TS134/20: Anonyme Ansichtskarte mit rechtem Bezug an die SaSe-Redakteurin Karin Burger

Karin Burger hat Post bekommen (Posteingang 30.09.2020): eine sehr kryptische Ansichtskarte aus Schweden. Die Ansicht der Ansichtskarte zeigt zwei BRAUNbären im vertrauten Spiel miteinander.
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Ach, wie putzig! BRAUNbären im arglosen Spiel miteinander. Ansicht der anonymen Ansichtskarte aus Schweden an Karin Burger mit kryptischem Text, der Bezug auf den Publizisten Thilo Sarrazin nimmt!

Die Karte ist offensichtlich in Schweden abgestempelt worden. Die Briefmarke trägt den Aufdruck „Sverige 22 KR“. Schwedische Postwertzeichen vergleichbaren Motivs und identischen Textes gibt es hier.

Die Karte trägt einen Aufkleber „PRIORITAIRE 1:a-klassbrev“ (sagt Google).

Abgestempelt ist sie am 24. September 2020. Das Datum ist wichtig.

Ich erhalte so gut wie nie Ansichtskarten. Für die letzten fünf Jahre kann ich mich an keinen Fall erinnern. Mein soziales Umfeld kommuniziert nicht auf diese Art und Weise mit mir.
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Das Adressfeld
Auffallend im Adressfeld ist Weiterlesen

TS133/20: #Salemwahl: Härle bleibt – und die Gräben offen

Salat: Bürgermeister und Amtsinhaber Manfred Härle (CDU) hat mit einem wahrlich hauchdünnen Ergebnis von 50,6 Prozent der abgegebenen Stimmen (alle Zahlenangaben nach dieser Quelle als Endergebnis) im ersten Wahlgang die Wahl zum Bürgermeister in Salem gewonnen.

Imposant ist das Ergebnis der Mitbewerberin Birgit Baur. Sie erhielt 39,4 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Dr. Roland Martin dagegen konnte nur 8,4 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich ziehen, liegt damit aber immerhin noch deutlich über seinem Wahlergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Uhldingen-Mühlhofen (3,4 Prozent; Quelle).

Die Wahlbeteiligung lag bei 58,3 Prozent und bezeichnet damit das weite Feld, das von den verschiedenen politischen Akteuren in Salem nicht beackert wurde. Interessant wäre zu wissen, wie groß die Wahlbeteiligung insbesondere der jungen Leute gewesen ist.
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Der SaSe-Dank-Blumenstrauß für die Bürgermeister-Kandidatin Birgit Baur … in Anerkenntnis und großer Bewunderung ihres Wahlkampfes, den sie unter ungleich schwierigeren Bedingungen zu führen hatte als ihre beiden männlichen Mitbewerber. Baur arbeitet „nebenher“ (?) noch als Führungskraft in der Altenpflege. Ich möchte 1 x einen männlichen BüM-Kandidaten sehen, der leistet, was Baur in den vergangenen Wochen geleistet hat. Politisch war ich nicht immer einer Meinung mit ihr. Aber ihr imposantes Wahlergebnis spricht für sich – und für den starken Wechselwunsch, den es in Salem gegeben hat.
Bild von anncapictures auf Pixabay

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Der Südkurier, der möglicherweise maßgeblich zu diesem Wahlergebnis beigetragen hat (z. B. hier), titelt: „Manfred Härle bleibt Bürgermeister der Gemeinde“. In den großen Teilorten sei der Abstand zwischen Härle und Baur oft knapp gewesen. Weiterlesen

TS132/20: Langenargen wird eine echte Wahl haben: Ole Münder

Derweil ich hier noch mit einem konstruktiven (!) Kommentar zur Salem-Wahl beschäftigt bin (kommt erst morgen), kommt die Kollegin in Langenargen mit der Hammer-Meldung raus. Langenargen wird bei der Bürgermeisterwahl eine Wahl haben – und zwar eine echte! Der Silberstreif am rechtsdrehenden Horizont der Gemeinde, in der auch gern einmal Flaggen verkehrt herum gehisst werden, heißt: Ole Münder. Und hat auch schon eine Wahlkampf-Webseite, die seriös aussieht.

Der Mann ist Diplom-Verwaltungswirt, war lange Zeit Pressechef eines Rathauses (hurra!) und kennt sich mithin genau mit dem aus, woran es in Langenargen so bitter bitter bitter hakt: mit Kommunikation!

Details folgen!

TS131/20: Michael Stadler: Eine Bas-Ti-on der Transparenz in Dotternhausen

GEBRAUCHSANWEISUNG für diesen Beitrag:
Dieser Artikel kommuniziert auf mehreren Ebenen mit seinen Lesern. Wenn Sie insbesondere typografisch abgesetzte Passagen nicht verstehen, liegt das nicht an Ihnen. Es liegt auch nicht an mir. Es liegt an Ihrer Ebene. Sie gehören in dem Fall mal kurz nicht zur Zielgruppe.
Sie könnten etwa zu dieser anderen Zielgruppe gehören, wenn Sie ein Bürgermeister sind, der schon länger im Amt ist. Und es auch gerne bleiben möchten.
Auch wenn Sie mit dieser Bewertung ziemlich alleine am Ufer stehen …

SaSe muss den Kreis seiner Berichtsgemeinden erweitern. Aus Gründen. Guten. Wir heißen herzlich willkommen (oder in der Orthografie von Bürgermeister-Kandidaten „heißen Willkommen“ [sic]): Dotternhausen, Zollernalbkreis. Dort verstreuen sich auf einer Fläche von zehn Quadratkilometer noch nicht einmal 2.000 Einwohner (Wiki). Der Zollernalbkreis gehört zum Regierungspräsidium Tübingen, was bedeutet, dass unser Freund Klaus Tappeser auch hier in der Zuständigkeit bleibt und sicherlich weiterhin mit viel Freude auf diesem Blog liest …

Die kleine Gemeinde Dotternhausen hat ein Bürgermeister*in-Problem, das in dieser Konstellation auf diesem Blog bisher noch nicht vorkam. Denn die Verwaltungschefin dort, Monique Adrian, ist, folgt man der Zeitungsberichterstattung, seit Juni 2019 im Krankenstand. Dazu sind auch keine weiteren Details verfügbar, auch wenn sich der hier zuständige Zollernalbkurier (künftig abgekürzt mit „ZAK“) sowie der Schwarzwälder Bote und weitere Redaktionen aufrichtig bemüht hatten.

Außerdem ist/war Krieg in Dotternhausen. Nein, nicht Elke. Der Zustand! Das wird so in den einschlägigen Zeitungsberichten nicht gesagt/geschrieben, ist aber der Tatsache zu entnehmen, dass im Dezember 2019 ein „Amtsverweser“ eingesetzt wurde, der „den Frieden wiederherstellen“ soll/sollte/wollte oder so. Verwesend trat in Aktion der ehemalige Nusplinger Bürgermeister Alfons Kühlwein (Quelle).

Die Amtszeit von Bürgermeisterin Monique Adrian endet offiziell am 31. Januar 2021. Und damit wird Dotternhausen für diesen Blog relevant. Aber nicht nur deshalb …  Weiterlesen

TS129/20: #Salemwahl: Offener Brief an Südkurier-Redakteur Stefan Hilser

Sehr geehrter Herr Hilser,

wie geht es Ihnen? Ich mache mir zunehmend doch etwas Sorgen um Sie und Ihre Kolleg*innen in der Redaktion Überlingen mit Blick auf Ihre Berichterstattung zu Salem. Denn die Bürgermeister-Wahl dort scheint der (satirisch gestimmten) Betrachterin von G. s. D. ein bisschen weiter weg inzwischen zu einer Art Tageszeitung-Wahl auszuarten? Mit welchem Salemer auch immer ich spreche, alle meine Gesprächspartner schildern mir in grellen Farben ihren Südkurier-Leidensdruck. Und sie kalkulieren unverhohlen zu der Frage, mit welchem künftigen Bürgermeister sie dem allmächtigen Südkurier Grenzen setzen und unabhängige sowie kritische Lokalberichterstattung erwirken könnten.

Mit dem Bürgermeister-Kandidaten Dr. Roland Martin ist dieser Südkurier-Verzweifelten-Gruppe eine vermeintlich attraktive Option zugekullert. Kein Mensch weiß, ob dieser rhetorische Fettnäpfchen-Hüpfer mit unaufklärbarem Hintergrund den vielfältigen Ansprüchen des ehrgeizig anvisierten und berufsfremden Amts gerecht werden kann. Aber eins weiß man spätestens seit Martins spektakulärem Abgang bei Ihrer Podiumsdiskussion am 22. September 2020 sicher: Er wird nicht mit dem Südkurier kuscheln!

Hätten Sie nicht das Gefühl, dass der Südkurier hier – übrigens für andere Orte der Region beliebig austauschbar auch durch die SchwäZ – einen Einfluss auf Demokratie und auf Wahlen nimmt, der – welcher Ausdruck passt? – d i s k u s s i o n s w ü r d i g  ist?

Die hat’s gerade nötig.

Haben wir nicht ein fettes Problem, wenn Wähler bei der Auswahl ihres Bürgermeister-Kandidaten nicht mehr die Eignung für ein Amt bewerten, sondern die Nähe oder Distanz des Bewerbers zum örtlichen Tageszeitungsmonopolisten und seinen Redakteur*innen?

Jetzt können Sie zu meinem oben angegebenen Stimmungsbild in Salem einwenden, es seien die „falschen“ Adressaten gewesen. Dem kann ich kaum etwas entgegnen, denn Bürgermeister Manfred Härle (CDU!) und andere regionale Sonnenkönige gehören aus offensichtlichen Gründen nicht zu meinen präferierten Gesprächspartnern. Da sind Sie näher dran! Viel näher. Zu nah?

Neidisch?

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TS128/20: Salemer Nachrichten veröffentlichen ungeschnittene Rohversionen von Interviews mit Gemeinderätinnen … und Wurstbude-Kunden

Salem: Bevor wir zu der wahrlich spektakulären Szene bei der Südkurier-Podiumsdiskussion mit den Bürgermeisterkandidaten gestern Abend kommen, muss ich eine andere Berichterstattung vorziehen.

Erst nachdem ich gestern TS127/20 freigeschaltet hatte, bin ich dazu gekommen, mir die Podcasts zu den Interviews der Salemer Nachrichten anzuhören, die auf der Webseite eingestellt sind. Dort allerdings ist heute nicht mehr der Podcast zum Interview mit der Gemeinderätin Henriette Fiedler (Freie Wähler) zu hören, den sich Salem und die Welt gestern noch antun konnte. Es war eine ungeschnittene Rohversion des Gesprächs mit Fiedler, die über 30 Minuten lang war. Die jetzt veröffentlichte geschnittene Interviewversion ist gerade mal noch halb so lang.
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Salemer Nachrichten: Mutmaßlich Ziemlich sicher strafbare Inhalte
Schnell war erkennbar, dass die gestrige Version mutmaßlich strafbare Inhalte aufweist. Deshalb habe ich das Original von mehreren Zeugen anhören lassen. Außerdem konnten wir diverse Rohversionen der Interviews sichern.

Zum einen bediente sich der Interviewer und „Chefredakteur“ Stefan Steinhauer zumindest in dem Interview mit Fiedler einer unfassbaren Fäkalsprache. Permanent ist von „Drecksau“, „dumme Sau“, von „Arschlöchern“ etc. die Rede. Interessanterweise hat sich die Gemeinderätin Fiedler an keiner einzigen Stelle dieser Rohversion von einem solchen gewalttätigen Sprachgebrauch distanziert oder sich dagegen verwahrt.

Stattdessen informierte sie Stefan Steinhauer über eine Presseanfrage von mir an Bürgermeister Manfred Härle (vom 07.09.2020) mit den Worten: „Die Burger hat ….“ Daraufhin fragt Steinhauer Fiedler, ob er diese Presseanfrage haben könne. Fiedler sagt ihm das zu! Sie werde meine Presseanfrage ausdrucken und ihm geben. Daraufhin er: Sie solle nicht so ein Theater machen und ihm die Mail doch einfach weiterleiten. Weiterlesen

TS127/20: #Salemwahl: Jetzt wird der Wahlkampf richtig dreckig – und die Salemer Nachrichten mittendrin!

„Wunder gibt es immer wieder“ – diese „Volksweisheit“ könnte vom Salemer Bürgermeister-Kandidaten Dr. Roland Martin stammen. Der schreckt noch nicht einmal vor Sepp Herbergers „Elf Freunde müsst ihr sein!“ zurück. Diese mehr als abgekaute Plattitüde hatte er im Kontext seiner Alarm-Rede bei der der Kandidatenvorstellung für die Salemer Bürgermeisterwahl noch einmal reanimiert. Weißte Bescheid! Ein Gemeinderatsgremium, das sich als Fußballmannschaft begreift, wird eine Kommune zuverlässig an die Wand ballern?

In TS126/20 angedeutet hatte ich die dringend zur Besenfung anstehende zweite Ausgabe (alles, was Sie über die erste wissen müssen) der Salemer Nachrichten. Die verdeckt arbeitenden Kräfte hinter den Salemer Nachrichten versuchen mit einem aktuell gern angewandten Trick Einfluss auf die Bürgermeisterwahlen zu nehmen. Es ist der Trick mit der Ad-hoc-Benennung von weiteren Kandidaten außerhalb des regulären Bewerbungsverfahrens. Die werden dann am Wahltag für eine mögliche Stichwahl aus dem Hut gezaubert. In Burladingen ist das gerade schön schiefgegangen; andernorts hat es schon wunderbar funktioniert.

Online kann ich die diesbezügliche „Anzeige“ in der zweiten Ausgabe der Salemer Nachrichten nicht finden. Deshalb habe ich sie aus dem mir vorliegenden pdf-Dokument dieser Ausgabe gescreenshotet:
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Bildzitat Screenshot Re-Scan der Salemer Nachrichten 2. Ausgabe. Kein Mensch weiß, wer hinter dem „Aktionsbündnis Salem 2028“ steht. Einschlägige Internet-Suchmaschinen können dazu nichts finden. Und das Beste: Die beiden genannten Kandidaten stehen gemaß Südkurier überhaupt nicht für die Wahl zur Verfügung! Deshalb wurden auch die biografischen Angaben zu diesen beiden Personen von mir im Screenshot unkenntlich gemacht.

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Südkurier: „Außerhalb der politischen Spielregeln“?
Was soll das sein: Aktionsbündnis Salem 2028? Wer steht dahinter? Für welche Werte und kommunalpolitischen Projekte steht das Aktionsbündnis Salem 2028? Im Internet ist diese konspirative Gruppierung nicht zu finden. Weiterlesen

TS126/20: Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Burladingen sei eine Sensation, aber was passiert in Salem?

Die Kleinstadt Burladingen im Zollernalbkreis mit gut 12.000 Einwohnern gehört nicht zu den SaSe-Berichtsgemeinden. Deshalb ist es besonders beruhigend, dass auch dort der Bürgermeister-Bär steppte. Das von mir verwendete Präteritum zeigt die allgemeine Hoffnung in Burladingen an, dass diese Zeiten jetzt vorbei sind. Zeiten mit einem besonders braunen Hintergrund: Der jetzt gewählte Nachfolger muss den Skandal um den AfD-Bürgermeister Harry Ebert vergessen machen, der im Januar 2020 zurückgetreten war.

Das mit der „Sensation“ ist eine Einschätzung/Bewertung  der SchwäZ. Sie gründet sich auf die Tatsache, dass bei der Bürgermeisterwahl in Burladingen am vergangenen Sonntag der 31-jährige Verwaltungsangestellte und hauptamtliche Ortsvorsteher Davide Licht aus Calw bei drei Mitbewerbern 97 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte. Überzeugend! Das legitimiert die SchwäZ-Bewertung als „Sensation“.

Davide Licht hatte in Burladingen vier Mitbewerber. Einer davon ist der 59-jährige Architekt und Unternehmensberater Michael Ohm aus Bremen. In Burladingen erzielte er ein Wahlergebnis von 2,0 Prozent. Ich würde den SaSe-Lesern Michael Ohm schon einmal vorab ans Herz legen und ins Gedächtnis schnitzen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir ihn demnächst und hinsichtlich der SaSe-Berichtsgemeinden vielleicht noch einmal brauchen können?
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Partiell verräterische Kandidatenvorstellung in Salem
Strahlt der Fall Burladingen irgendwelche Hoffnungen auf Salem ab? Man und ich wissen es nicht.

In Salem wird die Lage immer komplizierter und undurchsichtiger. Ich werde versuchen, zeitnah darüber zu berichten besenfen. Es gibt auch schon wieder eine neue Ausgabe von diesen ominösen Salemer Nachrichten … Und wieder mit einem dicken Ei mittendrin! Weiterlesen

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