitteilungen über das Feedback eines Langenargener Vereins auf die Kommunikation mit einem Bürgermeisterkandidaten. Pointe: Der Verein wird gar nicht genannt! Was für ein Unsinn. Eine solche Pressemitteilung ist natürlich nicht verwendbar, Herr Maragudakis.

Vielsagend und richtungsweisend auch die persistierende Bockigkeit von klein Achim, dem Amtsinhaber. Nach wie vor weigert er sich nach Angaben der Langenargener Bloggerin Elke Krieg deren Presseanfrage zu beantworten. Und auch eine aktuelle und auf Corona bezogene Presseanfrage der SaSe-Redaktion an Krafft bleibt unbeantwortet.

Äußerst befremdlich das Vorgehen von Kandidat Michael Maragudakis: In einem gestrigen Telefonat zu einem anderen Thema sprach ich ihn auch auf die ausstehende Presseantwort zu meiner Corona-Anfrage an. Daraufhin wollte er von mir wissen, ob und was die beiden anderen Kandidaten denn auf meine Fragen geantwortet hätten. Er wolle da nicht aus der Reihe tanzen.

Hallo? Jemand zu Hause? Geht’s eigentlich noch?

Der Mathematiker mit den Bürgermeister-Ambitionen reiht sich dann anschließend sauber hinter dem Pressearbeit-Blockierer Achim Krafft ein, in dem er meine Corona-Fragen gar nicht beantwortet.

Wenn dieses Verhalten das Presseverständnis des Kandidaten Maragudakis abbildet, können die Langenargener auch bei Krafft bleiben. Dann ändert sich nichts. Wenn der Kandidat Krafft Fragen (ist schon fast egal, ob von der Presse oder von Bürgern) nicht beantwortet, überrascht das niemanden. Wenn aber ein Newcomer-Mitbewerber sich in dieser Art und Weise einführt und damit sein Verständnis des Landespressegesetzes artikuliert: Gut‘ Nacht um sechse! Weiterlesen

TS145/20: #LaWahl: Faire Presseinfos nur von zwei der drei Bürgermeisterkandidaten

Unter tätiger Mitwirkung von „irgendwelchen Online-Blogs“ ist der Pool an Bewerbern für das Bürgermeisteramt in Langenargen inzwischen ja deutlich abgeschmolzen (guckst du hier). Übrig bleiben drei: Amtsinhaber Achim Krafft (CDU), Ole Münder und Michael Maragudakis.

Nähme der Bürger Verfassungstreue als Maßstab für seine Wahlentscheidung in etwas mehr als zwei Wochen, ergäben sich zum Kandidaten Achim Krafft und seine Partei ernste Fragen. Die stellt heute die Kollegin Elke Krieg auf ihrem Langenargener Blog Agora-La.

Tatsächlich ist es so, dass der Kandidat Krafft nachweislich nur ausgesuchte Presse – nämlich seine Hauspostille SchwäZ – mit Informationen zu seinem Wahlkampf versorgt. Eine Presseanfrage von Krieg an Krafft zu seinem Wahlkampf sei unbeantwortet geblieben. Auch diese Redaktion erhält von Krafft keine initiativen Presseinfos, obwohl SaSe seit geraumer Zeit über Langenargen berichtet.

Heißt: Der kleine Achim möchte im Bälle-Bad abgeholt werden?
Ja, genau so! Aber Kraffts infantiles Verweigerungspotential
hat doch durchaus Unterhaltungswert?

Die einzige Tageszeitung in Langenargen, die Schwäbische Zeitung, hat Krafft schon mal vorab und krafft souveräner Willkür zum Favoriten ausgerufen.

Die Nähe zwischen der SchwäZ und dem Rathaus ist berühmt-berüchtigt. Einzelne (freie) SchwäZ-Mitarbeiter sind gleichzeitig Auftragnehmer der Gemeinde. Die SchwäZ betreibt auch die Redaktion des Amtsblatts Montfort-Bote. Anonyme Zuschriften an diese Redaktion behaupten Duz-Freundschaften zwischen dem Bürgermeister und einzelnen SchwäZ-Redakteuren. SchwäZ-Redaktionsleiter Martin Hennings (dieser hier) verteidigt eine solche fatale Nähe zwischen Presse und Politik wenig überzeugend auf dem neu geschaffenen Transparenz-Blog der Zeitung.

Hattest Du zu Hennings Dummfug auf dem Transparenzblog
nicht schon einen Senf-Artikel angefangen?
Ja. Aber der wurde durch den offenen Brief überholt!

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TS142/20: #LaWahl: So schreibt die SchwäZ den Kandidaten Achim Krafft hoch!

Yes. Genau so hatte ich mir das in Ungefähr vorgestellt. Jetzt dürfen wir die nächsten Wochen gemütlich zurückgelehnt beobachten, wie die SchwäZ ihren „Favoriten“ für die Bürgermeisterwahl in Langenargen hoch- und damit natürlich automatisch „andere“ aussichtsreiche Bewerber runterschreibt.

SchwäZ-Redakteurin Tanja Poimer fängt damit schon am 13. Oktober 2020 in ihrem Beitrag „Bürgermeisterwahl in Langenargen: Das sind die vier Kandidaten“ an.

Bevor wir uns auf die klare sprachliche Wahlempfehlung der SchwäZ stürzen, ein Blick auf die schiere Optik des Online-Artikels:
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Bildzitat Screenshot Schwäbische Zeitung 13.10.2020: Schon allein grafisch kommt der Bürgermeister-Kandidat Ole Münder in dem Artikel nicht vor – zumindest nicht in der Hervorhebung. Sowohl Amtsinhaber Achim Krafft wie Kandidat Walkucz kriegen eine Hervorhebung mit Fettdruck; bei Ole Münder jedoch wird lediglich die Stadt Würzburg hervorgehoben und als Link markiert. Tricky! Aber wie mein Maileingang beweist: Die SchwäZ-Leser bemerken solche Manipulationen.

Fällt auf: Nur die beiden Kandidaten Achim Krafft und Mark Walkucz werden grafisch und durch Fettdruck (weil mit Links) hervorgehoben. Beim Kandidaten Ole Münder jedoch erfolgt der fettgedruckte Hinweis auf die Stadt Würzburg. Die hat natürlich mit dem Bürgermeisterwahlkampf in Langenargen so gut wie gar nichts zu tun, auch wenn sie der bisherige und vor allem auch langjährige Arbeitgeber des Diplom-Verwaltungswirts ist.

Doch auch Poimer weiß: Das Auge liest mit …  Mit einem Link auf Ole Münders Wahlkampf-Homepage hätte man diesen schönen optischen Effekt natürlich ruiniert … Weiterlesen

TS141/20: #LaWahl: Zahl der Bürgermeister-Kandidaten wächst exponentiell plus 1 Abgang vor Start

Wie das Elke Krieg-Institut in Langenargen gestern Abend mitteilte, ist die Zahl der Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Langenargen pünktlich zum gestrigen Bewerbungsschluss noch einmal exponentiell gestiegen: Nun sind es vier Bewerber, die sich künftig in dem Tourismusort um das Luxus-Toiletten-Management unter freundlicher Mitwirkung eines rechtsdrehenden privaten Sicherheitsdienstes kümmern möchten.

Es sind dies in der Reihenfolge des Eingangs ihrer Bewerbung:

1 Amtsinhaber und Facebook-Herumturner Achim Krafft
2. Diplom-Verwaltungswirt (FH) Ole Münder (geborener Kruse)
3. Einzelhandelskaufmann Mark Walkucz aus Bad Kreuznach
4. Unternehmer Michael Maragudakis aus Oberstenfeld
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Privilegierte Presseinfos – nur für die SchwäZ?
Um mit dieser Nachricht „rausgehen“ zu können, musste „Institutsleiterin“ Elke Krieg allerdings ihren Body noch persönlich in die Sitzung des Wahlausschusses tragen. Da sind andere Pressevertreter wie Tanja Poimer von der Schwäbischen Zeitung durchaus komfortabler unterwegs. Die war gar nicht erst anwesend (und auch keiner ihrer SchwäZ-Kollegen) und hat sich die mühsamen 1,5 Stunden Teilnahme an der Veranstaltung gespart, kam aber um 20.00 Uhr mit derselben Nachricht um die Ecke.

Das sieht ein bisschen nach privilegierten Presseinformationen von der Gemeinde für die SchwäZ aus? Weiterlesen

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